Die polnische Falle

Vor einiger Zeit stieß ich im Internet auf zwei bemerkenswerte historische Photographien. Anlässlich des Todes des polnischen Staatschefs Jozef Pilsudski am 12. Mai 1935 fand ein paar Tage später in Berlin eine feierliche Gedenkveranstaltung statt, zu welcher auch Adolf Hitler zugegen war.

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„Adolf Hitler attending memorial service of Polish First Marshall Jozef Pilsudski in Berlin, 1935.“ (rarehistoricalphotos.com)

Zu diesem Anlass wurde symbolisch ein Sarg aufgebahrt, über welchem die polnische Flagge samt polnischem Adler gelegt wurde.

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„This was the only time that Fuhrer attended a holy mass as a leader of the Third Reich and probably one of the last times when he was in a church.“ (rarehistoricalphotos.com)

Diese Bilder zeigen eine sehr respekt- und würdevolle Veranstaltung zum Gedenken des kurz vorher verstorbenen polnischen Staatsführers. Sie passen somit ganz und gar nicht in das offizielle Geschichtsbild, welches der Welt seit Generationen vermittelt, dass die deutschen „Nazis“ Polen – wie Slawen – allgemein als „Untermenschen“ betrachteten, welche es zu erobern, auszubeuten, mithin auszurotten gelte. Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass obige Aufnahmen weder in den etablierten Medien, noch im Schulunterricht auf bundesdeutschen Schulen thematisiert werden.

Ein kurzer Exkurs in diesem Zusammenhang:

Allein, wenn man sich die ethnisch heterogene Zusammensetzung der Waffen-SS, immerhin einer kämpfenden Eliteeinheit des damaligen Deutschlands, vor Augen führt, ist die den „Nazis“ unterstellte, pauschale und totale Geringschätzung sämtlicher nicht-germanischer Völker nicht aufrechtzuerhalten.

Nachfolgende Abbildung zeigt ein Werbeplakat für die „Französische Freiwilligenlegion gegen den Bolschewismus (L.V.F.)“ aus dem Jahr 1942.

Zu erkennen sind marschierende Soldaten mit den Fahnen Finnlands, Belgiens, Spaniens, Frankreichs, des Deutschen Reichs, Italiens, Ungarns und Schwedens vor der Silhouette einer brennenden Stadt, allesamt überhöht durch einen französischen Ritter mit dem Emblem der L.V.F. auf seinem Schild.

Darunter auf Französisch „LA GRANDE CROISADE – LÉGION des VOLONTAIRS FRANCAIS contre le BOLCHEVISME“ (Der große Kreuzzug – Französische Freiwilligenlegion gegen den Bolschewismus). Wohlgemerkt. „gegen den Bolschewismus“ und nicht gegen das Slawentum.

Diese französische Freiwilligenlegion wurde später unter dem Namen „Division Charlemagne“ in die Waffen-SS eingegliedert.

Die letzten Verteidiger der Berliner Innenstadt und damit auch der Reichskanzlei sowie des Hauptsitzes der SS in der Prinz-Albrecht-Straße waren Angehörige der französischen 33. SS-Division „Charlemagne“ und der skandinavischen 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“, die bis zur Kapitulation Berlins am 2. Mai 1945 kämpften.

(Quelle: de.wikipedia.org)
2020_05_21_23_05_05_Die_letzten_Tage_des_2._Weltkrieges_1945_in_Fotos_Politik_SZ.de
(Quelle: Sueddeutsche.de)

Nun mag man eventuell einwenden, dass die „Nazis“ zwar Nord-, West- und auch Südeuropäer achteten aber die osteuropäischen Slawen als minderwertig einstuften. Doch es gab auch Slawen, vor allen Dingen Ostslawen, welche in der Waffen-SS kämpften, wie folgendes ukrainisches Plakat aus dieser Zeit verdeutlicht.

A recruitment poster for the 14th Waffen Grenadier Division, which recruited Ukrainians and fought on the Eastern Front.
A recruitment poster for the 14th Waffen Grenadier Division, which recruited Ukrainians and fought on the Eastern Front. (Source: warisboring.com)

Sehen wir uns zu diesem Sachverhalt eine Primärquelle an. Über einen Artikel der Internetseite RUSSIA-INSIDER.com wurde ich auf ein maßgebliches Buch zur Erziehung der Angehörigen der Hitler-Jugend aufmerksam.

2019-11-16-russia-insider_this_nazi_book_of_advice_for_young_german_men_puts_our_rotten_jewish_influenced_
(Quelle: russia-insider.com, 16.11.2019)

Helmut Stellrecht (1898 – 1987) wurde 1934 zum Obergebietsführer im Stab der Reichsjugendführung ernannt, wodurch er wesentlich für die „politische Schulung“ der Hitlerjugend verantwortlich war.

2020_05_21_22_41_00_TE0062_Stellrecht_Helmut_Glauben_und_Handeln_Ein_Bekenntnis_der_jungen_Nati
(Helmut Stellrecht –„Glauben und Handeln. Ein Bekenntnis der jungen Nation“, Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., Berlin 1943, PDF)

 Ein Auszug daraus unter dem Kapitel: „Rasse“:

In Deutschland sind verschiedene einander verwandte europäische Rassen zusammengestossen. Aus ihren Wurzeln wuchs ein Stamm. Jede Rasse nährte ihn aus ihrer besten Kraft. Jede hat an der deutschen Seele gebildet. Wir Deutsche haben den Kampfgeist, den Zug in die Ferne, das „eine Sache um ihrer selbst willen tun“ von der nordischen Rasse. Aber an der Heimeligkeit unserer alten Städte, dem Tiefinnerlichen im deutschen Wesen hat eine andere Rasse gewirkt. Das Zauberreich der Musik, in dem der Deutsche König ist, hat wieder eine andere Rassenseele erschlossen, und das Einordnungsvermögen, den schweigenden Gehorsam, gab uns wieder einen andere. Wir können niemand schelten, wenn er verschiedenes Rassegut in sich trägt, denn die deutsche Seele trägt es auch, und sie hat daraus den unermesslichen Reichtum geschöpft, den sie vor allen anderen Völkern besitzt. Aus dieser Seele wuchs die Größe unseres Reichs. Aber herrschend in Deutschland und vorherrschend in der Seele jedes Deutschen muss das bleiben, was uns die nordische Rasse gab.

(Quelle: Helmut Stellrecht – „Glauben und Handeln. Ein Bekenntnis der jungen Nation“, Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., Berlin 1943, S.7-9)

Diese Passage stellt nach meinem Verständnis die kolportierte Rassenideologie der Nationalsozialisten in ein deutlich anderes Licht. Hier ist nicht die Rede von einem Herrenvolk oder einem Übermenschentum, welches dazu berechtige, minderwertigere Rassen zu versklaven oder gar auszurotten. Die herausragenden Vertreter dieser Weltanschauung waren sich offensichtlich darüber durchaus bewusst, dass das klassische Deutschland nicht allein von verschiedenen germanischen Stämmen geformt wurde, sondern dass auch andere europäische Völkergruppen wie Kelten und Römer (im Süden und Westen), Slawen (im Osten) sowie Balten (im äußersten Nordosten) im deutschen Volkskörper aufgingen und diesen mitprägten. Hinzu kamen Einwanderungswellen, insbesondere nach Preußen vom 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Die französischen Hugenotten, welche im 17. und 18. Jahrhundert nach Preußen kamen und sehr bald preußische Patrioten wurden, sind hier beispielhaft zu nennen.

