Archive | Dezember 2017

Das „Zentrum für politische Schönheit“ oder die zeitgemäße Form der „Heiligen Inquisition“

Im Vorfeld der Masseneinwanderungswelle vom Spätsommer/Herbst 2015 bereitete eine Gruppe von politischen Aktivisten namens „Zentrum für politische Schönheit“ überaus medienwirksam das Feld vor, um die Deutschen emotional für diese Masseneinwanderung zu gewinnen.

Medienwirksam bedeutet in diesem Fall, die wohlwollende Aufmerksamkeit der etablierten Medien. Denn was wäre die „schönste politische Aktion“ ohne mediales Echo?

So berichtete der Spiegel am 16. Juni 2015 über eine „besondere Trauerfeier“, die in Berlin abgehalten wurde:

2015-06-16 SPIEGEL_Zentrum_für_politische_Schönheit_beerdigt_Flüchtlinge_in_Berlin_SPIEGEL_ONLINE

(Quelle: SPIEGEL-Online; 16.06.2015)

 

Fünf Tage später folgte dann der „Marsch der Entschlossenen“ auf die Wiese vor dem Reichstag in Berlin.

2015-06-21_BZ_Marsch_der_Entschlossenen_Aktivisten_heben_Gräber_vor_Reichstag_aus_B.Z._Be

(Quelle: bz-berlin.de; 21.06.2015)

 

2015-06-21 TAGESSPIEGEL_Protestaktion_Die_Toten_kommen_vor_Bundestag_50_Demonstranten_beim_Marsch_de

(Quelle: TAGESSPIEGEL.de; 21.06.2015)

Auf dem Reichstag ist selbstverständlich die Inschrift : „DEM DEUTSCHEN VOLKE“ zu lesen.

Auf den Kreuzen sind folgende Inschriften angebracht:

GRENZEN TÖTEN

IN TIEFER TRAUER & VOLLER WUT

FRONTEX MÖRDER

FESTUNGEN FALLEN

(Quelle: TAGESSPIEGEL.de; 21.06.2015)

 

Als ein gutes Jahr später im Bundestag – aufgrund von Anträgen, die die Fraktionen der Grünen und der Partei „Die Linke“ eingebracht hatten – darüber abgestimmt werden sollte, ob sogenannte Flüchtlinge auch ohne gültige Visa per Flugzeug in die BRD einreisen können, bereiteten die selben Aktivisten eine weitere medienwirksame Aktion in der Hauptstadt vor.

2016-06-16 JETZT_Protestaktion_mit_Tigern_gegen_Flüchtlingspolitik_Flüchtlinge_jetzt.de_Int

(Quelle: jetzt.de; 16.06.2016)

 

An 1. August 2015 wurde Philipp Ruch, der Gründer dieser als Aktionskünstler camouflierten Aktivisten-Truppe, von der „taz“ interviewt:

2015-08-01 TAZ_PROTEST_In_Deutschland_ist_man_zynisch_und_lethargisch_sagt_Philipp_Ruch_der_G

(Quelle: taz.de; 01.08.2015)

 

Nun im November 2017 hat das „Zentrum für politische Schönheit“ nach eigenem Verständnis die Kammer ordentlich hochgeheizt.

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v

(Quelle: SPIEGEL-Online; 22.11.2017)

 

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 02

(Quelle: SPIEGEL-Online; 22.11.2017)

 

Aufhänger dieser Aktion war folgender Ausspruch des AFD-Politikers anlässlich einer Rede im Januar 2017:

Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.

(Quelle: SPIEGEL-Online; 22.11.2017)

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 00a

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Höcke wurde der Ausdruck „Denkmal der Schande“ vom polit-medialen Establishment dahingehend ausgelegt, dass er gemeint hätte, es wäre grundsätzlich eine Schande solch ein Denkmal zu errichten.

