Archive | Juli 2014

Wurde MH17 von Kampfjets abgeschossen?

Es ist mir durchaus bewusst, dass es sich hier um eine sehr heikle Angelegenheit handelt. Zu frisch ist das Ereignis, als dass die Wunden, die bei den Angehörigen der Opfer hervorgerufen wurden, auch nur annähernd mit dem Heilungsprozess begonnen haben können. Dennoch haben gerade diese Menschen ein besonderes Anrecht darauf, dass der Vorfall gründlich und unvoreingenommen untersucht wird, um den wahren Tatverlauf zu ermitteln.

Bei der These, dass das malaysische Passagierflugzeug möglicherweise von Kampfjets der ukrainischen Armee abgeschossen wurde, führe ich folgende drei Spuren zusammen.

  1. Die Twitter-Meldungen eines „angeblichen“ und spanischsprachigen Fluglotsen am Kiewer Flughafen Borispol am Tage des Ereignisses.
  1. Die Erkenntnisse aus der zivilen Luftraumüberwachung Russlands, die am 21. Juli öffentlich präsentiert wurden und das Ukrainische Regime belasten.
  1. Schlussfolgerungen aus den sichtbaren Beschädigungen eines gefundenen Wrackteils, eines Teils des Cockpits.

1. Twitter-Meldungen eines Fluglotsen

Schon ein paar Minuten nach dem unglücklichen Absturz der MH17 zirkulierten zahlreiche Twitter-Meldungen von ein- und demselben Twitter-Account, allesamt auf Spanisch verfasst und letztlich das Ukrainische Militär belastend. Es hieß diese Meldungen wären auf einen spanischsprachigen Fluglotsen zurückzuführen, der am Kiewer Flughafen tätig war. Der Twitter-Account wurde nach der letzten Meldung gelöscht, wurde allerdings bereits vor einigen Jahren angelegt. Bis heute ist allerdings kein solcher Fluglotse öffentlich aufgetaucht.

Der Umstand, dass der Ukrainische Geheimdienst sämtliche Daten bezüglich der Kommunikation zwischen Flugzeug und Tower beschlagnahmt hat und bisher nicht der Öffentlichkeit freigegen hat, gibt Anlass zu grundsätzlicher Skepsis gegenüber der offiziellen ukrainischen Version.

Hier ein Auszug der Twitter Meldungen vom 13. Juli 2014. Originaltext und englische Übersetzung sind von der Quellenseite übernommen, die deutsche Entsprechung wurde von mir hinzugefügt:

10:31 Kiev, tiene lo que buscaba, lo dije en los primeros tw, kiev es responsable

“Kiev have what they wanted, I said in the first tw [Tweets], Kiev is responsible”

“Kiew hat, was sie wollten, Ich sagte es bereits in den ersten Tweets, Kiew ist verantwortlich“

11:48 El avión B 777 voló escoltado por 2 cazas de ukraine hasta minutos antes, de desaparecer de los radares,

“The B777 plane flew escorted by Ukraine jet fighter until 2 minutes before disappearing from the radar,”

“Das B777 Flugzeug flog eskortiert von zwei Ukrainischen Kampfjets bis 2 Minuten vor dem Verschwinden auf den Radar,”

13:29 El ministro del interior si conocía que, hacían los cazas en la zona, el ministro de defensa no, .

“Interior Minister knew what the fighters were doing in the area, the defense minister didn’t.”

“Der Innenminister wusste was die Kampfjets in dieser Gegend machten, der Verteidigungsminister wusste es nicht.”

