Heckenschützen des Imperiums – oder wenn sich zwei bekämpfen, ist oft eine Dritte Kraft im Spiel!

Am Abend des 20. Februar 2014 konnte nach langen Verhandlungen zwischen dem  Dreiergespann der EU-Außenminister (Frankreich, Deutschland, Polen) und dem ukrainischen Präsidenten Janukowitsch eine Einigung erzielt werden. Diese sah unter anderem noch im Jahr 2014 vorgezogene Präsidentschaftswahlen, sowie die Bildung einer Übergangsregierung innerhalb von zehn Tagen vor.

Allerdings hielt der Frieden nicht lange an:

Nach einer kurzen Unterbrechung und trotz der Ankündigung einer Einigung wurden die gewalttätigen Auseinandersetzungen in Kiew am 21. Februar fortgeführt. Es kam erneut zum Einsatz von Schusswaffen. Von Seiten vieler Regierungsgegner wurde betont, die von Janukowytsch angekündigten Schritte seien nicht ausreichend, der Präsident müsse sofort zurücktreten und vor ein Gericht gestellt werden. Nach offiziellen Angaben vom 21. Februar 2014 seien bei den Kämpfen mindestens 77 Menschen getötet worden

(Quelle: wikipedia / Euromaidan)

Aus welchen logischen Überlegungen heraus hätte Janukowitsch, nachdem eine Übereinkunft mit der EU erzielt worden war, die auf Neuwahlen im Herbst zielte und ihn somit weitere Monate im Amt belassen hätte, in der selben Nacht und am folgenden Tage mit Scharfschützen auf Demonstranten schießen sollen und damit die ganze Situation auf eine unkontrollierbare Eskalation zu treiben?

Die westlichen Medien hatten keine Sekunde gezögert und alsgleich Janukowitsch die Schuld für die Toten zugewiesen.

Ein paar Tage nach den Ereignissen wurde allerdings ein pikantes Telefongespräch geleakt und auf YouTube veröffentlicht. Die Onlineausgabe der FAZ berichtete darüber am 5. März 2014:

faz.net, 05.03.2014

faz.net, 05.03.2014

In diesem unbemerkt mitgeschnittenem Gespräch unterhielten sich der Außenminister Estlands, Urmas Paet und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton über die Todesschüsse auf dem Maidan am 20. und  21. Februar. Paet äußerte sich besorgt über Hinweise, dass nicht Janukowitschs Einheiten für die Toten verantwortlich wären:

Auszug:

Eine Ärztin (Olga Bogomolez) habe ihm berichtet, dass Scharfschützen auf die Menschen in Kiew schossen und sie töteten. „Ihr zufolge deuten alle Indizien darauf hin, dass Menschen auf beiden rivalisierenden Seiten von ein und demselben Scharfschützen erschossen wurden“, sagte Außenminister Paet in dem Gespräch, das auch vom Moskauer Staatsfernsehen veröffentlicht wurde. Die Ärztin habe gesagt, dass alle Menschen mit der gleichen Munition und auf die gleiche Art und Weise getötet wurden.

Die Majdan-Koalition sei nicht gewillt, die Umstände der Todesschüsse zu klären, sagte Paet, das sei besorgniserregend. Damit sei der „Verdacht erhärtet, dass hinter den Scharfschützen nicht Janukowitsch, sondern jemand aus der Koalition gestanden habe“  soll Paet in dem Gespräch am 26. Februar gesagt haben.

(Quelle: faz.net, 05.03.2014)

Wenn man also Janukowitsch als Urheber der Todesschüsse ausschließt, wer käme dann hierfür in Frage?

Nach meinem Dafürhalten gibt es hierfür nur zwei Möglichkeiten, entweder :

Kräfte der ukrainischen „Opposition“, die auf eigene Faust oder mit US-Unterstützung endlich Nägel mit Köpfen machen und die angespannte Situation noch schnell ausnützen wollten, bevor durch die Einigung mit der EU, Ruhe ins Land gekommen wäre.

Die USA selbst, die sich seit langem offen gegen den ukrainischen Präsidenten stellten und insgesamt 5 Milliarden US-Dollar in das Land pumpten, um einen „Regime Change“ herbeizuführen.