Allerdings ist Höcke keineswegs ein sogenannter Holocaust-Leugner, ihm ging es vielmehr darum, den Standort für dieses Mahnmal zu kritisieren und dies insbesondere vor dem Hintergund der omnipräsenten Schwarzzeichnung der deutschen Geschichte. Im Herzen einer Hauptstadt werden für gemeinhin identitätsstiftende und für das kollektive Bewusstsein einer Nation positiv belegte Denkmäler errichtet.

Führen wir uns doch einmal vor Augen wie Rudolf Augstein, der 2002 verstorbene Gründer und Herausgeber des Magazins DER SPIEGEL, im November 1998 dieses Mahnmal bezeichnete und was er davon hielt:

1998-11-30 SPIEGEL_Wir_sind_alle_verletzbar_DER_SPIEGEL_49_1998

(Quelle: SPIEGEL-Online; 30.11.1998)

 

Die Zeiten haben sich merklich geändert und was noch vor 19 Jahren sagbar war, würde heute die öffentliche Aussätzigkeit nach sich ziehen.

Wenden wir uns wieder dem Spiegel-Artikel vom 22. November 2017 und der Aktion des Mini-Mahnmals vor Höckes Haustür zu.

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 00 1

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Zunächst fällt auf, dass dieses „Mahnmal“, zum Zeitpunkt als der Verfasser obigen Artikels darüber schrieb, noch gar nicht enthüllt war. Woher wusste der SPIEGEL-Journalist also, was sich unter der Verhüllung befand?

Wenn wir nun folgenden Artikel von ZEIT-Online vom 29. November 2017 hinzuziehen, tritt die Erklärung für das allzu frühzeitige Informiertsein mancher Journalisten schnell zutage.

2017_12_01_ZEIT_ONLINE_Nachrichten_Hintergründe_und_Debatten_Internet_Explorer_00

(Quelle: ZEIT-Online; ScreenShot von der Startseite; 29.11.2017)

 

Von journalistischer Distanz und Objektivität kann hier längst keine Rede mehr sein und man gibt sich auch gar nicht mehr groß Mühe diesen Anschein aufrecht zu erhalten, bzw. erachtet diese Kaschierung nicht mehr für notwendig.

Offizielle Politik, Leitmedien und sogenannte NGO’s (Non-Governmental-Organizations / Nicht-Regierungs-Organisationen), bzw. gepamperte Künstlergruppen ziehen an einem Strang und treiben gemeinsam eine Agenda voran. Der Unterschied liegt meist nur noch darin, daß NGO’s und Künstlergruppen schriller auftreten und noch radikalerer Schritte propagieren als es die offizielle Politik ohnehin schon ausführt.

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(Quelle: ZEIT-Online; 29.11.2017)

 

Der nächste auffällige Aspekt ist, dass geradezu beiläufig erwähnt wird, dass Höcke in seinem privaten Anwesen (und damit auch seine Familie über 10 Monate hinweg) oberserviert wurde. Vorangestellt wird diesem Sachverhalt eine Umschreibung seiner Persönlichkeit, die ihn bewußt in einem wenig sympathischen Licht erscheinen lassen, gleichsam um Mitgefühl mit dieser „Unperson“ nach Möglichkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen.

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(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Es handelt sich hier glasklar um eine Straftat, darüber hinaus um eine Einschüchterungs- und Zersetzungsmaßnahme, wie man es Geheimdiensten totalitärer Regime zutraut.

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 01a

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Der dritte Aspekt, dem ich mich in diesem Blogbeitrag gesondert widmen will, tritt aus folgendem Abschnitt des SPIEGEL-Artikels hervor:

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 01b

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Die Anmaßung, sich selbst die Rolle eines „Zivilgesellschaftlichen Verfassungsschutzes“ zu verleihen und die ausbleibende journalistische Kritik sollen uns hier nicht weiter interessieren.

Was aus obigem Zitat frappierend deutlich zutage tritt, ist der quasi-religiöse Aspekt, der dem Schuldkult und Schuldstolz inne wohnt.

