Hintergründe zur Masseneinwanderung nach Kerneuropa (1)

Nach einer einjährigen Abstinenz folgt nun wieder ein Beitrag von mir und zwar zu einem so komplexen, wie auch sensibel heiklem Thema, der Flüchtlingskrise und mögliche Hintergründe, Instrumentalisierungen und politische Zielsetzungen in diesem Zusammenhang.

Erster Teil:

Kelly M. Greenhill, Professorin für Politikwissenschaften und internationale Beziehungen an der Tufts University (Boston) und Research Fellow in Harvard, veröffentlichte im Jahr 2010 ein Buch mit folgendem Titel:

Weapons of Mass Migration

Auf amazon.de sind weite Teile dieses Werkes einsehbar. Die Griffigkeit des Titels ergibt sich aus der Anlehnung an die englische Bezeichnung für Massenvernichtungswaffen: weapons of mass destruction.

Das erste Kapitel darin ist wie folgt überschrieben:

Understanding the Coercive Power of Mass Migrations

(coercive power = Macht durch Bestrafung / Macht durch Zwangsausübung)

Als Einleitung wird ein kurzer Auszug einer Rede des einstigen indischen UN-Botschafters Samar Sen aufgeführt, welche dieser 1971 vor dem UN-Sicherheitsrat hielt. Darin setzt er gezielt gelenkte Flüchtlingströme gleich mit klassischen Kriegshandlungen gegen ein solches Zielland.

2010-00-00 Kelly M. Greenhill - weopons of mass migration 01 coercion

Kelly M. Greenhill – „weapons of mass migration“ (Quelle: amazon.de)

 

Kurz zusammengefasst hat sich Kelly M. Greenhill mit der Ausnutzung, Androhung und/oder Initiierung von Flüchtlingskrisen zur Durchsetzung aussenpolitischer Ziele im Zeitraum von 1953 bis 2006 beschäftigt.

Am 17.November 2015 gab die Autorin dem deutschen Politmagazin Cicero ein Interview. Darin verwies sie auch, wie bereits in der Einleitung ihres Buches, auf Libyen unter Gaddafi:

Auszug:

2015-11-17 cicero 2

(www.cicero.de; 17.11.2015)

(www.cicero.de; 17.11.2015)

 

In diesem Zusammenhang erlaube ich mir einen kleinen Exkurs. Jene Kräfte, die den Angriff der NATO auf das prosperierende Libyen planten, mussten wissen, dass dies letztlich zu einem Zerfall der staatlichen Einheit führen und infolgedessen der Migrationsdruck auf die EU enorm ansteigen musste.

Gaddafis Libyen war für afrikanische Verhältnisse tatsächlich ein prosperierendes Land, mit kostenloser Gesundheitsversorgung, kostenlosem Bildungswesen und ambitionierten Infrastrukturprojekten wie dem Great-Man-Made-River-Projekt. Gaddafi förderte die Idee einer „Afrikanischen Union“ und hatte Pläne für die Länder Afrikas und des Nahen Ostens eine gemeinsame und von Gold gedeckte Währung einzuführen, den Gold-Dinar. Durch den für afrikanische Verhältnisse beträchtlichen Wohlstand, zog es auch viele Menschen aus dem Subsahararaum in dieses Land, um als Gastarbeiter ihr Auskommen zu verdienen.

Kurzum der lybische Staatenlenker hatte eigene – von USA und EU emanzipierte – Ideen für sein Land, für Afrika und für den gesamten islamischen Raum. Diese Ideen und die daraus bereits abgeleiteten Projekte standen im starken Widerspruch zur Globalisierung westlicher Prägung, bei welcher zuvorderst ja immer die westlichen Banken verdienen und deren Spielregeln von US-gelenkten Institutionen vorgegeben werden (IWF, Weltbank)

Das ist meines Erachtens der Hauptgrund, weshalb der libysche Staat zerschlagen wurde. Zudem wurde aber auch folgendes Signal zur Einschüchterung in die Welt gesendet:

„Wir vernichten jeden, der nicht nach unseren Regeln spielt!“

Ein anderes, komplementäres Signal verkörpert wiederum die Partnerschaft der USA mit Saudi-Arabien:

„Ihr könnt machen was ihr wollt, euch bereichern und ein mittelalterlich anmutendes Regime einrichten, solange ihr euch so verhält wir wir es erwarten (Petro-Dollar, Militärbasen)!“

Heute ist Libyen ein in einzelne Stammesteile und ein entlang konfessioneller Konfliktlinien zerfallener sogenannter Failed State. Als Nebeneffekt (?) wurde der Migrationsdruck auf die EU beträchtlich gesteigert.