13:31 Militares confirman que fue ukraine, pero se sigue sin saber de donde vino la orden

“Military confirm It was Ukraine, but still does not know where the order came from”

“das Militär bestätigt Es war die Ukraine, aber es weiß immer noch nicht woher die Befehle kamen”

15:38 Para el que no lo sepa, digamos así, hay militares a las órdenes del ministro de defensa y militares a las órdenes del ministro del interior

“For those who do not know, Let’s say, there are military under the orders of the defense minister and military under the orders of Interior Minister”

“Für die, die es nicht wissen, lass es uns so sagen, es gibt Militär unter dem Kommando des Verteidigungsministers und Miltär unter dem Kommando des Innenministers”

(Quelle: slavyangrad.org, 18.07.2014)

2. Erkenntnisse aus Russlands ziviler Luftraumüberwachung

Bei der vom russischen Verteidigungsministerium anberaumten Pressekonferenz am 21. Juli 2014, wurden die Erkenntnisse aus der zivilen russischen Radarüberwachung offengelegt. Diese auf YouTube veröffentlichte Präsentation wurde von einem hochrangigen Militär auf Russisch durchgeführt und immer wieder nach ein paar Sätzen von einer Dolmetscherin auf Englisch übersetzt:

“A Ukraine Air Force military jet was detected gaining height, its distance from the Malaysian Boeing was 3 to 5km,”

“[We] would like to get an explanation as to why the military jet was flying along a civil aviation corridor at almost the same time and at the same level as a passenger plane,”

“The SU-25 fighter jet can gain an altitude of 10km, according to its specification,”

“It’s equipped with air-to-air R-60 missiles that can hit a target at a distance up to 12km, up to 5km for sure.”

(Quelle: sott.net und themalaymailonline.com)

Gemäß den Aufzeichnungen aus der zivilen russischen Luftraumüberwachung befand sich also ein Ukrainischer Kampfjet Su-25 in unmittelbarer Nähe des Passagierflugzeuges. Hier ist ganz wichtig zu beachten, dass neben der zivilen auch eine kontinuierliche militärische Überwachung des Luftraumes stattfindet, die noch einmal deutlich präziser aufklären kann als die Zivile. Es ist auch verständlich, dass Russland den genauen Stand seiner militärischen Überwachungstechnik nicht so ohne weiteres preisgeben will und daher diese Bilder zurückhält.

Ebenso ist davon auszugehen, dass die USA mit Hilfe ihrer Kriegsschiffe im Schwarzen Meer und den AWACS-Flugzeugen, den Luftraum über diesem Gebiet: Ostukraine/Schwarzes Meer/Südwestrussland kontinuierlich und hochauflösend überwachen. Sprich, es ist hochwahrscheinlich, dass auch die USA darüber Bescheid wissen, was wirklich passiert ist aber offenbar liefert ihr Material nicht die gewünschten Täter.

Auf jeden Fall haben die USA bis jetzt keine Beweise vorgelegt, die ihre frühzeitig formulierten Anschuldigungen objektiv belegen können. Dass sie auch keine gefaketen Aufnahmen vorlegen, nicht mal eine  Powell-Point-Präsentation, mag damit zusammenhängen, dass sie annehmen müssen, dass die Russen aussagekräftiges Material in der Hinterhand haben, welches diese ggf. der Weltöffentlichkeit noch präsentieren können.

3. Schlussfolgerungen aus sichtbaren Beschädigungen eines Cockpit-Wrackteils

Auf der Seite AufderweltOnline.com äußert sich ein Mann namens Peter Haisenko – auf der Seite als Fachmann für Luftfahrt bezeichnet – zu den Schäden, die anhand des Bildes eines Wrackteils erkennbar sind und den daraus resultierenden Schadensursachen.

cockpit part MH017

cockpit part MH017

Peter Haisenko zieht folgende Schlüsse:

… Das Cockpit zeigt Spuren von Beschuss. Man kann Ein- und Austrittslöcher sehen. Der Rand eines Teils der Löcher ist nach ! innen ! gebogen. Das sind die kleineren Löcher, rund und sauber, etwa Kaliber 30 Millimeter. Der Rand der anderen, der größeren und etwas ausgefransten Austrittslöcher ist nach ! außen ! gebogen… Weiterhin sind kleinere Schnitte zu erkennen, alle nach außen gebogen, die darauf hinweisen, dass Splitter die Außenhaut vom Inneren des Cockpits her durchschlagen haben. Die offenen Nieten sind nach außen aufgebogen…