Kommen wir zurück zu Polen und zunächst zum „polnischen Trauma“, den Teilungen Polens Ende des 18. Jahrhunderts. Dies ist notwendig, um die Situation nach dem 1. Weltkrieg besser verstehen zu können.  

Das Königreich Polen bildete von 1596 bis 1795 gemeinsam mit dem Großherzogtum Litauen eine Personalunion. Dieser Vielvölkerstaat mit einem für europäische Verhältnisse beträchtlichem Staatsgebiet, bei welchem die Polen allerdings nur eine von vielen Minderheiten stellten, verfügte über ein Parlament (den Sejm) und war als Wahl-Monarchie verfasst, d.h. der Adel wählte in freier Wahl einen Herrscher.  

Sämtliche Beschlüsse, Gesetzesvorgaben mussten das Parlament allerdings einstimmig passieren. Es galt das sogenannte „Liberum Veto“ und infolge dessen scheiterte bereits beim geringsten Einspruch eines einzigen Parlamentsmitgliedes ein ganzes Vorhaben.  

In diesem System mit Wahlmonarchie und parlamentarischen Vetorecht war Bestechung Tür und Tor geöffnet. 1697 ließ sich der Kurfürst von Sachsen, August III. („Der Starke“) zum König von Polen wählen.

Das „polnische Abenteuer“ ihres Landesherren kam die Sachsen teuer zu stehen. Aus der sächsischen Staatskasse flossen Unsummen an Bestechungsgeldern an den polnischen Adel und an kirchliche Würdenträger Polens (in der Regierungszeit Augusts etwa 39 Mio. Reichstaler)

(Quelle: de.wikipedia.org)

Das gesteigerte Bewusstsein des Adels für die massiven innen- und außenpolitischen Probleme Polens führte dann zur Zeit von August III. zu einer Fülle von Reformvorschlägen beider Parteien, die allesamt scheiterten

(Quelle: de.wikipedia.org/Liberum Veto)

Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde die Rzeczpospolita durch das Liberum Veto zunehmend handlungs- und reformunfähig, was den Nachbarn die Erste Teilung Polens ermöglichte.

(Quelle: de.wikipedia.org/Polen-Litauen)

Der Staat Polen-Litauen wurde schließlich in insgesamt drei Schritten (1772, 1793, 1795) unter seinen Nachbarn Russland, Preußen und Österreich aufgeteilt und verschwand somit komplett von der Landkarte.

(Quelle: de.wikipedia.org/Die Teilungen Polens, bearbeitetes Bild größer: hier)

Die russischen Gebietsgewinne sind in grünen, jene Preußens in blauen und die Österreichs in gelben Farbtönen dargestellt.

Zur besseren Übersichtlichkeit habe ich obige Karte ein wenig bearbeitet: der östliche Teil, der an Rußland ging, wurde gekürzt. Die Hauptstädte von Pommern und Schlesien (Stettin und Breslau), sowie die beinahe ausschließlich von Deutschen bewohnte Hansestadt Danzig, wurden rot unterstrichen. Warschau, Vilnius/Wilna (Hauptstadt Litauens) sowie Brest-Litowsk (weissrussische Stadt an der Grenze zu Polen) und Lemberg (Westukraine) wurden blau unterstrichen.

Nachdem Napoleons Truppen 1805/1806 sowohl Österreich als auch Preußen besiegten, hob Napoleon den polnischen Staat wieder aus der Versenkung hervor, indem er 1807 (also gerade einmal 12 Jahre nach der dritten und letzten Teilung) das Herzogtum Warschau schuf.

Dieses bestand im Wesentlichen aus jenen Gebieten, die anlässlich der zweiten und der dritten Teilung Polens an Preußen und Österreich zugesprochen wurden. Dieser Staat war tatsächlich in großer Mehrheit von Polen bewohnt.

(Quelle: wikimedia.org, bearbeitetes Bild größer: hier)

Danzig wurde von Napoleon aus Preußen herausgelöst.

Nach Artikel 19 des Tilsiter Friedensvertrages war Danzig in einem Umkreis von zwei deutschen Meilen von Napoleon I. zur Freien Stadt unter dem Schutz der Könige von Preußen und Sachsen erklärt worden. Der sächsische König Friedrich August I. war dabei zugleich Herzog des Herzogtums Warschau

(Quelle: de.wikipedia.org/Republik Danzig)

Nach Frankreichs endgültiger Niederlage wurde die Landkarte Europas auf dem „Wiener Kongress“ im Jahre 1815 neu geordnet. In diesem Zuge wurde das sogenannte „Kongresspolen“ geschaffen, ein polnischer Staat als konstitutionelle Monarchie, welches allerdings eng mit dem Russischen Zarenreich verbunden, von diesem abhängig und so gesehen kein eigenständig souveräner Staat war. Der russische Zar war in Personalunion König von Polen.

Das Territorium dieses polnischen Staates war im Prinzip jenes von Napoleon geschaffene Herzogtum Warschau abzüglich der Provinz (Herzogtum) Posen. Danzig wurde wieder preußisch.

(Quelle: wikimedia.org)

Nach dem 1. Weltkrieg schufen die alliierten Siegermächte 1919 in Versailles einen neuen polnischen Staat. Gemäß des 14-Punkte-Plans des US-Präsidenten Woodrow Wilson vom Januar 1918 sollte ein unabhängiger polnischer Staat errichtet werden, „der alle Gebiete einzuschließen hätte, die von unbezweifelbar polnischer Bevölkerung bewohnt sind; diesem Staat sollte ein freier und sicherer Zugang zur See geöffnet werden“. (vgl. WELT.de, 08.12.2019, hier)

Das mit „unzweifelhaft polnisch“ war allerdings keineswegs einfach umzusetzen, wie folgende Abbildung der Verteilung der Sprachen im nordöstlichen Mitteleuropa um 1910 zeigt.

Ausschnitt aus „Verteilung der Sprachen in Mittel-, Ost- und Südeuropa um 1910“:

(Quelle: Putzger „Historischer Weltatlas“, Cornelsen 1990, S.99)
(Quelle: Putzger „Historischer Weltatlas“, Cornelsen 1990, S.99)

Auf folgender Darstellung sehen wir nun, hervorgehoben in oranger Farbe, jenen polnischen Staat, welchen die Alliierten 1919 aus der Taufe hoben.