Dies sind kurze, persönliche Einschätzungen, von denen ich keineswegs erwarte, dass sie jedermann teilt. Das Endgergebnis der Libyen-Intervention allerdings steht für sich. Ein ins Chaos gefallener Staat vor den Toren der Europäischen Union überträgt Unsicherheit in letztere hinein.

Zurück zum Interview mit Kelly M. Greenhill. Auf die Rolle der deutschen Bundeskanzlerin angesprochen, äusserte sie sich folgendermassen:

Kelly M. Greenhill:  Klar ist aber auch, dass man durch Signale offener Grenzen und unbeschränkter Aufnahmebereitschaft auch solche Menschen mobilisiert, die normalerweise in ihren Herkunftsländern geblieben wären.

 

Wenden wir uns nun der aktuellen Situation in Deutschland zu. Am 07.12.2015 titelte Welt-Online:

2015-12-07 welt.de - 965'000 Flüchtlinge 2

(www.welt.de; 07.12.2015)

 

Demnach sind von Jahresbeginn bis Ende November 2015 965.000 Einwanderer registriert worden. Dabei allein 206.000 im November, was wiederum verdeutlicht, dass die Dynamik seit August enorm zugenommen hat.

Der Innenminister schob zwar hinterher, dass die Zahl aufgrund von Doppelregistrierungen geringer sein können aber mit dieser Augenwischerei wollen wir uns nicht länger beschäftigen.

Es ist von ungleich entscheidenderer Bedeutung sich darüber im Klaren zu werden, dass es im Jahr 2015 neben der registrierten, gewissermassen offiziellen Einwanderung, auch eine verborgene nichtregistrierte gab und gibt.

Die Münchner Boulevardzeitung tz veröffentlichte am 9. September ein Interview mit Wilfried Blume-Beyerle, dem Leiter des Kreisverwaltungsreferates München:

2015-09-09 tz.de 2

(www.tz.de; 09.09.2015)

 

Das ist doch eine bemerkenswerte Aussage. 1000 „Flüchtlinge“ werden zur Sammelstelle Neue Messe gefahren und Stunden später sind 200 bis 300 verschwunden. Diese Leute haben sich Taxis bestellt – womit eigentlich?  – und sind auf eigene Faust weitergefahren.

Jedenfalls sollte damit jene zunächst von BILD kolportierte und vom SPIEGEL übernommene Zahl von 1,5 Millionen Einwanderen für das Jahr 2015 erreicht werden.

2015-10-07 bild.de - 1,5 Mio

(www.bild.de; 07.10.2015)

 

 

Nachfolgend ein paar Meldungen aus etablierten und alternativen Medien, die Hinweise darüber geben können, weshalb nach vier Jahren Bürgerkrieg plötzlich die Migrationsdynamik weg aus den Flüchtlingslagern hin nach Deutschland im jahr 2015 ungewöhnlich stark zunahm und im letzten Jahresdrittel abermals eine weitere aussergewöhnliche Steigerung verzeichnete.

  •  UN kappen Flüchtlingshilfen:
2015-07-03 tagesschau.de

(www.tagesschau.de; 03.07.2015)

 

2015-07-03 tagesschau.de 2

(www.tagesschau.de; 03-07.2015)

(Anmerkung: WFP = World Food Programme der UN)

 

  • US-„NGO’s“ bezahlen Schlepper:
2015-08-05 info-direkt-eu

(info-direkt.eu; 05.08.2015)

 

  • Herkunft der Twittermeldungen mit dem Hashtag #RefugeesWelcome + Germany:
2015-09-21 orientalreview.org twitter

(http://orientalreview.org; 21.09.2015) „Who is twitter-luring refugees to Germany?“