Was kann also passiert sein? Russland hat Radaraufzeichnungen veröffentlicht, die mindestens eine ukrainische SU 25 in der nächsten Nähe der MH 017 zeigen. Das korrespondiert mit der Aussage des verschollenen spanischen Controllers, der zwei ukrainische Kampfflugzeuge in der direkten Nähe der MH 017 gesehen hat. Betrachten wir dazu die Bewaffnung der SU 25: Sie ist ausgerüstet mit einer zweiläufigen 30-mm-Kanone, Typ GSch-302 /AO-17A, Kampfsatz: 250 Schuss Panzerbrand- bzw. Splitter-Spreng-Geschosse, … Das Cockpit der MH 017 ist von zwei Seiten beschossen worden: Ein- und Austrittslöcher auf derselben Seite…

Diese Schlussfolgerungen lieferten auch eine Erklärung, weshalb das Militär des Kiewer Regimes den Absturzort mit Artillerie tagelang unter Beschuss nahm. Derart wären Einschusslöcher an Wrackteilen des Flugzeuges „erklärbar“.

Folgt man den Stimmen aus Washington, die von einem „möglicherweise tragischen Irrtum/Unfall“ sprechen, bleibt nur noch die Frage, welcher „Irrtum“ hier begangen worden sein könnte…

Die MH 017 ist in ihrer Lackierung verwechselbar mit der des russischen Präsidenten. Beide tragen die Farben der russischen Trikolore. Die Maschine mit Putin an Bord befand sich zur selben Zeit in der Nähe der MH 017, wenn man „Nähe“ mit Fliegeraugen betrachtet: etwa 200 bis 300 Kilometer.

(Quelle: anderweltonline.com, 26.07.2014)

Dieser Beitrag wurde von mir mehr oder weniger auf die Schnelle zusammengefügt aber es handelt sich hierbei auch um ein hochaktuell interessantes Thema. Viele Dinge sind noch unklar, zum einen die Existenz des spanischen Fluglotsen und auch der Beweis, dass Putins Flugzeug tatsächlich zum Tatzeitpunkt in der Nähe war.

Dennoch sind dies wichtige Spuren, denen auch nachgegangen werden müsste, wenn man denn der Sache wirklich (öffentlich) auf den Grund gehen möchte.

 

Nachtrag, 10. September 2014:

hintergrund.de, 09.09.2014

hintergrund.de, 09.09.2014

Auszug:

Wir wissen nicht, wer Flug MH17 abgeschossen hat. Aber die US-Geheimdienste wissen es, die russischen auch, und ich wage sogar zu sagen, dass Kiew es auch weiß. Es sei erinnert an die Situation vor einem Jahr, als nach dem Giftgaseinsatz bei Damaskus US-Außenminister John Kerry auf einer Pressekonferenz am 30. August 2013 gebetsmühlenartig erklärte, „wir wissen, dass es Bashar Al-Assad und seine Leute waren“. Doch damals wusste man überhaupt nichts. Und kurz darauf haben wir herausgefunden, dass es die Rebellen selbst waren, die eine rudimentäre, selbst produzierte Form des Nervengases Sarin eingesetzt hatten.

Ich will damit nur sagen, dass John Kerry über eine unglaubliche Historie der Glaubwürdigkeit verfügt. Drei Tage nach dem Absturz der MH17 saß Kerry dann in diversen Talkshows und erklärte dem Publikum, man „wisse“, dass dafür die „prorussischen Separatisten“ beziehungsweise Russland verantwortlich seien. Fragt man einen US-Amerikaner danach, wer das Flugzeug abgeschossen hat, lautet die Antwort: „Die Russen“. Denn das ist es, was die Medien berichten. Doch Leute aus den US-Geheimdiensten haben von Anfang an gesagt, dass es dafür „null“ Beweise gibt. Seit drei Wochen sagen das plötzlich auch die politischen Entscheidungsträger in den USA, in Großbritannien und in den Niederlanden. Beweismittel wie die Aufzeichnungen des Flugfunkverkehrs unterliegen Verschwiegenheitsverpflichtungen. (3) Warum ist das so? Die Russen waren dagegen offener und haben einiges Material veröffentlicht.