(Quelle: WELT.de; 08.12.2019)

Im Westen wurden die beiden preußischen Provinzen Posen (komplett) und Westpreußen (zu 62%) ohne Volksbefragung dem Deutschen Reich entrissen. War das Herauslösen Posens noch vertretbar, widersprach das Abtrennen Westpreußens vehement dem postulierten Ziel des Selbstbestimmungsrechts der Völker. Die größten Städte des Polen zugesprochenen Teils Westpreußens, Thorn und Graudenz, wiesen eine deutliche deutsche Mehrheit auf. Insgesamt war das Verhältnis Deutsche zu Polen & Kaschuben ausgeglichen bei ca. 50:50.

Auf Betreiben Polens wurde zudem die Hansestadt Danzig, entgegen dem Willen seiner Bürger aus Deutschland herausgelöst und dem Völkerbund unterstellt.  

Rot-Grau schraffiert sind jene Regionen, in welchen auf Anordnung der Alliierten Volksabstimmungen hinsichtlich der Zugehörigkeit durchgeführt wurden.  Die festgelegte Ostgrenze sollte die nach dem britischen Diplomaten benannte „Curzon-Line“ sein. Wobei von den Alliierten zwei Varianten diskutiert wurden, eine die im Süden westlich der ukrainischen Stadt Lemberg und eine die östlich davon verlief.

Westlich davon [Anm.: der Curzon-Line] war Polnisch die Sprache der relativen Mehrheit der Bevölkerung, östlich überwogen dagegen Weißrussisch, Ukrainisch, Litauisch, Russisch und Jiddisch. Doch für die polnischen Politiker war die Sprache nicht das entscheidende Argument. Ihnen schwebte vielmehr das Großreich der Polnisch-Litauischen Union vor Augen, …

Vor allem die Möglichkeit, dass Polen auf Lemberg verzichten sollte, brachte Warschaus nationale Gemüter in Wallung. Clemenceau, für den ein starkes Polen als Gegengewicht zu Deutschland von strategischer Bedeutung war, setzte sich daher für die östliche Variante ein.

(Quelle: WELT.de; 08.12.2019)

Diese Diskussionen wurden allerdings sehr bald obsolet, da Polen Tatsachen schuf, indem es mittels Kriegen gegen die Sowjetunion und gegen Litauen die polnische Ostgrenze weit nach Osten verschob und eroberte Ländereien kurzerhand annektierte (s. blaugraue Gebiete in obiger Darstellung)  

In Gelb sind schließlich die deutschen Ostgebiete markiert, die Deutschland 1945 nach Beschluss der Siegermächte verlor und die allesamt (bis auf das nördliche Ostpreußen) Polen zugesprochen, d.h. genauer gesagt „unter polnische Verwaltung“ gestellt wurden. Wohlgemerkt als Kompensation für die 1919-1921 annektierten Gebiete, die Stalin wieder Polen wegnahm der Sowjetunion einverleibte.  

Diese eigenmächtige und gewaltsame Expansion Polens wurde von den Alliierten stillschweigend geduldet, was wiederum den polnischen Chauvinismus bestärken sollte. Dies sollte später noch von Bedeutung sein, schließlich war der Gebietshunger Polens noch nicht gestillt.

(Quelle: WELT.de; 08.12.2019)

Während der Verhandlungen 1919 in Versailles äusserte sich der britische Premierminister Lloyd George folgendermaßen über polnische Forderungen in Bezug auf deutsche Territorien:

Der Vorschlag der polnischen Kommission, 2,1 Millionen Deutsche der Aufsicht eines Volkes von anderer Religion zu unterstellen, das noch niemals im Laufe seiner Geschichte die Fähigkeit zu stabiler Selbstregierung bewiesen hat, muß meiner Beurteilung nach früher oder später zu einem neuen Krieg in Osteuropa führen.

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“, S.385, PDF)

Polen bekam diese Gebiete samt 2,1 Millionen Deutscher per alliiertem Federstrich schließlich zugesprochen. Gut drei Jahre später waren es allerdings nur mehr 1,2 Millionen Deutsche, die es in diesem Polen aushielten.

Dazu gehörte alltägliche Gewalt ebenso wie die Entlassung deutscher Arbeiter und Angestellter, die sukzessive Enteignung durch ein Vorkaufsrecht im Erbfall oder die Schließung deutscher Schule

(Quelle: Stefan Scheil – „Polen 1939: Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug“, S.39)

Gerd Schultze-Rhonhof geht davon aus, dass die Alliierten vorsahen, dass sich Polen als europäischer Vielvölkerstaat nach Art der Schweiz entwickelt. Diese Einschätzung teile ich nicht (wir werden später noch einmal darauf zurückkommen). So oder so Polen hatte ohnehin ganz andere Vorstellungen, wie sich sehr bald herausstellen sollte.

Das fremde Element wird sich umsehen müssen, ob es nicht anderswo besser aufgehoben ist.

(Zitat des späteren Kultusministers Polens Stanislaw Grabski aus dem  Jahr 1919, Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages, „Deutsche Minderheiten in der Zwischenkriegszeit“, 2009, S.10, PDF)

Man macht im neuen Polen nicht einmal den Ansatz des Versuchs, die großen Minderheiten der Deutschen, Juden, Weißrussen und Ukrainer für das eigene Land zu gewinnen. Polen wird vielmehr zu einem Staat, in dem die Titularnation versucht, das Drittel der Staatsbürger, die ethnisch keine Polen sind, mit Zwangsmaßnahmen zu polonisieren oder zur Auswanderung zu bewegen. Das Bemühen, die Identität der Deutschen, Juden, Weißrussen, Litauer und Ukrainer zu zerstören, dreht Haß und Terror in einer Spirale fast zwei Jahrzehnte lang nach oben. Statt daß die Polen als stärkste Kraft im Lande Aussöhnung und Normalisierung suchen, hält ihr Chauvinismus alle Wunden offen.

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“, S371/372, PDF)

Die „Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages“ beziffern die Anzahl der in Polen lebenden Deutschen etwas geringer, gleichwohl gehen auch sie von einer deutlichen Verringerung dieser Zahl in den 1920er und 1930er Jahren aus.

So kam es zwar im Februar 1921 zu einer antideutschen Demonstration in Bromberg,  in deren Folge deutsche Geschäfte und die Redaktionsräume der lokalen deutschen  Zeitung angegriffen wurden, und im Juni 1921 plünderte ein polnischer Mob in Ostrowo 50 deutsche Häuser und Geschäfte, ohne dass die örtliche Polizei eingriff.

(Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages, „Deutsche Minderheiten in der Zwischenkriegszeit“, 2009, S.10, PDF)

Allein der Umgang des offiziellen Polens mit den nun innerhalb seiner Grenzen lebenden Deutschen machte einen Ausgleich mit dem Deutschland der Weimarer Republik unmöglich. So wurden die Grenzziehungen im deutschen Osten von keiner deutschen Regierung der Weimarer Republik anerkannt

Die angespannte Sicherheitslage, Terror und Gegenterror in Oberschlesien vor und während des Plebiszits am 20. März 1921 kosteten auf beiden Seiten ca. 3000 Menschen das Leben. Am 20. November 1920 ermordeten polnische Nationalisten Theofil Kupka, den sie als Verräter ansahen, weil er vom Weggefährten zum Leiter des Bundes der Oberschlesier geworden war. Aber auch nach der Volksabstimmung in Oberschlesien (Stimmenverhältnis: 700.605 bzw. 59,6 % für Deutschland, 479.359 bzw. 40,4 % für Polen) besserte sich die Lage kaum.

