Diversity oder Krieg

Der Niederländer Frans Timmermans ist seit dem 1. November 2014 Erster Vizepräsident und „EU-Kommissar für Bessere Rechtssetzung, interinstitutionelle Beziehungen, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechtecharta“ in der Kommission Juncker.

Von  2012 bis 2014 war er Außenminister der Niederlande.

Am 01. Oktober 2015 hielt er eine Rede zu Migration, Kultur und Diversität anlässlich des „EU Fundamental Rights Colloquium“.

Anmerkung: das englische Wort „diversity“ (deutsch für Diversität, Verschiedenheit, Mannigfaltigkeit) hat mittlerweile Einzug in den deutschen Sprachgebrauch erhalten. Es soll offensichtlich, den mittlerweile in weiten Teilen der Bevölkerung negativ besetzten Begriff „Muliti-Kulti“ (multikulturell) ersetzten.

Die dahinterstehende ideologisch motivierte Agenda bleibt indes unverändert, wie auch die Rede Frans Timmermanns verdeutlicht.

 

(00:00 – 00:47) Diversity is now in some parts of Europe seen as a threat. Diversity comes with challenges. But diversity is humanity’s destiny. There is not going to be, even in the remotest places of this planet, a nation that will not see diversity in its future. That’s where humanity is heading. And those politicians trying to sell to their electorates a society that is exclusively composed of people from one culture, are trying to portray a future based on a past that never existed, therefore that future will never be.

„Diversity“ wird heute in vielen Teilen Europas als Bedrohung aufgefasst. Diversity bringt Herausforderungen mit sich. Aber Diversity ist das Schicksal der Menschheit! Nicht einmal in den am meisten abgelegen Orten dieses Planeten wird es zukünftig eine Nation ohne Diversity geben. Das ist es, worauf die Menschheit sich zubewegt. Und jene Politiker, die versuchen ihren Wählern eine Gesellschaft zu verkaufen, die sich nur aus Menschen einer Kultur zusammensetzt, versuchen eine Zukunft zu zeichnen, basierend auf einer Vergangenheit, die es nie gab. Daher wird es auch diese Zukunft nie geben.

Auffällig ist wie in gewohnter Manier und Chuzpe die Alternativlosigkeit bestimmter Sachverhalte und forciert angestrebter Entwicklungen propagiert werden. „Divesity“ sei nun mal das Schicksal der Menschheit und nicht einmal in den entlegensten Orten der Welt könnten sich Völker und Nationen dieser offenbar unumstösslichen Entwicklung verschliessen.

Aus – Ende –  keine Widerrede erwünscht!

(00:47 – 01:30) Europe will be diverse, like all other parts of the world will be diverse. The only question is, how do we deal with that diversity? And my answer to that is, by ensuring that our values determine how we deal with diversity and not giving up our values to refuse diversity. That will bring us down as a society.

If we don’t get this right, I truly believe Europe will not remain the Europe we built. Europe will not remain a place of peace and freedom, for very long.

 Europa wird “divers“ (multikulturell) sein, wie alle anderen Teile der Welt auch “divers”(multikulturell) sein werden. Die einzige Frage ist, wie gehen wir um mit dieser Diversity? Und meine Antwort darauf ist, indem wir versichern, dass unsere Werte bestimmen wie wir mit Diversity umgehen und nicht unsere Werte aufgeben, um Diversity abzulehnen. Dies würde uns als Gesellschaft herunterbringen.

Falls wir das nicht richtig gelöst bekommen, dann – so glaube ich wahrhaft – wird Europa nicht das Europa bleiben, wie wir es aufgebaut haben. Europa wird dann nicht mehr für sehr lange Zeit der Ort von Frieden und Freiheit bleiben.

Und da die ganze Welt diverse sein wird, wird dies natürlich auch Europa sein. Und falls „wir“, d.h. die Gesellschaften (Völker) Europas dies nicht in dem gewünschten Sinne umsetzten werden können, wird sich die Friedenszeit in Europa zu Ende neigen.

Dieser schwarze Ausblick Timmermanns lässt mich sogleich an ähnlich gelagerte Reden von Nicolas Sarkozy und Barbara Lerner Spectre denken. (Die beiden Reden wurden bereits hier thematisiert und dort sind auch die dazugehörigen Videos hinterlegt)

Aber das Ziel ist es, die Herausforderung der Rassenvermischung festzustellen (anzunehmen).

Die Herausforderung der Rassenvermischung, die uns das 21. Jahrhundert stellt.

Hierbei handelt es sich nicht um eine Wahl, sondern um eine Verpflichtung, ein Gebot (ein Muss).

Wir können nicht anders handeln, auf die Gefahr hin, dass wir uns mit beträchtlichen Problemen konfrontiert sehen werden!

(Nicolas Sarkozy am 17.12.2008 in Palaiseau)

 

Europa hat noch nicht gelernt multikulturell zu sein. Wir werden teilhaben an dieser schmerzhaften Umwandlung, die stattfinden muss! … aber ohne diese führende Rolle und ohne diese Umwandlung wird Europa nicht überleben!

(Barbara Lerner Spectre; 2010)

 

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About valjean72

Ein Ostbayer in der Westschweiz Als gebürtiger und bekennender Oberpfälzer, der einst in Sachsen studierte, lebe ich nun mehr seit einigen Jahren im französischsprachigen Teil der Schweiz, in der Romandie. Ich hatte mich seinerzeit bewusst für diese Schweizer Region entschieden, da ich meine Französischkenntnisse auch beruflich anwenden und letztlich ausbauen wollte. Der Anlass zu diesem Blog lässt sich unschwer an meinen Beiträgen und auch am Gründungsdatum ablesen. Maßlos enttäuscht über die Berichterstattung in unseren etablierten Medien, Russland und die Ukraine betreffend - eine Berichterstattung, welche sich mir zunehmend als konzertiert propagandistisch darstellte - entschloss ich mich einen Blog anzulegen (dass meine Frau russisch spricht und vor nicht all zu langer Zeit ein Jahr auf der Krim verbrachte, hat sicherlich dazu beigetragen mich speziell für dieses Thema zu sensibilisieren). Der Hauptaspekt liegt für mich darin, alle Informationen und weiterführenden Links, die ich bisher für das Verfassen von Leserkommentaren (zumeist bei ZEIT-Online) im Internet fand, an einem Ort zu bündeln, um schnellen Zugriff darauf zu haben. Daneben ist es mir auch wichtig, dass mir nahestehende Menschen einen Einblick über Dinge bekommen, die mich bewegen und wie im Falle der Ukrainekrise auch von enormer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung auf unserem Kontinent sind.

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