 

uncutnews_fluchthelfer

(www.info-direkt.eu; 07.08.2015; „fluchthelfer.in“ / The Ayn Rand Institute)

 

Das Ayn Rand Institute (registriert in Irvine, Californien) taucht mittlerweile nicht mehr unter dem Domain-Titel „Fluchthelfer.in“ auf. Aber nach wie vor ist die IP-Adresse in den USA lokalisiert und die Kerndaten sind identisch:

Die Domain-Nummer:         D9277273-AFIN

Die angemeldete Person:   Bernard C. Piqochet

Das Anmeldedatum:            09.03.2015

Die aufgeführte E-Mail-Adresse ist ebenso gleich geblieben und lässt auf einen deutschen Aktivisten/Strohmann namens Jean Peters alias Paul von Ribbek schliessen Adresse:  paulribbeck@riseup.net.

Die hinterlegten Daten erhielten am 01.09.2015 ein Update.

2016-01-21 domaintools_fluchthelfer

(whois.domaintools.com; 2016-01-22)

 

Die dahinterstehende Gesellschaft heisst jetzt: The Escape Institute mit Sitz in San Diego, Californien.

2016-01-21 domaintools_fluchthelfer 2

(whois.domaintools.com; 2016-01-22)

 

Die Flüchtlinge in ihrer großen Mehrheit kommen aus Ländern, die in den letzten Jahren durch – direkt oder indirekt (NATO) – von den USA angeführten Kriegen angegriffen wurden:

  • Kosovo (Jugoslawienkrieg 1999, Einsatz von Uranmunition) Mit Camp Bondsteel wurde die größte Militärbasis der US-Army in Europa errichtet. Das Land selbst ist seit der Unabhängigkeit von Mafia- Strukturen geprägt.
  • Irak (2003)
  • Afghanistan (seit 2003)
  • Pakistan (seit 2004 führen die USA Drohnenangriffe aus, die unter der Obama-Administration noch mal deutlich zugenommen haben. Immere wieder kommt es zu sogenannten „Kollateralschäden“)
  • Libyen (2011)
  • Syrien (hier wurden und werden „moderate Kopfabschneider“ von den USA und deren Proxys Saudi-Arabien und Katar aufgerüstet und mit nachrichtendienstlichen Informationen versorgt. Logistische Unterstützung – auch für den IS – kam vom NATO-Partner Türkei)

 

Die USA haben von der großen Migrationswelle im Jahr 2015 keine nennenswerte Menge an Flüchtlingen aus diesen Ländern aufgenommen. Die ZEIT schrieb in diesem Zusammenhang Anfang September 2015, dass die USA planten 10.000 Syrer aufzunehmen.

Hingegen kamen im vergangenen Jahr knapp 1,5 Millionen Menschen (registriert und nichtregistriert) nach Deutschland.

Dies wohlgemerkt bei einem Viertel der Bevölkerungszahl und einem 27-stel der Fläche der USA.

Und dann kümmert sich ein US-amerikanisches Unternehmen darum, dass wohlmeinende europäische Aktivisten Flüchtlinge nach Deutschland und Kerneuropa einschleusen. Das ist doch bemerkenswert.

 

Diese Indizien legen den Schluss nahe, dass die Masseneinwanderungswelle nach Deutschland nicht spontan entstanden ist, sondern von interessierten Stellen angeschoben wurde und dass die Migranten oder Flüchtlinge nur Mittel zum Zweck sind, sie folglich ausgenutzt und missbraucht werden, um politische Zielsetzungen zu erreichen.

Warum aber haben Spitzenpolitik und Leitmedien hierzulande über Monate hinweg unisono einen Kurs gefahren, der die Flüchtlinge noch ermutigte nach Deutschland zu kommen?

Den Menschen, die sich auf dem Weg hierher gemacht haben, ist selbstverständlich kein Vorwurf zu machen, ihre Beweggründe sind nachvollziehbar.