(Quelle: de.wikipedia.org/Aufstände_in_Oberschlesien)

Polen erreichte schließlich, dass der östliche und industriell äußerst wertvolle Teil Oberschlesiens (nach dem Ruhrgebiet das bedeutendste Industriezentrum für Kohle und Stahl Deutschlands) ebenfalls von Deutschland abgetrennt und Polen zugesprochen wurde. Dies führte schließlich zum Rücktritt der Regierung unter Reichskanzler Joseph Wirth im Oktober 1921.  

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich die miserable Gesamtsituation zu vergegenwärtigen, der sich die Deutschen in dieser Zeit ausgesetzt sahen. Das Deutsche Reich, welches von allen europäischen Großmächten für diesen Krieg am wenigsten verantwortlich zu zeichnen ist (s. meinen Blogbeitrag zu diesem Sachverhalt: hier) wurde von den Siegermächten gedemütigt und zum Alleinschuldigen abgeurteilt.

Die britische Seeblockade, die zu mehreren Hunderttausend zivilen Opfern führte, wurde über den Waffenstillstand vom November 1918 hinaus bis zur Unterzeichnung des Versailler „Friedensvertrages“ im Juni 1919 aufrechterhalten. Deutschland verlor seine Kolonien, zudem wurde die Handelsflotte aufgelöst und es zu astronomischen Reparationszahlungen verurteilt.

Die Basis zur Berechnung dieser Reparationszahlungen war die Wirtschaftsleistung des Deutschen Reiches vor dem Krieg, mit all seinen internationalen Handelsbeziehungen, der ausgebauten Handelsflotte, seinen Kolonien, sowie nicht zuletzt dem oberschlesischen Industrierevier.

Darüber hinaus war Deutschland nach diesem verheerenden 1. Weltkrieg ausgeblutet und bis ins Mark getroffen.

Es war der jungen Weimarer Republik schlicht nicht möglich unter diesen Voraussetzungen die gewaltigen Reparationen gemäß dem Versailler „Vertrag“ zur erfüllen. Dies führte im Jahr 1923 schließlich zur Besetzung des Ruhrgebietes durch französische Truppen.

Am 8. März 1921 besetzten französische und belgische Truppen in der gemäß Friedensvertrag entmilitarisierten Zone des Rheinlands die Städte Duisburg und Düsseldorf. Damit schuf sich Frankreich die Ausgangsbasis für eine mögliche Besetzung des gesamten rheinisch-westfälischen Industriegebiets …

Als am 9. Januar 1923 die Reparationskommission erklärte, die Weimarer Republik halte absichtlich Lieferungen zurück (unter anderem seien 1922 nur 11,7 Millionen statt der geforderten 13,8 Millionen Tonnen Kohle und nur 65.000 statt 200.000 Telegraphenmasten geliefert worden), nahm Frankreich dies zum Anlass, in das Ruhrgebiet einzumarschieren

(Quelle: de.wikipedia.org/Ruhrbesetzung)

Diese französische Aggression gegenüber einem wehrlos ohnmächtigen Deutschland, bei stiller Duldung/Gutheißung seitens Großbritanniens und der USA, ließ einige einflussreiche Menschen in Polen Morgenluft wittern, im Hinblick auf eine weitere Revidierung der polnischen Westgrenze auf Kosten Deutschlands.  

So schrieb der polnische Generalstabsoffizier Henryk Baginski im Jahr 1927:

Es wird niemals Frieden in Europa geben, bis Preußen ausradiert ist und die deutsche Hauptstadt von Berlin nach Frankfurt am Main verlegt wurde, da Berlin auf slawischem Land steht. Nur mit einer Revision der slawischen Niederlage kann Deutschland sicher niedergehalten werden.24

(Quelle: Stefan Scheil„Polen 1939: Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug“, S.41/42)

„Berlin auf slawischem Land“  

Um das Jahr 900 (also noch vor der Existenz eines polnischen Staates) reichte das Siedlungsgebiet westslawischer Stämme tatsächlich weit über die Oder in Richtung Westen, bis hin zur Elbe. Viele Deutsche Städte in diesem Raum weisen auf einstige slawische Siedlungen hin: z.B. Berlin, Leipzig, Dresden.  

Dies war einigen polnischen Nationalisten in der Zwischenkriegszeit Rechtfertigung genug, auch diese Gebiete Deutschlands für Polen in Anspruch zu nehmen. Dabei wird außer Acht gelassen, dass die west-slawische Besiedlung sehr dünnflächig erfolgte und keine Städte, sondern zumeist nur kleine Dörfer und Weiler hervorbrachte. Im Zuge der deutschen Ostsiedlung vom 12. bis ins 14. Jahrhundert wurden diese wenigen Slawen schließlich assimiliert, d.h. sie wurden Deutsche.  

Vom 14. Jahrhundert bis 1945 waren es Generationen von Deutschen (darunter auch germanisierte Slawen), die den einstigen Deutschen Osten erschlossen und enorme zivilisatorische Lesitungen vollbrachten: zahlreiche Städte wurden nach Lübecker und Magdeburger Recht gegründet; Kirchen, Dome, Stadtbefestigungen, Burgen und Schlößer wurden errichtet; Land wurde urbar gemacht, Sümpfe trocken gelegt, Kanäle, Brücken, Straßen und Eisenbahnwege gebaut.

Darüber hinaus „vergisst“ diese polnisch-nationalistische Geschichtsschreibung, dass vor den westslawischen Stämmen, bereits germanische Stämme zwischen Elbe, Oder und Weichsel siedelten:  

Germanische Dialektgruppen im 1. Jahrhundert nach Christus:

In dunkelgrüner Farbe ist die ostgermanische Dialektgruppe abgebildet. Diese Stämme siedelten im 1. Jahrhundert hauptsächlich zwischen den Flüssen Oder und Weichsel. Zur Orientierung: An der Mündung der Weichsel in die Ostsee liegt Danzig. Am mittleren Lauf der Weichsel liegt Warschau.

1930 schreibt die Piłsudski-nahe Zeitschrift MOCARSTWOWIEC (Die Liga der Großmacht):

Wir sind uns bewußt, daß Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. Die heutige Generation wird sehen, daß ein neuer Sieg bei Tannenberg in die Seiten der Geschichte eingeschrieben wird. Aber wir werden dies Tannenberg in den Vorstädten von Berlin schlagen.

Unser Ideal ist, Polen mit den Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen. Es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“, S.377, PDF)

Von Anbeginn der Existenz des neuen Polens verfolgte die polnische Führung die Idee, mittels eines militärischen Angriffs zusammen mit Frankreich und ggf. mit England, Deutschland weiter „zusammenzurücken“.