Wenn Höcke vor dem Denkmal öffentlich auf die Knie geht und um Vergebung bittet, dann werde das „Zentrum für politische Schönheit“ Gnade walten lassen.

Auch die „Heilige Inquisition“ zeigte sich mitunter gnädig, falls der Häretiker/Ketzer noch rechtzeitig seiner Irrlehre abschwor und das ihm hingehaltene Kruzifix küsste.

Wenn er vor dem Denkmal auf die Knie fällt und für die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg um Vergebung bittet, wollen wir der Ernsthaftigkeit seiner Läuterung glauben. Dann lösen wir den Zivilgesellschaftlichen Verfassungsschutz vorerst wieder auf und veröffentlichen keine pikanten Details aus seinem Leben.

(Zitat von Philipp Ruch vom „Zentrum für politische Schönheit“ Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Im nächsten Abschnitt greife ich in diesem Zusammenhang ein Zitat des israelischen Militärhistorikers Martin van Creveld auf.

 

Tatsächlich wurde ich zum ersten Mal auf van Crefeld über einen Beitrag auf Sezession.de aufmerksam. Dieser Beitrag wiederum setzte sich mit einem, in der „Jungen Freiheit“ publizierten, Kommentar dieses Miltärhistorikers auseinander.

2017-05-21 JUNGEFREIHEIT_Vergangenheit die nicht vergehen will_01

(Quelle: JungeFreiheit.de; 21.05.2017)

 

Im Leserkommentarbereich auf Sezession.de schrieb ein Diskursteilnehmer, daß es sich bei Martin van Creveld um einen „Deutschenfreund“ handle.

Na, da wollen wir doch mal sehen, was dieser „Deutschenfreund“ in Bezug auf Deutsche so von sich gibt:

2017-05-21 JUNGEFREIHEIT_Vergangenheit die nicht vergehen will_02

(Quelle: JungeFreiheit.de; 21.05.2017)

 

Nun, wenn schon ein vermeintlicher Freund der Deutschen so etwas von sich gibt, dann möchte man gar nicht wissen, was erst ein „Deutschenfeind“ zu äußern vermag.

Andersrum kann man auch sagen: wer solche Freunde hat, braucht nun wahrlich keine Feinde mehr.

Auch hier tritt das (quasi-) religiöse Element des Schuldkultes nur allzu deutlich an die Oberfläche:

Durch die Verbrechen, die in ihrem Namen von 1933 bis 1945 begangen wurden, haben sich die Deutschen selbst ans Hakenkreuz genagelt, so wie Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Doch wurde Jesus am selben Tage abgenommen, die Deutschen aber werden hängen bleiben, solange die menschliche Erinnerung dauert, ohne die Hoffnung, die Vergangenheit jemals hinter sich lassen zu können.

(Zitat von Martin van Creveld; Quelle: JungeFreiheit.de; 21.05.2017)

 

Der renomierte Historiker Rolf Peter Sieferle wählte im September 2016 den Freitod. Sein posthum veröffentlichter Essayband „Finis Germania“ gelang rasch auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, wurde sodann entfernt und verkaufte sich unverdrossen weiterhin prächtig.

 

2017-07-25_DEUTSCHLANDFUNK_Finis_Germania_von_Bestsellerliste_genommen_Der_Bärendienst_des_Spiegel_In

(deutschlandfunkkultur.de; 25.07.2017)

 

2017-07-25_Finis_Germania_und_die_SPIEGEL_Bestsellerliste_In_eigener_Sache_SPIEGEL_ON

(Quelle: SPIEGEL-Online; 25.07.2017)

 

Über den Autoren:

 

2017-05-12_FAZ_Am_Ende_rechts_F.A.Z._PLUS

(Quelle: FAZ.net; 12.05.2017)

 

Ausgewählte Auszüge aus „FINIS GERMANIA“:

Aus der Kollektivschuld der Deutschen, die auf „Auschwitz“ zurückgeht, folgt ebenfalls der Aufruf zur permanenten Buße, doch fehlt dieser säkularisierten Form der Erbsünde das Element der Gnade und Liebe vollständig. Der Deutsche ähnelt daher nicht dem Menschen, dessen Schuld durch die Liebe Gottes zwar nicht revidiert, aber kompensiert wird, sondern dem Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und der für alle Zeiten in der Finsternis verharren wird.