Zumal sie mit Jazenjuk bereits einen geeigneten Kandidaten aufgebaut hatten (s.hier), der im Anschluss an die weitere Eskalation aufgrund der Todesschüsse auf dem Maidan, dann tatsächlich Präsident der ukrainischen Übergangsregierung wurde. Zufall?

1. Kräfte der ukrainischen „Opposition“
In diesem Zusammenhang ist es interessant einen Blick auf den gehackten Email-Verkehr zwischen Vitali Klitschko und Laurynas Jonavicius, seines Zeichens Berater des litauischen Präsidenten, zu werfen.

07.12.2013
Ein anderes Problem das ich ansprechen möchte ist, dass Janukowitsch sich zurückhält.

14.12.2013
Ich werde alles was ich kann dafür tun, den Erwartungen meiner europäischen Partner zu entsprechen. Ihr Kollege ist angekommen und hat mit meinem Team angefangen zu arbeiten. Er ist ein echter Profi und ich denke seine Dienste werden notwendig sein gerade wenn das Land destabilisiert ist.

09.01.2014
Ich denke wir haben den Weg geebnet für eine radikalere Eskalation der Situation. Ist es nicht an der Zeit für entschiedenere Aktionen? Ich möchte auch bitten über die Möglichkeit einer stärkeren Finanzierung nachzudenken, um unsere Unterstützer für ihre Dienste zu bezahlen.

(Quelle: hinter-der-fichte.de, 28.02.2014)

Hier die Email vom 9. Januar 2014 in der Originalversion:

09.01.2014, Email Klitschko

09.01.2014, Email Klitschko

(Quelle: hinter-der-fichte.de, 28.02.2014)

Aufschlussreich in diesem Zusammenhang ist zunächst einmal die zum Ausdruck gebrachte Betrübnis Klitschkos in der Email vom 7. Dezember ob der Zurückhaltung Janukowitschs. (Mit Zurückhaltung ist hier zweifelsohne der Einsatz von schärferen Maßnahmen der Polizei zur Niederschlagung der mehr und mehr aggressiv vorgetragenen Proteste gemeint)

In diesen Kontext ist auch Klitschkos Aussage vom 9. Januar einzuordnen, dass der Weg geebnet worden sei für weitere Eskalationen.

2. Die USA

Verfolgt man die Piste bezüglich einer Verantwortlichkeit der USA – was ohnehin unternommen werden müsste, da insbesondere die Baltischen Staaten aber auch Polen und nicht zuletzt maßgebliche Kräfte in der damaligen ukrainischen „Opposition“ von den USA instruiert wurden und nach wie vor werden – ist es angebracht folgendem Indiz nachzugehen:

Am 9. März zitierte die WELT den neuen Innenminister der Ukraine und Mitglied der Übergangsregierung, Arsen Awakow folgendermassen:

„Ich kann nur eins sagen: Der wichtigste Faktor in diesem Aufstand, der Blut in Kiew vergoss und der das Land auf den Kopf stellte und schockierte, war eine dritte Kraft„, sagte der Minister. „Und diese Kraft war keine ukrainische.“

(Quelle: welt.de, 09.03.2014)

Der frisch ernannte ukrainische Innenminister spricht also von einer Dritten Kraft, die nach seiner Einschätzung für die Todesschüsse verantwortlich sei.

Am 10. April berichtete das ARD-Magazin MONITOR über diese und andere Hinweise, die den Verdacht erhärteten, dass die Todesschüsse nicht auf die Einsatzkräfte der Polizei zurückzuführen sind, sondern auf unbekannte Schützen:

Das ARD-Team traf einen Demonstranten namens Mikola, der sich am Tag der Todesschüsse stundenlang in der Nähe des Tatortes aufhielt. Mikola äusserte, dass sie, die Demonstranten von hinten beschossen wurden, vom Hotel Ukraina aus, welches von den Oppositionnellen kontrolliert wurde:

Mikola: „Ja, am zwanzigsten wurden wir von hinten beschossen, vom Hotel Ukraina, vom 8. oder 9. Stock aus.“

Reporterin: „Von der achten oder neunten Etage?“

Mikola: „Ja, auf jeden Fall fast von ganz oben.“

Reporterin: „Von da oben?“

Mikola: „Ja, da standen Leute oben und haben geschossen und aus der anderen Richtung hier wurden wir auch beschossen.