Daß Piłsudski bereit war, militärisch sowohl gegen das Weimarer Deutschland wie den frühen Nationalsozialismus vorzugehen, ließ er in London und Paris immer wieder wissen, „zweimal im Jahr“, wie Robert Vansittart, der damalige Amtschef des britischen Foreign Office, später etwas spöttisch schrieb.

(Quelle: Stefan Scheil„Polen 1939: Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug“, S.48)

Am 27.Oktober 1932 schrieb der polnische Außenminister Jozef Beck folgendes an Pilsudski:

Schon morgen wird es zu spät sein, Deutschland die angestammten polnischen Gebiete zu entreißen, die man heute noch der Republik zurückbringen kann!40

(Quelle: Stefan Scheil – „Polen 1939: Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug; S.50)

Marschall Piłsudski unternimmt 1933 drei Versuche, Frankreich zu einem gemeinsamen Angriffskrieg gegen Deutschland zu bewegen. Die Versuche sind als „Piłsudskis Präventivkriegspläne“ in die Geschichtsschreibung eingegangen

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“, S.380, PDF)

Da Frankreich Piłsudski wiederholt abblitzen lässt und nicht bereit ist, zusammen mit Polen gegen Deutschland vorzugehen, ändert Piłsudski Polens Außenpolitik grundlegend. Am 9. Januar 1934 wird der deutsch-polnische Freundschafts- und Nichtangriffspakt geschlossen.  

Dennoch bringt dieser Schritt keine wirkliche und vor allen Dingen keine dauerhafte Entspannung.

1934 läßt die Polnische Akademie der Wissenschaften Bildpostkarten drucken, die den Polenkönig Boleslaw Chrobry vor einer Landkarte Polens zeigen, auf der Deutschland mit Ostpreußen, Schlesien, Pommern, der Mark Brandenburg und Lübeck als Westteils Polens zu erkennen ist. Im aufgedruckten Text steht:

 „In Polen lebt der Geist von Boleslaw dem Tapferen. Der kleinste Staub polnischen Bodens kehrt wieder zum Mutterland zurück.“

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“, S.377, PDF)

Schulze
(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg der viele Väter hatte“, S.378)

Das gleiche Bild aus einer anderen Quelle mit besserer Auflösung:

Polnische Gebietsforderungen 1934

Hitler hingegen suchte eine Annäherung mit Polen und war zu Zugeständnissen bereit, zu welcher keine deutsche Regierung der Weimarer Republik bereit gewesen war.

Hitlers Verhalten gegenüber Polen von 1933 bis 1939 stellt eine Wende der deutschen Außenpolitik nach Osten dar. Die Regierungen vor 1933 hatten stets gefordert, die deutschen Ostgrenzen zu Lasten Polens zu verändern. […] Ein Hebel dieser Politik ist vor 1933 die Annäherung Deutschlands und der Sowjetunion gewesen. Hitler dagegen sucht Annäherung an Polen und Abstand zur Sowjetunion. Auch Adolf Hitler will die Revision der Grenzen, doch er beschneidet Deutschlands Forderungen von vornherein auf ein – wie er glaubt – für Polen akzeptables Minimum: die Rückkehr der Stadt Danzig, die ohnehin nicht Teil des Staates Polen ist, und exterritoriale Verkehrswege durch den Korridor.

Hitler hofft, die Polen mit langem Atem zu Zugeständnissen in der Danzig-Korridor-Frage zu bewegen, wenn er ihnen für ihre eigenen Ambitionen freie Hand in Osteuropa gibt. Hitlers Rechenfehler dabei ist zu glauben, daß die Polen den Verzicht auf das ehemals deutsche Westpreußen und auf eine Grenzkorrektur in Oberschlesien für ein Entgegenkommen halten.

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg der viele Väter hatte“, S.409, PDF)

Im Zusammenhang mit Danzig ist es zunächst einmal interessant, sich das Ergebnis der Volkszählung von 1923 vor Augen zu führen. Ganze 95% der Befragten gaben als Muttersprache deutsch an!

(Quelle: wikipedia; Bild bearbeitet groß: hier)

Danzig was founded in the early 14th century and was historically the key port at the mouth of the great Vistula River. From the beginning Danzig was inhabited almost exclusively by Germans, with the Polish minority in 1922 constituting less than 3% of the city’s 365,000 inhabitants. The Treaty of Versailles converted Danzig from a German provincial capital into a League of Nations protectorate subject to numerous strictures established for the benefit of Poland. The great preponderance of the citizens of Danzig had never wanted to leave Germany

(Quelle: unz.com, John Wear – „Why Germany invaded Poland“, 15.01.2019)

Zwar gehörte die alte Hansestadt von 1454 bis 1791 formell zu Polen, stand unter dessen Schutzherschaft und genoß weitgehende Autonomierechte.

Die Bürger Danzigs waren allerdings in all dieser Zeit in großer Mehrheit ethno-kulturell Deutsche.

Es gibt auf Wikipedia eine Liste der Bürgermeister Danzigs von 1342 bis heute. Von 1342 bis 1945 trugen sämtliche Bürgermeister deutsche Namen. (Liste auf: deutsch, englisch, polnisch)

Im Oktober 1938 unterbreitete Deutschland ein überaus faires Einigungsangebot:

Germany presented a proposal for a comprehensive settlement of the Danzig question with Poland on October 24, 1938. Hitler’s plan would allow Germany to annex Danzig and construct a superhighway and a railroad to East Prussia. In return Poland would be granted a permanent free port in Danzig and the right to build her own highway and railroad to the port. The entire Danzig area would also become a permanent free market for Polish goods on which no German customs duties would be levied. Germany would take the unprecedented step of recognizing and guaranteeing the existing German-Polish frontier, including the boundary in Upper Silesia established in 1922. This later provision was extremely important since the Versailles Treaty had given Poland much additional territory which Germany proposed to renounce. Hitler’s offer to guarantee Poland’s frontiers also carried with it a degree of military security that no other non-Communist nation could match.[8]

(Quelle: unz.com, John Wear – „Why Germany invaded Poland“, 15.01.2019)

Von Polen kommt allerdings keinen Reaktion. Am 5. Januar 1939 empfängt Hitler schließlich den polnischen Außenminister in seiner Privatresidenz auf dem Obersalzberg.

Hitler spekuliert bei diesem Treffen noch immer auf eine gewisse Dankbarkeit für Oderberg und Teschen. Er unterbreitet ein zweites Mal den Vorschlag vom Oktober und bietet erneut die Anerkennung der verlorenen Gebiete als polnischen Bestand. Er verlangt dafür Danzig und exterritoriale Transitwege.106 Den Danzig-Vorschlag bringt Hitler auf die Formel:

„Danzig kommt politisch zur deutschen Gemeinschaft und bleibt wirtschaftlich bei Polen.“ 107

Selbst der Korridor soll dabei polnisch bleiben. Auch diesmal kommt ihm der polnische Außenminister kein Stück entgegen. Doch er sichert Hitler zu, „er wolle jedoch das Problem gerne einmal in Ruhe überlegen“.108

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg der viele Väter hatte“, S.393, PDF)

Angesichts des feindseligen internationalen Umfelds ist es Deutschland allerdings unmöglich Polen zu einer Einigung zu bewegen.