Ich übe mich jetzt in Spekulation: Aufgrund meiner Quellen habe ich Grund zu der Annahme, dass die ukrainischen Kräfte für den Absturz verantwortlich sind, aber Präsident Poroschenko davon nichts wusste. Dass also womöglich andere Oligarchen, die ja selbst auch Teile der bewaffneten Kräfte kommandieren, dahinter stecken. Auch wenn für diese darin ein gewisser Anreiz bestanden haben mag, glaube ich allerdings immer noch, dass der Abschuss wahrscheinlich ein Versehen war. Und ich glaube, dass Russland

über eindeutige Beweise verfügt, dass die ukrainischen Kräfte verantwortlich waren. Und das bringt mich zum Grübeln: „Wenn sie die Beweise haben, warum präsentieren sie sie dann nicht?“. Ich denke, ich weiß warum. Die Russen verfügen damit über ein Druckmittel gegenüber Poroschenko, das sie ausspielen können, wenn es ihnen beliebt. Poroschenko muss somit jederzeit befürchten, dass die Russen belegen können, dass der ukrainische Präsident nicht die Kontrolle über sein Land und seine Armee hat, nicht einmal über seine Flugabwehreinheiten oder seine SU-25 Kampfjets. Ich weiß nicht, wer das Flugzeug abgeschossen hat. Aber ich denke, es waren die Ukrainer, und die Russen spielen ihre Trumpfkarte clever aus und sagen: „Schau, wir brauchen wirklich eine Waffenruhe, wir brauchen jetzt wirklich politische Verhandlungen. Und wenn Du Dich dem verweigerst, dann haben wir hier Beweise, die Dich ganz schön in Bedrängnis bringen, wenn wir sie veröffentlichen.“

(Quelle: hintergrund.de, 09.09.2014)

Medien als willfährige Instrumente der Militärindustrie oder der „Militärisch-Industriell-Mediale Komplex“

Als der scheidende US-Präsident, Dwight D. Eisenhower, am 17. Januar 1961 seine Abschiedsadresse via TV an die Bürger der USA verkündete, sah er sich veranlasst eine deutliche und in seiner Wortwahl bedrohliche Warnung auszusprechen.

In the councils of government, we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought, by the military-industrial complex. The potential for the disastrous rise of misplaced power exists and will persist. We must never let the weight of this combination endanger our liberties or democratic processes. We should take nothing for granted. Only an alert and knowledgeable citizenry can compel the proper meshing of the huge industrial and military machinery of defense with our peaceful methods and goals, so that security and liberty may prosper together.

Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potenzial für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.

(Quelle: wikipedia)

(YouTube: Rede Eisenhowers)

Diese Warnung Eisenhowers ist umso beachtlicher und es verleiht ihr zusätzliches Gewicht, wenn man in Betracht zieht, dass er ein hochdekorierter General des 2. Weltkriegs und somit selbst ein Mann des Militärs war. Seither sind über 50 Jahre vergangen und man muss davon ausgehen, dass dieser Machtkomplex, vor dem Eisenhower warnte, noch umfassender, noch mächtiger geworden ist.

Im Jahr 2005 schliesslich erweiterte Norman Solomon, US-amerikanischer Journalist und Friedensaktivist, diesen von Eisenhower geprägten Begriff um die wichtige Rolle der Medien:

The Military-Industrial-Media Complex

Why war is covered from the warriors’ perspective

One way or another, a military-industrial complex now extends to much of corporate media. In the process, firms with military ties routinely advertise in news outlets. Often, media magnates and people on the boards of large media-related corporations enjoy close links—financial and social—with the military industry and Washington’s foreign-policy establishment.

(Quelle: fair.org, 01.08.2005)

Freie Übersetzung :

Der Militärisch-Industriell-Mediale Komplex

Warum Medien über Kriege aus einer kriegerischen Perspektive heraus berichten

Auf die eine oder andere Art erstreckt sich nun ein Militärisch-Industrieller Komplex auf einen Großteil der „Mainstream-Massenmedien“. Als Teil dieses Prozesses: (ist festzustellen, dass) Firmen mit militärischen Verknüpfungen routinemäßig Werbeanzeigen in Nachrichtenagenturen schalten (können). Medienmogule und Leute in den Vorständen großer Medienunternehmen genießen enge Kontakte – finanzieller und sozialer Art – zur Militärindustrie und zu Washingtons außenpolitischem Establishment.