Allerdings kommen viele mit falschen, verklärenden – möglicherweise von bewusst lancierten – Erwartungen nach Deutschland, in der Art sie könnten studieren, bekämen ein Haus, können arbeiten etc. Das heißt, hier sind Enttäuschungen und Frust vorprogrammiert und das ist ein sehr wichtiger Aspekt, denn hier liegt Aggressionspotential.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen der Einwanderungswellen der Vergangenheit sollte es allgemeiner Wissensstand sein, dass es eine Sache ist Menschen ins Land zu holen, aber eine andere, diese auch zu integrieren. Was wiederum misslungene Integration, zumal in dieser Größenordnung, an Folgeproblemen verursachen kann, sollte ebenso weitläufig bekannt sein.

Bei ca.1,5 Millionen Menschen aus Ländern wie Syrien, dem Irak, Albanien, dem Kosovo, Afghanistan und Pakistan innerhalb eines Jahres ist das Integrationspotential eines Landes wie Deutschland weit überschritten. Erschwerend hinzu kommt, dass die wirtschaftliche Situation alles andere als rosig ist.

Momentan verbreiten die hiesigen Konzernmedien eine Meldung, die bereits im Spätsommer in verschiedenen alternativen Medien zirkulierte, nämlich dass der IS mit seiner Expansion innerhalb Syriens auch zehntausende syrische Blanko-Pässe in die Hände bekam.

Hinzu kommt der blühende Schwarzmarkt von syrischen Pässen insbesondere in der Türkei. Dies alles war interessierten Menschen längst bekannt, natürlich auch den westlichen Geheimdiensten und somit auch zumindest in Grundzügen den „Alpha-Journalisten“ unserer Leidmedien.

Hat das Medienkartell bis in den Herbst hinein mit großem Schwerpunkt beschwichtigende Meldungen über die sogenannte Flüchtlingkrise und Huldigungsadressen an die deutsche  Bundkanzlerzin veröffentlicht, so sind nun zunehmend auch Artikel wahrzunehmen, die marktschreierisch und alarmistisch ins andere Extrem ausschlagen.

2015-12-21 welt.de

(Quelle: www.welt.de; 21.12.2015)

IS erbeutete wohl Zehntausende echte Pässe

Die „Welt am Sonntag“ hatte berichtet, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien, im Irak und in Libyen mutmaßlich Zehntausende echte Passdokumente erbeutet hat.

Laut dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, ist die Gefahr aufgrund der hohen Zahl der unkontrollierten Einreisen gestiegen. Früh habe sich gezeigt, dass „auch Kriminelle die Chance der großen Flüchtlingszahlen nutzten

 

Wenn allerdings der IS solch eine Gefahr für die Länder der EU darstellt, wie uns die Massenmedien insbesondere seit dem Charlie-Hebdo-Attentat erzählen, wie um alles in der Welt konnte eine derart fahrlässig verantwortungslose und verfassungswidrige Politik der offenen Grenzen – für massenhafte und grösstenteils unkontrollierte Einwanderung aus dem Gebiet des IS – durchgeführt und von den Konzernmedien flankiert werden?

Nach meinem Dafürhalten sind die etablierten Medien in etwas eingebunden, was man politisch-medialen Komplex nennen könnte (s. auch hier).

Vordringliche Aufgabe ist es mitnichten den gewissermassen mündigen Bürger objektiv aufzuklären, sondern den Medienkonsumenten je nach Situation und Bedarf zu beschwichtigen oder eben aufzuputschen. Dies zudem – und alles andere als nebensächlich – verpackt in einem Wust aus Boulevardmeldungen, Sport und Sex und derart das begrenzte Aufmerksamkeitspotential bereits mit Belanglosem auszulasten.

So gehe ich davon aus, dass durch diese ungezügelte Einwanderung das Konfliktpotential bewusst drastisch erhöht wurde, um es ggf. zünden zu können.

Nach meiner Einschätzung stehen die Länder der EU und damit auch Deutschland vor schweren Zeiten. Die sogenannte Euro-Rettungspolitik ist gescheitert. Zwar ist es gegenwärtig ruhig, aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann Griechenland neue Kredit-Tranchen benötigt.