Reporterin: „Und wer hat von oben geschossen?“

Mikola: „Das weiß ich nicht.“

Reporterin: „Haben Sie eine Ahnung?“

Mikola: „Das waren Söldner, auf jeden Fall Profis.“

Die Journalisten von MONITOR werden nachts von einem Ermittler an den Tatort geführt an dem Bäume stehen, die Einschlusslöcher aufweisen. Mit Hilfe eines Laserapparates zeigt er ihnen, dass die Schusskanäle zum Hotel Ukraina zeigen, also zur Zentrale der Demonstranten.

Anschliessend trift das deutsche Presseteam auf einen Amateurfunker, der den Funkverkehr der staatlichen Scharfschützen abgehört und aufgenommen hatte:

1. Scharfschütze: „He, Leute, ihr da drüben, rechts vom Hotel Ukraina.“

2. Scharfschütze: „Wer hat da geschossen? Unsere Leute schießen nicht auf Unbewaffnete.“

1. Scharfschütze: „Jungs, da sitzt ein Spotter, der zielt auf mich. Auf wen zielt der von der Ecke. Guckt mal!“

2. Scharfschütze: „Auf dem Dach vom gelben Gebäude. Auf dem Kino, auf dem Kino.“

1. Scharfschütze: „Den hat jemand erschossen. Aber nicht wir.“

2. Scharfschütze: „Miron, Miron, gibt es da noch mehr Scharfschützen? Und wer sind die?“

MONITOR kommt zu folgender Schlussfolgerung:

Es gab neben den Regierungs-Scharfschützen also noch andere unbekannte Schützen, die auf unbewaffnete Demonstranten geschossen haben. Und, wer immer vom Hotel Ukraina schießt, hat – so legt dieses Video nahe – auch diese Milizionäre getroffen. Dass Janukowitsch auf die eigenen Leute hat schießen lassen, ist unwahrscheinlich.

Zitat eines hochrangigen Mitglieds der Ermittlungskommission:

Das, was mir an Ergebnissen meiner Untersuchung vorliegt, stimmt nicht mit dem überein, was die Staatsanwaltschaft erklärt

Oleksandr Baschuk, Anwalt der Geschädigten:

… die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht richtig, die decken ihre Leute, die sind parteiisch, so wie früher. Die wollen wie in der Sowjetunion oder unter Janukowitsch alles unter der Decke halten, so ist das

Schlussmoderation von MONITOR:

Bei allen offenen Fragen, dass ein Vertreter der nationalistischen Svoboda-Partei als Generalstaatsanwalt die Aufklärung des Kiewer Blutbads ganz offensichtlich behindert, wirft ein schlechtes Bild auf die neue Übergangsregierung – und damit auch auf all jene westlichen Regierungen, die die neuen Machthaber in Kiew unterstützen.

(Quelle: wdr.de, 10.04.2014)

Die Zeitung „Junge Welt“ veröffentlichte am 22. August 2014 ein Interview, welches der Ukrainische Generaloberst Ruban einer ukrainischen Zeitung gab. Er spricht von einer Dritten Seite, die im Konflikt mitmischen würde und augenscheinlich ein Interesse daran habe, die gegenerischen Parteien anzustacheln.

Junge Welt, 22.08.2014

Junge Welt, 22.08.2014

(Quelle: jungewelt.de, 22.08.2014)

Auszug:

Gerade ist der Bau  (Anm.: Die Technische Hochschule in Donezk) von einer Granate getroffen worden …
Das ist eine interessante Frage, woher die Granate gekommen ist. Es gibt eine »dritte Seite« – wir nennen sie jetzt so –, die diese Granaten verschießt und die Schuld der einen oder anderen Seite zuschreibt.