Solomons im Jahre 2005 publiziertes Buch „War Made Easy“ wurde von den beiden Filmemachern Loretta Alper und Jeremy Earp in einen Dokumentarfilm mit Sean Penn als Erzähler umgesetzt. 2008 wurde vom WDR eine deutsche Fassung produziert und unter dem Titel „War Made Easy – Wenn Amerikas Präsidenten lügen“ ausgestrahlt. 2012 wurde diese Version von „ZDF Info“ gezeigt.


In diesem Film wird auch ein Audiomitschnitt eines Gesprächs des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon mit Henry Kissinger gezeigt. Thema der Unterhaltung war die weitere Vorgehensweise im Vietnamkrieg:

Richard Nixon: „Wir sollten die Deiche bombardieren“

Henry Kissinger: „Dann würden 200.000 Menschen sterben“

Richard Nixon: „Ach so. Dann lieber die Atombombe.“

Henry Kissinger: „Also, ich denke das wäre zuviel.“

Richard Nixon: „Die Atombombe? Beunruhigt Sie das?“

Henry Kissinger:  (unverständlich)

Richard Nixon: „Herrgott Henry, Sie sollen im großen Stil denken!“

Das Grundthema, mit welchem sich Buch und Film auseinandersetzen, sind Unwahrheiten und Falschaussagen, die die verschiedenen US-Präsidenten über Jahrzehnte hinweg der amerikanischen Bevölkerung und der Weltöffentlichkeit vortrugen, um militärische Einsätze, sprich Kriege zu rechtfertigen. Daneben wird das Verhalten der Medien als unkritisch, regierungskonform und „eingebettet“ kritisiert.

Auf folgender Grafik ist dargestellt, dass über 90% aller US-Medien (Radiosender, TV-Stationen und Zeitungen) in den Händen von 6 Konzernen liegen:

Media Consolidation -

(Quelle: businessinsider.com, 14.06.2012)

Die Daten dieser Graphik beziehen sich auf die Entwicklung von 1983 auf 2011. Zwischenzeitlich mögen die ein oder anderen Zeitungen, TV-Stationen und Radiosender weiterverkauft worden sein aber es ändert nichts an der grundsätzlichen Problematik der zunehmenden Machtkonzentration durch die Anhäufung verschiedener Medien durch wenige Konzerne. Wurden im Jahre 1983 90% der US-amerikanischen Medien von 50 Firmen gehalten, so waren es 2011 nur mehr 6 Konzerne:

  • GE   COMCAST, NBC, UNIVERSAL PICTURES, FORCUS FEATURES
  • NEWSGROUP   FOX, WALL STREET JOURNAL, NEW YORK POST
  • DISNEY   ABC, ESPN, PIXAR, MIRAMAX, MARVEL STUDIOS
  • VIACOM    MTV, NICK JR, BET, CMT, PARAMOUNT PICTURES
  • TIME WARNER   CNN, HBO, TIME, WARNER BROS
  • CBS   SHOWTIME, SMITHSONIAN CHANNEL, NFL.COM, JEOPARDY, 60 MINUTES

 

Viele Firmen sind über ihre Besitzverhältnisse auch mit Rüstungsbetrieben verbunden. Eine große und direkt erkennbare Rüstungssparte hat natürlich GE (General Electric) und es ist gewiss alles andere als abwegig anzunehmen, dass wirtschaftliche Interessen aus konzernnahen Bereichen die Berichterstattung in den angeschlossenen Medien beeinflussen.

Informationen zu den Besitzverhältnissen deutscher Medienhäuser und privater TV-Anstalten werde ich eventuell zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Allein, die Vernetzungen einflussreicher deutscher Journalisten mit US-amerikanischen Think Tanks und transatlantischen Interessengruppen geben bereits mehr als ausreichend Anlass zur Besorgnis über die deutsche Medienlandschaft.