Die Frage ist nur, wie weit soll das griechische Volk noch zur Ader gelassen werden, bevor allgemein erkannt wird, dass diese Rettungpolitik zu allererst den Banken und den Investoren galt und gilt. Der Euro wird also crashen und große Verwerfungen und Riesenschuldenberge (für die Steuerzahler) hinterlassen.

Die Sanktionen gegen Russland treffen Mittel- und langfristig stärker die deutsche als die russische Wirtschaft. Die für die deutsche Exportwirtschaft eingebrochenen Absatzmärkte in Russland und Südeuropa können nicht mehr durch steigende Verkäufe auf dem chinesischen Markt aufgefangen werden, ganz im Gegenteil, mit den exorbitanten Wachstumszahlen Chinas ist es erst einmal vorbei. Der „VW-Skandal“ trifft mit Volkswagen einerseits ein Flaggschiff der alten „Deutschland AG“ und wird bei VW zu Arbeitsplatzverlusten führen, andererseits wird die gesamte deutsche Automobil- und Zulieferindustrie in Mitleidenschaft gezogen.
Demonstrationen gegen NATO, TTIP, Schuldgeldsystem und für eine gerechtere Wirtschaftsordnung und ein kooperativeres gesellschaftliches Miteinander treffen den Nerv des „Systems“, so dass jene Kreise, die an den Schalthebeln der Macht sitzen, ein existenzielles Interesse daran haben, dass die Menschen eben nicht in diesen grundsätzlichen Dingen aufbegehren und sich dabei zusammenschliessen.

Als nützliches Ventil kommt hier das seit dem 11. September 2001 aufgebaute Feindbild Islam ins Spiel. Die muslimischen Neueinwanderer sollen als genehmer Sündenbock herhalten, an welchem sich Volkes Zorn reiben kann, sobald der ökonomische Niedergang nicht mehr länger zu verbergen ist.

Nach der alten römischen Herrschaftsdevise: divide et impera soll zudem die Bevölkerung in verschiedene, möglichst gegensätzliche Gruppen und Splitterguppierungen gespalten werden, um so auszuschliessen, dass sich eine breite Oppositionsbewegung bildet.

Oder gibt es eventuell noch andere, tiefer greifende Beweggründe?

Zweiter Teil:

Der Goldman-Sachs-Mann und UN-Migrationsbeauftragte Peter Sutherland forderte im Jahr 2012 die Staaten der EU auf die homogene Zusammensetzung ihrer Gesellschaften zu unterhöhlen und multukulturell zu werden.

Er sieht dies als Voraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand an.

 

2012-06-21 BBC_news_Peter_Sutherland 3

(www.bbc.com; 21.06.2012)

 

2012-06-21 BBC_news_Peter_Sutherland 4

(www.bbc.com; 21.06.2012)

 

Nicolas Sarkozy, französischer Staatspräsident von 2007 bis 2012, hielt im Dezember 2008 eine Rede an der Polytechnischen Hochschule in Palaiseau, was für sich genommen, nichts besonders wäre.

Betrachtet man allerdings folgende Passage aus dieser Ansprache, so sind sowohl Inhalt als auch Wortwahl mehr als bemerkenswert, gerade auch im Kontext der aktuellen Ereignisse.

Der nachfolgende französische Text entspricht den von Sarkozy gewählten Worten, die deutsche Übersetzung hingegen stammt von mir.

Quel est l’objectif ? Ça va faire parler.

Was also ist das Ziel? Das wird noch Diskussionen auslösen.

Mais l’objectif, c’est de relever le défi du métissage.

Aber das Ziel ist es, die Herausforderung der Rassenvermischung festzustellen (anzunehmen).

Défi du métissage que nous adresse le 21ème siècle.

die Herausforderung der Rassenvermischung, die uns das 21. Jahrhundert stellt.

… Ce n’est pas un choix, c’est une obligation, c’est un impératif.

… Hierbei handelt es sich nicht um eine Wahl, sondern um eine Verpflichtung, ein Gebot (ein Muss).

On ne peut pas faire autrement

Wir können nicht anders handeln

Au risque de nous trouver confrontés à des problèmes considérables !

Auf die Gefahr hin, dass wir uns mit beträchtlichen Problemen konfrontiert sehen werden!

Nous devons changer, alors nous allons changer.