Wer ist diese »dritte Seite«?
Ich weiß es noch nicht, ich habe keine entsprechenden
Informationen. Wir nennen das, als Arbeitstitel, »dritte Seite«. Besler von den Aufständischen nennt sie so, und die Leute in Donezk sagen es auch. Nach diesen Leuten wird gefahndet, um herauszubekommen, wer diese Saboteure geschickt hat.

(Quelle: jungewelt.de, 22.08.2014)

Halten wir fest, dass auch ein hochrangiger Militär der Ukrainischen Armee von einer Dritten Kraft, bzw. von einer Dritten Seite spricht, welche offenbar versucht durch abwechselnde Anschläge auf beide Kriegsparteien, die kriegerischen Auseinandersetzungen „am Köcheln zu halten“.

Wer könnte diese Dritte Kraft sein?

Es ist seit langem kein Geheimnis mehr, dass sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt CIA-Leute in der Ukraine befanden und nach wie vor befinden. Dass aber selbst der deutsche Medienmainstream unverhohlen darüber berichtete, dass auch US-Söldner vor Ort aktiv sind, war einigermaßen erstaunlich.

spiegel.de, 11.05.2014

spiegel.de, 11.05.2014

Auszug:

400 US-Söldner sollen in der Ostukraine gegen die Separatisten kämpfen. Das berichtet „Bild am Sonntag“ und beruft sich dabei auf Geheimdienstinformationen. Die Kämpfer kommen demnach vom Militärdienstleister Academi, früher bekannt als Blackwater.

Ein Zeitungsbericht legt nun nahe, dass an der Sache womöglich doch etwas dran sein könnte: Laut „Bild am Sonntag“ werden die ukrainischen Sicherheitskräfte von 400 Academi-Elitesoldaten unterstützt. Sie sollen Einsätze gegen prorussische Rebellen rund um die ostukrainische Stadt Slowjansk geführt haben. Demnach setzte der Bundesnachrichtendienst (BND) die Bundesregierung am 29. April darüber in Kenntnis. Wer die Söldner beauftragt habe, sei noch unklar.

(Quelle: spiegel.de, 11.05.2014)

Über Academi, bzw. Blackwater ist bei wikipedia folgendes zu erfahren:

Die Veröffentlichung des Kriegstagebuchs des Irak-Krieges durch WikiLeaks (Iraq War documents leak) dokumentiert, dass Blackwater-Angestellte schwere Misshandlungen im Irak begingen, einschließlich Ermordung von Zivilisten.

(Quelle: wikipedia.org/academi)

Die NachDenkSeiten veröffentlichten am 29. August die auf deutsch übersetzte Version eines am 14. August publizierten Artikels des renommierten niederländischen Journalisten Karel van Wolferen.

(Von 1972 an war van Wolferen für viele Jahre Südostasienkorrespondent für die niederländische Zeitung NRC Handelsblad. 1987 erhielt er den niederländischen „Preis für die Tageszeitungsjournalistik“ für besondere journalistische Leistungen.)

„Die Ukraine, korrupter Journalismus und der Glaube der Atlantiker“

Es ist unwahrscheinlich, dass die amerikanischen NGOs plötzlich aus der Ukraine verschwunden sind, die öffentlich zugegebene fünf Milliarden Dollar für politische Destabilisierungsmaßnahmen im Vorfeld des Februar-Putsches in Kiew ausgegeben haben, oder dass amerikanische Militärberater oder Spezialeinsatzkräfte unbeteiligt dabeigesessen haben, als Kiews Militär und Milizen ihre Bürgerkriegs-Strategie aufgemalt haben; die neuen Verbrecher hängen als Regime schließlich am finanziellen Tropf von Washington, der Europäischen Union und des IWF. Wir wissen, dass Washington das fortlaufende Töten im Bürgerkrieg, das es ausgelöst hat, weiter befeuert.