Uwe Krüger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, hat 2013 seine Doktorarbeit unter folgendem Titel veröffentlicht:

Meinungsmacht
Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten
Eine kritische Netzwerkanalyse

Auszug aus einem Interview mit ihm:

Am auffälligsten war der Befund, dass vier leitende Journalisten

  • der „Süddeutschen Zeitung“,
  • der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“,
  • der „Welt“ und
  • der „Zeit“

stark in US- und Nato-affinen Strukturen eingebunden waren.

(Quelle: heise/telepolis, 11.02.2013)

 

Hier ein Auszug aus einer Online-Rezension des Buches von Uwe Krüger:

„Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass sich die deutsche Politik in einem ‚Korsett von Innen- und Bündnispolitik‘ (GIESSMANN/WAGNER 2009: 6) bzw. einer unbequemen Sandwich-Position befindet: Von ‚oben‘ macht die Nato mit der Führungsmacht USA Druck, dass Deutschland bei Kampfeinsätzen seinen Beitrag leisten solle, auch dann, wenn keine akuten deutschen Sicherheitsinteressen vorliegen; von ‚unten‘ behindert ein Wahlvolk, das die Bundeswehr am liebsten als Landesverteidiger und Katastrophenhelfer sieht …

Daher ist zu vermuten, dass die vier Journalisten Kornelius, Frankenberger, Stürmer und Joffe in dem in Kap. 6.1.1 beschriebenen Sandwich Nato/USA – Bundesregierung/Bundestag – deutsche Bevölkerung eine Position zwischen Nato/USA und Bundesregierung/Bundestag einnehmen. Die Argumente in ihrem journalistischen Output dürften eine größere Nähe zu denen der Nato und der US-Regierung haben als zu Positionen, die aus Bevölkerungsumfragen und kritischen Beiträgen zum erweiterten Sicherheitsbegriff und zu Bundeswehrauslandseinsätzen bekannt sind. Wenn Kritik an der Bundesregierung oder der deutschen Politik geübt wird, dann aus der Perspektive von USA und Nato, nicht aus einer militärskeptischen Perspektive.

(Quelle: versoehnungsbund.de, 27.02.2014)

 

Dieser Sachverhalt wurde Ende April 2014 eindrücklich und anschaulich in der Kabarettsendung „Die Anstalt“ dargestellt.

(YouTube: Ausschnitt aus „Die Anstalt“, 29.04.2014).

Diese unbedingt sehenswerte Sendung hat nun zur Folge, dass die genannten Journalisten der ZEIT (Josef Joffe, Jochen Bittner) gerichtlich gegen das ZDF und gegen „Die Anstalt“ vorgehen.

Insgesamt ist zu bedenken, dass es sich bei den untersuchten Zeitungen um sogenannte Leitmedien handelt, die in weiten Zügen den öffentlichen Diskurs vorgeben und große Strahlkraft auf kleinere Zeitungen ausüben, so dass diese häufig von den großen abschreiben, sofern sie nicht sofort und ungefiltert Agenturmeldungen veröffentlichen.

Was bleibt sonst?

DER SPIEGEL hat sich längst von seiner ruhmreichen und inspirierenden Vergangenheit als kritisches Nachrichtenmagazin gelöst. Dass nun mehr gar Nikolaus Blome, der stellvertretende Chefredakteur der BILD-„Zeitung“ in die Chefredaktion des SPIEGELS geholt wurde und auch dessen Hauptstadtbüro leitet, ist nur mehr das i-Tüpfelchen auf eine längst vollzogene Entwicklung der Boulevardisierung, inklusivem Einschwenk auf Elitenlinie (Außenpolitik: NATO-„affin“, Wirtschaftspolitik: die Interessen der Konzerne vertretend)

Die taz hat sich offensichtlich, wie die ihr aufs nächste stehende Partei „Die GRUENEN“, prächtig mit der Bundes-Atlantikbrücken-Republik arrangiert. Die Metamorphosen von taz und GRUENEN hin zu systemkompatiblen Objekten sind gewiss einen eigenen Beitrag wert, der vielleicht zu gegebener Zeit erfolgen wird.