(Quelle: Rolf Peter Sieferle: „FINIS GERMANIA„; Verlag Antaios; S. 66)

 

Das Drama bleibt daher von alttestamentarischer Härte. Adam Hitler wird durch keinen Jesus aufgehoben; man würde einen solchen Jesus wohl auch schleunigst kreuzigen. Die Schuld bleibt daher total, wird von keiner Gnade kompensiert.

Dieses sündenbeladene Volk, das sich dieser Schuld niemals entledigen kann, „die Vergangenheit nicht entsorgen darf“, fällt nun wie zu erwarten, in die Hände der Priester. Ihre Aufgabe ist es zu mahnen, zu erinnern und den Mythos wachzuhalten.

(Quelle: Rolf Peter Sieferle: „FINIS GERMANIA„; Verlag Antaios; S. 71)

 

Die Deutschen, die ihre gnadenlose Schuld anerkennen, müssen dagegen von der Bildfläche verschwinden, müssen zum immerwährenden Mythos werden, um ihre Schuld zu sühnen. Der ewige Nazi wird als Wiedergänger seiner Verbrechen noch lange die Trivialmythologie einer postreligiösen Welt zieren. Die Erde aber wird von diesem Schandfleck erst dann gereinigt werden, wenn die Deutschen vollständig verschwunden, d.h. zu abstrakten „Menschen“ geworden sind.

(Quelle: Rolf Peter Sieferle: „FINIS GERMANIA„; Verlag Antaios; S. 69)

Inbesondere aufgrund dieser Passagen wurde FINIS GERMANIA in der veröffentlichten Meinung als rechtsradikales Machwerk abgetan. Führt man sich hingegen allein obig aufgeführte Zitate von Philipp Ruch und Martin van Creveld vor Augen, so wird deutlich, daß Sieferle alles andere als falsch lag, sondern – im Gegenteil – geradezu einen entscheidenden Nerv getroffen hatte.

 

Der britisch-jüdische Publizist Paul Eisen äusserte sich im November 2012 folgendermaßen hinsichtlich religiöser Komponenten des Holocaust:

Wir sind mit einer neuen, weltlichen Religion konfrontiert, ein falscher Gott mit erstaunlicher Macht, seine Anbetung zu befehlen. Und wie die Kreuzigung mit dem Kreuz, die Auferstehung usw., hat der Holocaust Schlüsselelemente und heilige Elemente – das Vernichtungsgesetz, die Gaskammern und die sakralen sechs Millionen. Es sind diese Elemente, die den heiligen Holocaust umfassen, den Juden, Zionisten und andere anbeten und den die Revisionisten ablehnen (anzubeten).

(P. Eisen: „How I became a Holocaust denier„)

 

Die 89jährige Ursula Haverbeck wurde Ende November 2017 zu einer vierzehnmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, einfach aus dem Grund, daß sie nicht an (die Richtigkeit der offiziellen Geschichtsschreibung in Bezug auf) den Holocaust glaubt und dies öffentlich bekundet.

2017-11-28_ZEIT_Volksverhetzung_Gefängnisstrafe_für_Holocaustleugnerin_Ursula_Haverbeck_ZEIT_

(Quelle: ZEIT-Online; 28.11.2017)

 

Die NDR-Sendung Panorama führte im März 2015 ein längeres Interview mit Frau Haverbeck. Ein kurzer Auschnitt davon wurde in der Fernsehsendung ausgestrahlt und eine deutlich längere Fassung dieses Interviews war über die Mediathek der ARD abrufbar.

 

 


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