Im Januar 1939, als Deutschland noch immer nur Danzig und die Transitwege fordert und dafür den endgültigen Verzicht auf Westpreußen, Posen und Ost-Oberschlesien anbietet, lehnt Frankreich eine solche Lösung ab. Zu diesem Zeitpunkt kann es noch nicht um eine Bestrafung Deutschlands für die Besetzung der Tschechei gegangen sein. Es geht den Franzosen erkennbar darum, die Reste von Versailles zu erhalten und eine endgültige Aussöhnung der Deutschen und der Polen zu verhindern.

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg der viele Väter hatte“, S.394, PDF)

Im Laufe des Jahres spitzt sich die Lage der deutschen Minderheit immer mehr zu, so dass Adolf Hitler in der deutschen Öffentlichkeit zunehmend unter Druck gerät.

„Illoyale und staatsfeindliche“ Deutsche werden zu Tausenden nach Innerpolen transportiert und in Lagern konzentriert. Polnische Betriebe entlassen massenweise Arbeiter mit deutscher Muttersprache. Junge Deutsche bekommen keine Arbeitsplätze. Eine große Zahl deutscher Firmen muß auf Anordnung der Behörden schließen. In vielen Städten boykottiert man deutsche Läden. Selbst polnische Soldaten ziehen als Boykottposten „unter Waffen“ vor den Geschäften auf …

Zu allem Überfluß beschießt polnische Schiffs- und Küstenartillerie in drei Fällen zivile Lufthansa-Passagiermaschinen über offener See …

Die Demonstrationen der Danziger für ihre Wiedervereinigung mit Deutschland wollen nicht mehr enden. Im Juli und August setzt eine Flüchtlingswelle von „Volksdeutschen“ nach Deutschland ein, die sich, wie kurz vor dem Bau der Mauer 1961 in Berlin, von Tag zu Tag verstärkt. Am 17. August zählt man inzwischen über 76.000 Flüchtlinge an den polnisch-deutschen Grenzen und weitere 18.000 auf Danziger Gebiet.

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg der viele Väter hatte“, S.417, PDF)

Nachdem dieser Vorschlag im Laufe des Jahres 1939 wiederholt Polen unterbreitet und von Polen konsequent missachtet wurde, legt Hitler am 30. August 1939 einen sechsten und letzten Vorschlag vor. Dabei setzte er Polen nun ein Ultimatum, um endlich in Verhandlungen einzutreten.

Dieses letzte Angebot ist nun ein Stück weniger generös. Der sogennnate Korridor zwischen Pommern und Ostpreußen soll nicht mehr automatisch an Polen fallen, sondern die dort lebende Bevölkerung soll per demokratischem Votum (mittels einer Abstimmung) selbst entscheiden, ob sie beim polnischen Staat verbleiben oder zu Deutschland gehören will.

Dies ist aber nach wie vor ein großzügiger Vorschlag, insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich die ethnische Zusammensetzung dieses Gebietes seit 1919 eindeutig zugunsten Polens veränderte, nicht zuletzt aufgrund der Repressalien des polnischen Staates gegen die dort ansässigen Deutschen.

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg der viele Väter hatte“, S.403)

Allerdings wünschten einflussreiche Kreise keine deutsch-polnische Einigung.

Der amerikanische Präsident will 1939 eine Danzig-Einigung verhindern oder Krieg. Sein Botschafter in England Josef Kennedy hat im Dezember 1945 rückblickend auf seine Zeit in London gesagt:

„Weder die Franzosen noch die Briten hätten aus der deutsch-polnischen Frage einen Kriegsgrund gemacht, wenn nicht Washington dauernd gebohrt hätte.“12

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg der viele Väter hatte“, S.532, PDF)

Aufschlussreich in diesem Kontext ist ein später veröffentlichter Tagebucheintrag von James Forrestal.

James Forrestal (1992 – 1949) war von 1944 – 1947 Minister der US-Marine und von 1947 bis zu seinem Tod im Jahre 1949 US-Verteidigungsminister. Seine Tagebuchaufzeichnungen wurden posthum veröffentlicht.

27. Dezember 1945: „Ich habe heute mit Joe Kennedy Golf gespielt [Joseph P. Kennedy, der in den Jahren unmittelbar vor dem Krieg Roosevelts Botschafter in Großbritannien war]. Ich fragte ihn nach seinen Gesprächen mit Roosevelt und Neville Chamberlain ab 1938. Er sagte, Chamberlains Position im Jahr 1938 sei, dass England nichts zu kämpfen habe und dass es keinen Krieg mit Hitler riskieren könne. […]

Gemäß Kennedy äußerte Chamberlain, dass Amerika und das Weltjudentum  England in den Krieg gezwungen hätten. In seinem Telefongespräch mit Roosevelt  im Sommer 1939 forderte der Präsident ihn immer wieder auf, Chamberlain Eisen in den Hintern/auf den Rücken zu legen. Kennedys Antwort war immer, dass es nicht gut wäre, wenn man ihm Eisen in den Hintern legte, wenn die Briten kein Eisen hätten, mit dem sie kämpfen konnten, und das hatten sie nicht …

Tagebucheintrag von J. Forrestal vom 27.12.1945; Quelle: „The Forrestal diaries“, New York, 1951, S. 121 f., kindle-e-book (Positionen 2462-2472)

Zum Tod James Forrestals ist auf Wikipedia folgendes vermerkt:

(Quelle: de.wikipedia.org; 18.11.2018)

Die USA unter Roosevelt wollten also keine polnisch-deutsche Einigung in Bezug auf Danzig und übten dahingehend auch Druck auf England aus.

Polen erhielt von England am 30. März 1939 schließlich eine bedingungslose (!) Beistandsgarantie, sollte es zu einer militärischen Auseinandersetzung mit Deutschland kommen und es sah deshalb keinerlei Veranlassung, auf die deutschen Vorschläge konstruktiv zu reagieren.

Dieser „Blanko-Scheck“ war in England keineswegs unumstritten, wie folgende Zitate belegen.

British diplomat Roy Denman called the war guarantee to Poland “the most reckless undertaking ever given by a British government. It placed the decision on peace or war in Europe in the hands of a reckless, intransigent, swashbuckling military dictatorship.”[14]

British historian Niall Ferguson states that the war guarantee to Poland tied Britain’s “destiny to that of a regime that was every bit as undemocratic and anti-Semitic as that of Germany.”[15]

English military historian Liddell Hart stated that the Polish guarantee “placed Britain’s destiny in the hands of Poland’s rulers, men of very dubious and unstable judgment. [16]

(Quelle: unz.com, John Wear – „Why Germany invaded Poland“, 15.01.2019)

Diese „bedingungslose Rückendeckung“ Englands ermunterte Polens Chauvinisten in ihrer harten, anti-deutschen Politik fortzufahren, wie auch folgende historische Abbildung aus dem Frühjahr 1939 verdeutlicht.