(Quelle: nachdenkseiten.de, 29.08.2014)

Heckenschützen/Scharfschützen bei anderen Konflikten

SYRIEN 2012/2013

Als ich im Zusammenhang mit den Todesschüssen auf dem Maidan zum ersten mal etwas von einer sogenannten „Dritten Kraft“ zu hören bekam, kam mir sogleich ein Interview in den Sinn, welches die FAZ im Sommer 2013 mit dem syrischen Präsidenten Assad führte.

faz.net, 17.06.2013

faz.net, 17.06.2013

Auch Assad sprach von einer äusseren Kraft, die bewusst den Konflikt in Syrien anheizte, in dem bei Demonstrationen sowohl Demonstranten als auch Polizisten erschossen wurden:

Seit den ersten Tagen wird mir die Frage gestellt, wann die Krise zu Ende geht. Meine Antwort war, die Krise könnte lange Zeit dauern. Denn der externe Faktor ist offensichtlich. Eine innere Krise wird entweder endgültig gelöst, oder sie entwickelt sich in einen Bürgerkrieg. Weder ist das eine passiert noch das andere. Der Grund dafür ist der externe Faktor, der bemüht ist, die Krise politisch und militärisch zu verlängern…

Schon in den ersten Demonstrationswochen hat es unter der Polizei Tote gegeben, Märtyrer. Wie konnte es bei friedlichen Demonstrationen dazu kommen, dass Polizisten getötet wurden? Unter den Demonstranten waren Bewaffnete, die auf die Polizisten schossen. Manchmal waren sie auf Plätzen unweit der Demonstration, und vor dort schossen sie auf Demonstranten und Polizisten, damit man annimmt, die eine Seite habe auf die andere das Feuer eröffnet.

(Quelle: faz.net, 17.06.2013)

VENEZUELA 2001

Die englische Zeitung The Guardian berichtete im Jahr 2002 über die Machenschaften der damaligen US-Regierung beim versuchten Staatstreich in Venezuela 2001.

guardian.co.uk, 21.04.2002

guardian.co.uk, 21.04.2002

(Quelle: theguardian.com, 21.04.2002)

Bei einer Demonstration von Oppositionellen wurden von Scharfschützen 19 Menschen getötet und 60 verletzt.

An eyewitness with military experience, who was shot himself, reported most victims being killed with precise head shots and alerted the crowds to the danger of snipers. Some of the victims (which included both opposition and Chavistas) were shot in locations not reachable from the bridge, being around corners from the main street

Ein Augenzeuge mit militärischer Erfahrung, der selbst erschossen wurde, berichtete, dass die meisten Opfer mit gezielten Kopfschüssen ermordet wurden und er machte die Menge auf die Gefahr der Heckenschützen aufmerksam. Einige Opfer (die beiden Seiten beinhaltete, sowohl Opposition als auch Chavistas/Regierungsanhänger) wurden an Örtlichkeiten erschossen, die von der Brücke [Anm.: wo sich die Polizei befand] aus nicht erreichbar waren …

(Quelle: wikipedia/Venezuelan coup d’etat)

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About valjean72

Ein Ostbayer in der Westschweiz Als gebürtiger und bekennender Oberpfälzer, der einst in Sachsen studierte, lebe ich nun mehr seit einigen Jahren im französischsprachigen Teil der Schweiz, in der Romandie. Ich hatte mich seinerzeit bewusst für diese Schweizer Region entschieden, da ich meine Französischkenntnisse auch beruflich anwenden und letztlich ausbauen wollte. Der Anlass zu diesem Blog lässt sich unschwer an meinen Beiträgen und auch am Gründungsdatum ablesen. Maßlos enttäuscht über die Berichterstattung in unseren etablierten Medien, Russland und die Ukraine betreffend - eine Berichterstattung, welche sich mir zunehmend als konzertiert propagandistisch darstellte - entschloss ich mich einen Blog anzulegen (dass meine Frau russisch spricht und vor nicht all zu langer Zeit ein Jahr auf der Krim verbrachte, hat sicherlich dazu beigetragen mich speziell für dieses Thema zu sensibilisieren). Der Hauptaspekt liegt für mich darin, alle Informationen und weiterführenden Links, die ich bisher für das Verfassen von Leserkommentaren (zumeist bei ZEIT-Online) im Internet fand, an einem Ort zu bündeln, um schnellen Zugriff darauf zu haben. Daneben ist es mir auch wichtig, dass mir nahestehende Menschen einen Einblick über Dinge bekommen, die mich bewegen und wie im Falle der Ukrainekrise auch von enormer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung auf unserem Kontinent sind.

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