Wir müssen uns ändern, also werden wir uns ändern.

On va changer partout en même temps, dans l’entreprise,

Wir werden uns überall und gleichzeitig ändern, in den Firmen

dans les administrations, à l’éducation, dans les partis politiques.

in der Verwaltung, in der Erziehung, in den politischen Parteien.

Et on va se mettre des obligations de résultat.

Und wir werden uns Erfolgspflichten setzen.

Si ce volontarisme républicain ne fonctionnait pas,

Falls dieser republikanische Voluntarismus (Durchsetzungsfähigkeit) nicht funktionieren sollte,

Il faudra que la république passe à des méthodes plus contraignantes encore.

dann wird die Republik zu noch zwingenderen Massnahmen greifen müssen.

Auf YouTube gibt es zahlreiche Videos von diesem Diskurs. Ich habe mir einen Version mit deutschen Untertiteln heruntergeladen.

 

Beim Betrachten des Videos kam mir sofort in den Sinn, dass Sarkozy bei der Verkündigung dieser Botschaft selbst nicht wohl war in seiner Haut. Mir scheint, als wäre dies alles andere als auf seinem Mist gewachsen, und er war lediglich der Verkünder dieser von anderen Kreisen gefällten Entscheidung.

Er verwendet nicht das von Merkel so gern benutzte Adjektiv alternativlos aber er spricht von einem Impératif, welchen die Republik offensichtlich mit allen gebotenen Mitteln – und darüber hinaus – durchzusetzen habe. Allerdings gibt Sarkozy keinerlei Argumente hierfür an, ausser dass man sich anderfalls mit beträchtlichen Problemen konfrontiert sehen würde.

 

Barbara Lerner Spectre¸ Gründungsdirektorin von “Paideia – The European Institute for Jewish Studies in Sweden” wurde im Jahr 2010 vom israelischen TV-Sender IBA interviewt.

Dabei gab sie folgendes Statement ab:

Europe has not yet learned how to be multicultural. And I think we are going to be part of the throes of that transformation, which must take place. Europe is not going to be the monolithic societies that they once were in the last century. Jews are going to be at the center of that. It’s a huge transformation for Europe to make. They are now going into a multicultural mode, and Jews will be resented because of our leading role. But without that leading role, and without that transformation, Europe will not survive

(Barbara Lerner Spectre; 2010)

 

 

Laut Frau Lerner Spectre müsse Europa sich wandeln und multikulturell werden, andernfalls würde Europa nicht überleben. Dieser Transformationsprozess würde zudem von Juden geleitet werden.

Starker Tobak und abermals ohne eine nähere Begründung wieso, weshalb, weswegen dieser Prozess forciert wird, forciert werden muss.

 

Der US-amerikanische Militärstratege Thomas P. M. Barnett, veröffentlichte im Mai 2003 folgendes Buch:

2005-05-03 thomas_barnett_pentagon's_new_map

The Pentagon’s New Map“ (03.05.2015)

 

Im Erscheinungsmonat wurden Autor und Werk bereits in der ZEIT thematisiert:

Auszug:

2003-05-22 zeit_barnett 1

2003-05-22 zeit_barnett 2

www.zeit.de (22.05.2003)

 

Haben es die von der ZEIT aufgegriffenen Zitate Thomas Barnetts bereits in sich, so sind in seinem Folgebuch Aussagen enthalten, die verstören.

2006-10-03 barnett_blueprint

Blueprint for Action“ (03.10.2006)

 

 

Beide Bücher habe ich nun erworben. Durch rasches Querlesen konnte ich folgende Textstellen ausfindig machen.

 

So yes, I do account for nonrational actors in my worldview. And when they threaten violence against global order, I say: Kill them.

Jawohl, ich berücksichtige tatsächlich vernunftwidrige Akteure in meiner Weltanschauung. Doch sollten sie Widerstand gegen die globale Ordnung leisten, sage ich: Tötet sie.

… the planet is full of irrational people who will fight this „mixing of the races„, this „mongrelization of cultures„, and the „surrender of ethnic identities„.