(Quelle: G. Schultze-Rhonhof: „1939 – Der Krieg der viele Väter hatte“, S.379, bearbeitet)

(Bildschirm-Foto von Dr. Stefan Scheils Facebook-Seite, Eintrag vom 01.02.2020)

So kam es also im September zum deutsch-polnischen Krieg, wobei sich die Polen im Vorfeld dieses Krieges keinesweges als wehrlose Opfer empfanden. Im Gegenteil, sie rechneten sich durchaus Chancen aus diese Auseinandersetzung siegreich zu bestehen.

Nachfolgend ein Zitat von Genral Woijech Jaruzelski (1923 – 2014, polnisches Statsoberhaupt von 1985 bis 1990), welches ein geradezu euphorisches, seine eigenen Möglichkeiten krass überschätzendes Bild in Polen zeichnet, im Vorfeld eines kommenden Krieges gegen Deutschland:

Doch damals wünschten wir uns diesen Krieg herbei. Wir konnten endlich zeigen, wozu wir fähig sind, wir würden Helden sein, wir gingen überall hin, wo wir gebraucht würden, um zu kämpfen, und wir würden diesen Deutschen zeigen, mit wem sie es zu tun hatten. Manchmal, wenn wir erfuhren, daß jemand eine neue Friedensinitiative gestartet hatte, oder wenn die Spannungen nachgelassen hatten, fragten wir uns: „Wozu soll das gut sein?“. Verpassen wir den Deutschen eine Tracht Prügel, marschieren wir nach Berlin und damit Schluß! Unser Alter und eine im wesentlichen romantische Vorstellung von der Geschichte – „Wie hübsch ist doch der Krieg“ – waren die Gründe für diese totale Leichtfertigkeit. Die Wahrheit sollte uns auf grausame Weise aus diesen Träumen reißen. Doch das kam später.

(Quelle: sputniknews.com, Wolfgang Effenberger – „Putin vs. Polen“, 20.01.2020, zitiert aus Woijech Jaruzelski: „Mein Leben für Polen“, 1993)

Auch nach der raschen Niederlage gegen Deutschland, ließen diese polnischen Kreise (nun als polnische Exilregierung in England) nicht von ihren raumgreifenden Phantasien ab.

(Bildschirm-Foto von Dr. Stefan Scheils Facebook-Seite, Eintrag vom 02.09.2019)

Die polnische Delagation hatte bereits 1919 in Versailles die deutschen Kolonien in Afrika für Polen gefordert. Später kam noch die Idee hinzu, ebenfalls Madagaskar zu erhalten, um die polnischen Juden dorthin umzusiedeln.

Als Deutschland Polen angriff, erklärten sowohl Frankreich als auch Großbritannien Deutschland sogleich den Krieg. Als zwei Wochen später die Rote Armee in Ostpolen einmarschierte, erfolgte keine Kriegserklärung Frankreichs und Großbritanniens an die UdSSR. Weshalb nicht?

In diesem Zusammenhang erachte ich folgende Passage aus Stefan Scheils Buch „Polen 1939“ für sehr aufschlussreich:

Aus Washington berichtete Jerzy Potocki, der Botschafter vor Ort, schon seit einem Jahr über wachsende Kriegsentschlossenheit gegen Deutschland. Seine Berichte um die Jahreswende 1938/39 waren in bezug auf diese Angelegenheit dann derart antisemitisch gehalten, daß man sie für eine Erfindung der deutschen Propaganda halten könnte, die sie später nach deren Erbeutung in Warschau ja auch für ihre Zwecke verwendete. Potocki bestätigte darin mehrfach ausdrücklich die Vorurteile der NS-Führung über das Zustandekommen der außenpolitischen Entscheidungen in Washington und den Einfluß jüdischer Gruppen und Personen darauf: „Die amerikanische Öffentlichkeit ist einer ständigen alarmierenden Propaganda ausgesetzt, welche unter jüdischem Einfluß steht und andauernd das Gespenst der Kriegsgefahr heraufbeschwört; auf diese Weise haben sich  im Vergleich mit dem vorigen Jahren die Amerikaner in ihrer Haltung zu den Problemen der Außenpolitik gewandelt.

Potocki behauptete mehr oder weniger, daß die amerikanische Öffentlichkeit in weitem Umfang in jüdischer Hand sei, und versuchte das in diesem Bericht mit Umfrageergebnissen zu belegen. Drei Tage später ging er in einem weiteren Bericht nach Warschau erneut auf das Thema ein, spottete über die laufende Kampagne gegen Deutschland und die „totalitären Staaten“, weil die Sowjetunion aus dieser Kampagne völlig ausgeschaltet sei und dem Publikum als zum demokratischen Lager gehörend dargestellt würde . Es werde gezielte eine Kriegspsychose geschürt.

(Quelle: Stefan Scheil – „Polen: 1939, – Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug“; S. 59/60)

Schlußfolgerung

Im Gegensatz zu Gerd Schultze-Rhonhof (dem für sein umfangreiches und erstklassig recherchiertes Werk nicht genug zu danken ist) gehe ich nicht davon aus, dass den Allierten mit der Gründung des neuen polnischen Staates 1919 in Versailles eine zweite mittel-osteuropäische Schweiz vorschwebte.

Das alte imperiale Prinzip „divide et impera“ (teile und herrsche), auf welches sich die antiken Römer, sowie die Briten jener Zeit meisterhaft verstanden, wurde auch in Versailles umgesetzt. Wie in den ehemaligen Kolonialgebieten in Afrika und Arabien, wo Grenzen mit dem Lineal mitten durch Stammesgebiete gezogen wurden, wurde auch die deutsch-polnische Grenze bewusst so gelegt, dass es zwangsläufig zu Spannungen führen musste. Spannungen, die man bei Bedarf anschüren kann.

Die von den Westalliierten eingegangenen Beistandsverpflichtungen in Bezug auf Polen waren im Kern weniger pro-polnisch, sondern in erster Linie anti-deutsch.

Polen wurde von den Anglo-Zionisten in seinen eigenen, teils zum Größenwahn neigenden, chauvinistisch expansiven (im Kern: anti-deutschen) Bestrebungen motiviert und alsdann wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen. England und Frankreich erklärten zwar Deutschland den Krieg aber sie unternahmen nichts, um Polen militärisch zurseite zu stehen.

Meiner Einschätzung nach bestand der lang angelegte Plan gerade darin, über die Opferung Polens, folgende Ziele zu erreichen:

a) Deutschland den Krieg erklären zu können.

b) Deutschland der Weltöffentlichkeit, allen voran den Gesellschaften westlich-demokratischer Staaten als eroberungswütigen, eiskalten Aggressor darzustellen.

b) Polen als staatlichen Puffer zwischen der Sowjetunion und dem deutschen Kernland aufzulösen

c) und nicht zuletzt der Roten Armee für den geplanten Angriff auf Deutschland (und darüber hinaus) eine signifikante Frontlinie mit dem Deutschen Reich einzuräumen.