Den Vogel abgeschossen zu haben im hiesigen, transatlantischen Blätterwald, dieses Privileg bleibt tatsächlich der taz vorbehalten:

Der Terroranschlag vom 11. September 2001 in den USA wurde umgehend zum Nato-Bündnisfall erklärt. Die toten Passagiere von MH17 vom 17. Juli 2014 verdienen ähnliche Solidarität.

(Quelle: taz.de, 21.07.2014)

World Trade Center Nummer 7

Nach viermonatiger Abstinenz folgt nun wieder ein Beitrag von mir, der für jene Menschen, die sich schon länger kritisch mit wichtigen, einschneidenden Ereignissen auseinandersetzen, nichts Neues bieten wird.

Dies ist auch nicht beabsichtigt, vielmehr besteht mein persönlicher Beweggrund darin, Ungereimtheiten über 9/11 zusammenzustellen und zwar nach Möglichkeit leicht verständlich und mit Hinweisen aus etablierten Medien versehen, so dass auch mir nahestehende Menschen, die Zweifel an der offiziell propagierten Version nachvollziehen können.

Von den zahlreichen Widersprüchen, welche die offiziell verbreitete Version von 9/11 bei kritischer Betrachtung aufweist, beschäftige ich mit hier mit einem Hauptaspekt: Dem gleichmäßig über der eigenen Grundfläche erfolgten Zusammenbruch des Gebäudes:

World Trade Center Nummer 7 (WTC 7)

Wie auf dem Grundrissplan zu sehen, bestand das World Trade Center (WTC) nicht nur aus den beiden dominanten, alles überragenden Zwillingstürmen (WTC 1 und WTC 2), sondern aus insgesamt sieben Gebäuden.

World Trade Center Grundriss (Quelle: Wikipedia)

World Trade Center Grundriss (Quelle: Wikipedia)

In der breiten Öffentlichkeit besteht das Ereignis des „11. Septembers“, das WTC betreffend, aus der Entführung zweier Linienflugzeuge und des bewussten Hineinfliegens damit in die beiden Zwillingstürme, welche dadurch mit Verzögerung zum Einsturz kamen. Allerdings brach ein drittes Gebäude des WTC-Komplexes ebenfalls komplett in sich zusammen, das Gebäude WTC 7.

Die Online-Ausgabe des ehemaligen Nachrichtenmagazins „SPIEGEL“, einst weit über Deutschlands Grenzen hinaus gerühmt für kritischen und investigativen Journalismus, berichtete im September 2006 über verschiedene Widersprüchlichkeiten in Hinblick auf den 11. September, allerdings um am Ende doch bei der Richtigkeit der offiziellen Version anzugelangen. Immerhin kann man zugutehalten, dass das WTC 7 wenigstens thematisiert wurde.

2006-09-06 SPON - WTC 7

 

Warum stürzte WTC 7 ein?

Sieben Stunden lang brannte Gebäude Nummer 7 neben den Trümmern der Zwillingstürme, acht Sekunden dauerte es, bis das 47-stöckige Gebäude, gegen 17.20 Uhr, dann ebenfalls in sich zusammengefallen war. Der Untersuchungsbericht der Katastrophenschutzbehörde Fema stellte 2002 fest, dass WTC 7 vor dem Zusammenbruch vergleichsweise nur leicht beschädigt war. Im offiziellen Untersuchungsbericht wird WTC 7 überhaupt nicht erwähnt – und wie immer, wenn die Behörden schweigen, entstehen Gerüchte. Ist das Hochhaus nicht verdächtig fein säuberlich in sich zusammengefallen? Könnte es gesprengt worden sein?

(Quelle: www.spiegel.de, 07.09.2006)

Klärungsbedarf besteht zunächst hinsichtlich der Ursache des kompletten und gleichmässig erfolgten Einsturzes, des mit 47 Stockwerken im Vergleich zu den Twin Towers eher kleineren Wolkenkratzers aber gleichwohl stattlichen Hochhauses. Die beiden entführten Flugzeuge flogen schliesslich nur in die Zwillingstürme.