… der Planet ist voll von irrationalen Menschen, die diese „Vermischung der Rassen„, diese „Bastardisierung der Kulturen“ und die „Aufgabe von ethnischen Identitäten“ bekämpfen werden …

… fighting this global integration process is both immoral and pointless.

… diesen globalen Integrationsprozess zu bekämpfen, ist sowohl unmoralisch als auch sinnlos.

(Quelle: Blueprint for Action, S. 282)

 

Begeben wir uns nun zurück auf den „alten Kontinent“. Die Europa-Gesellschaft Coudenhove-Kalergi zeichnete Angela Merkel im Jahr 2010 mit dem Europapreis aus.

2011-01-13 Merkel Preis 2

(Quelle: www.bundeskanzlerin.de; 13.01.2011)

Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält Europapreis

(Quelle: www.bundeskanzlerin.de, 13.01.2011)

 

„Der Preis wird alle zwei Jahre durch die Europa-Gesellschaft Coudenhove-Kalergi an führende Persönlichkeiten vergeben, die durch außerordentliche Verdienste im europäischen Einigungsprozess herausragen.

Der Europapreis geht auf den Diplomaten, Philosophen und Publizisten Richard Coudenhove-Kalergi zurück, dessen Familie in mehreren europäischen Ländern verwurzelt war und der als Begründer der modernen demokratischen Europa-Idee betrachtet wird. Er war auch maßgeblich an der Errichtung des Europarates in Straßburg beteiligt“

(Quelle: www.european-society-coudenhove-kalergi.org)

2012 erhielt der EU-Präsident Herman Van Rompuy diesen Preis  und zuletzt wurde Jean-Claude Juncker 2014 damit ausgezeichnet.

 

Bonn, Verleihung Coudenhove-Kalergi-Preis an Kohl

Bonn, 29.4.1991 Verleihung des Coudenhove-Kalergi-Preises an Helmut Kohl. Die Laudatio hält der Präsident der Paneuropa-Union Otto von Habsburg. (Bildquelle: www.wikipedia.de)

 

 

Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi (1894 – 1972) gründete im Jahr 1922 die Paneuropa-Union. Drei Jahre später, sprich 1925 veröffentlichte er sein Buch „Praktischer Idealismus“:

1925-00-00 Coudenhove-Kalergi_praktischer_Idealismus

Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi – PRAKTISCHER IDEALISMUS (Wien/Leipzig 1925)
Link zur PDF-Datei

 

Auszug:

S. 22f:  Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen.

Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen.

Der Verweis auf das alte Ägypten ist meiner Auffassung nach in Zusammenhang zu sehen, dass Coudenhove-Kalergi einer Freimaurerloge angehörte.

S. 20f:  In der Großstadt begegnen sich Völker Rassen, Stände. In der Regel ist der Urbanmensch Mischling aus verschiedensten sozialen und nationalen Elementen. In ihm heben sich die entgegengesetzten Charaktereigenschaften, Vorurteile, Hemmungen, Willenstendenzen und Weltanschauungen seiner Eltern und Voreltern auf oder schwächen einander wenigstens ab. Die Folge ist, daß Mischlinge vielfach Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, Willensschwäche, Unbeständigkeit, Pietätlosigkeit und Treulosigkeit mit Objektivität, Vielseitigkeit, geistiger Regsamkeit, Freiheit von Vorurteilen und Weite des Horizontes verbinden.

Dieser urbane Mischling [sic!] bildet nach Ansicht des Autors offenbar Charaktereigenschaften heraus, welche für die weitere Gestaltung der Weltordnung nützlich zu sein scheinen.

S. 28:  Was die Juden von den Durchschnitts-Städtern hauptsächlich scheidet, ist, dass sie Inzuchtmenschen sind. Charakterstärke verbunden mit Geistesschärfe prädestiniert den Juden in seinen hervorragendsten Exemplaren zum Führer urbaner Menschheit, zum falschen wie zum echten Geistesaristokraten, zum Protagonisten des Kapitalismus wie der Revolution.

Interessanterweise hebt Coudenhove-Kalergi bei Juden den Umstand  positiv hervor, dass sich diese eben nicht vermischt hätten (und nach wie vor nicht vermischen werden?) und dadurch Eigenschaften wie Charakterstärke und Geistesschärfe aufweisen, womit ihnen eine weltweite Führungsrolle zukäme.