(Bildschirm-Foto von Dr. Stefan Scheils Facebook-Seite, Eintrag vom 08.05.2020)

(Quelle: Russia-Insider.com, 20.11.2019)

Sonntag, 22. Oktober 1939

Ich machte einen Spaziergang im Garten, der in seiner herbstlich roten und goldenen Glut einen unvergleichlichen Anblick bot, und unterhielt mich mit Lionel de Rothschild, der überaus freundlich war. Er empfahl als Kriegsziel, Deutschland den Juden zu überlassen und die Deutschen unter den anderen Völkern dieser Erde aufzuteilen, mit anderen Worten, die Rollen der beiden Völker zu vertauschen. „Aber dann“, entgegnete ich, „werden sich die Juden in Deutschland darüber beschweren, daß die Deutschen die internationale Finanzwelt beherrschen!“

Zitat von Sir John Rupert Colville aus : John Colville – „Downing Street Tagebücher 1939 – 1945“, Goldmann Verlag 1985, S. 31)

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Über valjean72

Ein Ostbayer in der Westschweiz Als gebürtiger und bekennender Oberpfälzer, der einst in Sachsen studierte, lebe ich nun mehr seit einigen Jahren im französischsprachigen Teil der Schweiz, in der Romandie. Ich hatte mich seinerzeit bewusst für diese Schweizer Region entschieden, da ich meine Französischkenntnisse auch beruflich anwenden und letztlich ausbauen wollte. Der Anlass zu diesem Blog lässt sich unschwer an meinen Beiträgen und auch am Gründungsdatum ablesen. Maßlos enttäuscht über die Berichterstattung in unseren etablierten Medien, Russland und die Ukraine betreffend - eine Berichterstattung, welche sich mir zunehmend als konzertiert propagandistisch darstellte - entschloss ich mich einen Blog anzulegen (dass meine Frau russisch spricht und vor nicht all zu langer Zeit ein Jahr auf der Krim verbrachte, hat sicherlich dazu beigetragen mich speziell für dieses Thema zu sensibilisieren). Der Hauptaspekt liegt für mich darin, alle Informationen und weiterführenden Links, die ich bisher für das Verfassen von Leserkommentaren (zumeist bei ZEIT-Online) im Internet fand, an einem Ort zu bündeln, um schnellen Zugriff darauf zu haben. Daneben ist es mir auch wichtig, dass mir nahestehende Menschen einen Einblick über Dinge bekommen, die mich bewegen und wie im Falle der Ukrainekrise auch von enormer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung auf unserem Kontinent sind.

2 Antworten zu “Die polnische Falle”

  1. Einer der schon länger hier lebt sagt :

    Die „Ur-Version“ des 1. Weltkrieges ist schon Makulatur, WK2 wackelt auch schon – nur in der Bundesrepublik klammert man sich noch an die „Alleinschuld“.
    Die offizielle Version von WK 2, der letztlich die Fortsetzung von WK 1 war, liest sich wie ein Marvel-Comic: „Captain America vs. evil Nazis“. Wer soll das noch ernst nehmen? Hitler, den ich durchaus nicht unkritisch sehe, begann 1939 mit dem Bau der Münchner U-Bahn und dem Seebad Prora für 10 oder 20.000 Urlauber auf Rügen. Sowas macht man nicht, wenn man vorhat, gerade „die Welt zu überfallen“. Übrigens beharrten alle Weimarer Regierungen gegenüber Polen auf der Rückkehr zu den Grenzen von 1914.

    Ob die Wahrheit bis zum 100jährigen Jahrestag 2039 völlig auf dem Tisch liegen wird? Und ob es dann noch ein deutsches Volk gibt? Und ein französisches, englisches, italienisches usw?

    Ich bewerte es positiv, daß immer mehr Leute aus dem Mainstream ausscheren, egal mit welchem Thema, man kommt dann leicht von einem zum anderen: Thorsten Schulte, Xavier Naidoo, Atila Hildmann, Robbie Williams… da kommen sicher noch mehr ins Lager der „Geächteten“. Gut so! Andere bleiben artig im genehmigten Meinungskorridor, schließlich will man weiter in die öffentlich-rechtlichen Schwätzrunden eingeladen werden… bis jetzt. Man wird sehen.

    Vielleicht sind wir mit Covid-19 bereits in einer Art neuen Dämmerkrieg? Vielleicht macht Merkel einfach weiter per Notstandsgesetz.
    Warum nicht? Sie konnte ja schließlich auch eine Wahl rückgängig machen und Gesetze beliebig außer Kraft setzen (September 2015)… warum also nicht einfach weitermachen…? Wer weiß…

    • valjean72 sagt :

      Sie bringen da vieles pointiert auf den Punkt!

      Folgender Satz zielt meiner Auffassung nach auf einen entscheidenden Sachverhalt:

      Ob die Wahrheit bis zum 100jährigen Jahrestag 2039 völlig auf dem Tisch liegen wird? Und ob es dann noch ein deutsches Volk gibt? Und ein französisches, englisches, italienisches usw

      Denn ich meine tatsächlich, dass die Lügen in Zusammenhang mit der offiziell vermittelten Geschichtsschreibung allmählich zu bröckeln beginnen.

      Die Machtstrukturen müssen zunehmend mehr Energie aufbringen, um diese Lügen aufrechtzuerhalten. Das Bewusstsein der Menschen schreitet allerdings voran, so meine ich zumindest. Aber ob es schnell genug voranschreitet, das ist die entscheidende Frage.

      Diese COVID-19-Geschichte (COmbined Vaccination & IDentification) kann vor diesem Hintergrund als ein willkommener Anlass gesehen werden, der dem «System» die Möglichkeit einräumt, totalitäre Strukturen durchzudrücken, um das aufkommende kritische Bewusstsein zu deckeln.

      Allerdings liegt in dieser Corona-Thematik auch durchaus die Chance, dass über die unverhältnismässigen Massnahmen mit fatalen volkswirtschaftlichen Auswirkungen, bei einer doch eher harmlosen Erkältungserkrankung, viele Menschen zur kritischen Reflektion angeregt werden.

      Andererseits könnten sich diese «Machtstrukturen» genötigt sehen, eine zweite und dann gefährlichere Viruswelle loszulassen, um die Kritiker verstummen zu lassen und die Menschen weiterhin zu disziplinieren.

      Hitler, den ich durchaus nicht unkritisch sehe, begann 1939 mit dem Bau der Münchner U-Bahn und dem Seebad Prora für 10 oder 20.000 Urlauber auf Rügen. Sowas macht man nicht, wenn man vorhat, gerade „die Welt zu überfallen“.

      Ein sehr interessanter und wichtiger Hinweis!

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