Darüber hinaus wirft folgender Umstand, über welchen die Onlineausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ im März 2007 berichtete, weitere Fragezeichen auf:

2007-03-04 FAZ Greenshot - Kopie

 

Wirbel um BBC-Film
Weitere Verschwörungstheorie über 9/11
In der BBC-Live-Sendung vom 11. September meldete eine Reporterin den Einsturz eines Nebengebäudes des World Trade Center. Doch zu dieser Zeit stand es noch. Das bietet nun Stoff für die wildesten Verschwörungstheorien.

(Quelle: www.faz.net, 04.03.2007)

Zwar wurde hier ebenfalls mit Verschwörungstheorie der mittlerweile übliche Standardbegriff zur Diskursabwiegelung mehrfach eingebaut und somit die übliche Kategorisierung vollzogen, welche dem Publikum signalisieren soll, sich nicht näher mit vermeintlich abstrusen Ideen auseinanderzusetzen. Immerhin befasste sich die FAZ mit diesem aussergewöhnlichen Lapsus.

weiter aus dem FAZ-Artikel:

In der Livesendung über die Terror-Angriffe hatte Jane Standley, die New Yorker Reporterin des öffentlich-rechtlichen Senders, bei BBC World den Einsturz des Salomon-Brothers-Gebäudes (World Trade Center 7, kurz „WT7“) gemeldet, bevor dieser eingetreten war. Als der Moderator Jane Standley nach Einzelheiten befragte, war der 176 Meter hohe Wolkenkratzer sogar im Hintergrund des Bildes zu sehen. Es war kurz vor 17 Uhr, wie die eingeblendete Uhr auf dem Bildschirm zeigte. Das rauchende Gebäude stürzte erst um 17.20 Uhr ein.

Die BBC berichtete also über ein Ereignis 20 Minuten bevor es stattfand. Dass dies dazu noch im Zusammenhang mit dem 11. September passierte, sollte eigentlich Grund genug für gründliche Nachforschungen sein.

Die Live-Schaltung mit der BBC-Reporterin ist auf YouTube aufrufbar. Jane Standley wird live ins Studio zugeschaltet (im Video ab 0:38 min) und berichtet über den Kollaps des Salomon-Brothers-Gebäudes (WTC 7). Als Grund hierfür gibt sie Beschädigungen an, welche durch herabfallende Teile der Zwillingstürme entstanden seien.

Link: YouTube, BBC 11.09.2001

Interessant wird es, wenn man sich nun den Zusammensturz von WTC 7 konkret ansieht. Das folgende auf YouTube verlinkte Video dauert 2:18 min und zeigt zunächst zur Veranschaulichung die kontrollierte Sprengung beliebiger Hochhäuser, um dann schliesslich ab 1:17 min den Zusammensturz von WTC 7 zu zeigen. Betrachtet man den gleichmässigen Zusammensturz von WTC 7, so liegt der Schluss nahe, dass dieses Haus fachgerecht von Experten gesprengt wurde.

Link: YouTube, WTC 7 collapse „This is an Orange“

Der im Juli 2004 erschienene Abschlussbericht der Untersuchungskommission des US-Kongresses zu den Terroranschlägen ging mit keiner Silbe auf den Zusammensturz von WTC 7 ein.

Folgenden Fragen drängen sich unbedingt auf:

  1. Wie konnte es sein, dass die BBC vor dem Eintreten des Ereignisses schon darüber berichten konnte?
  2. Was war die Ursache für den Zusammensturz von WTC 7?
  3. Warum wurde in den etablierten, offiziellen Medien fast nicht darüber berichtet, so dass den wenigsten Menschen überhaupt bekannt ist, dass ein drittes Hochhaus einstürzte?
  4. Warum wurde – im mehrere hundert Seiten umfassenden – Abschlussbericht der Untersuchungskommission das  WTC 7 überhaupt nicht erwähnt?