S. 32f: Der Einfluss des Blutadels sinkt, der Einfluss des Geistesadels wächst.

Diese Entwicklung und damit das Chaos moderner Politik, wird erst dann ein Ende finden, bis eine geistige Aristokratie die Machtmittel der Gesellschaft: Pulver, Gold, Druckerschwärze an sich reißt und zum Segen der Allgemeinheit verwendet.

Der Kampf zwischen Kapitalismus und Kommunismus um das Erbe des besiegten Blutadels ist ein Bruderkrieg des siegreichen Hirnadels, ein Kampf zwischen individualistischem und sozialistischem, egoistischem und altruistischem, heidnischem und christlichem Geist. Der Generalstab beider Parteien rekrutiert sich aus der geistigen Führerrasse Europas: dem Judentum.

S. 49f:  Hauptträger des korrupten wie des integren Hirnadels: des Kapitalismus, Journalismus und Literatentums, sind Juden. Die Überlegenheit ihres Geistes prädestiniert sie zu einem Hauptfaktor zukünftigen Adels.

 

Offenbar gibt es eine lang angelegte Agenda die nationalen und regionalen Identitäten, zunächst der europäischen Staaten – und am Ende dieser Entwicklung aller Staaten dieser Erde – aufzulösen.

Solch entwurzelte, beliebig vermischte und überindividualisierte Menschenmassen sind dann leichter zu beherrschen und in Zaum zu halten, als traditionsbewusste, gewachsene Gemeinschaften.

Als die Soldaten Napoleons die Errungenschaften der französischen Revolution mit Säbel, Pulverdampf und Bajonetten in Europa verbreiteten, wehrten sich die als rückständig verschrieenen Tiroler Bergbauern von Anfang an gegen die französisch (-bayerische) Fremdherrschaft.

Die Tiroler, durch Mundart und überlieferte Traditionen, Geschichten und Sagen untereinander und darüber hinaus auch mit dem Land verbunden – transzendental, wenn man so will.

Diese inneren Bande, diesen Zusammenhalt warfen sie in die Waagschaale gegen die fremden Invasoren und Okkupanten. Es ist gerade diese urtümliche Widerstandsfähigkeit, die durch eine wahllos forcierte Migration abgetragen werden soll.

 

Fortsetzung:

Hintergründe zur Masseneinwanderung (2)  Freimaurer

Hintergründe zur Masseneinwanderung (3)  Eine psychotische politische Linke

Hintergründe zur Masseneinwanderung (4)  Der große Austausch

 

 

 

 

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About valjean72

Ein Ostbayer in der Westschweiz Als gebürtiger und bekennender Oberpfälzer, der einst in Sachsen studierte, lebe ich nun mehr seit einigen Jahren im französischsprachigen Teil der Schweiz, in der Romandie. Ich hatte mich seinerzeit bewusst für diese Schweizer Region entschieden, da ich meine Französischkenntnisse auch beruflich anwenden und letztlich ausbauen wollte. Der Anlass zu diesem Blog lässt sich unschwer an meinen Beiträgen und auch am Gründungsdatum ablesen. Maßlos enttäuscht über die Berichterstattung in unseren etablierten Medien, Russland und die Ukraine betreffend - eine Berichterstattung, welche sich mir zunehmend als konzertiert propagandistisch darstellte - entschloss ich mich einen Blog anzulegen (dass meine Frau russisch spricht und vor nicht all zu langer Zeit ein Jahr auf der Krim verbrachte, hat sicherlich dazu beigetragen mich speziell für dieses Thema zu sensibilisieren). Der Hauptaspekt liegt für mich darin, alle Informationen und weiterführenden Links, die ich bisher für das Verfassen von Leserkommentaren (zumeist bei ZEIT-Online) im Internet fand, an einem Ort zu bündeln, um schnellen Zugriff darauf zu haben. Daneben ist es mir auch wichtig, dass mir nahestehende Menschen einen Einblick über Dinge bekommen, die mich bewegen und wie im Falle der Ukrainekrise auch von enormer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung auf unserem Kontinent sind.

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