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Der „Eurovision Song Contest 2016“ im Zeichen politischer Einflussnahme

Gestern wurde er wieder zelebriert, der alljährliche Stumpfsinn in Form eines europäischen Liederwettbewerbes.

Dieses Jahr trug die Ukraine den Titel davon:

spiegel.de jamala

(Quelle: spiegel.de; 15.05.2016)

 

Zweifelos eine politisch motivierte Entscheidung, wie auch folgende Passage aus dem Spiegel-Artikel meines Erachtens ungewollt offenlegt.

spiegel.de jamala 2

(Quelle: spiegel.de; 15.05.2016)

 

Weder wurde die Krim im jahr 2014 annektiert, noch kam es zu Vertreibungen. Der Schreiberling macht sich auch gar nicht die Mühe irgendwelche Belege – und seien sie noch so hanebüchen – für diese harschen Aussagen anzuführen. Es reicht Behauptungen einfach in den Raum zu stellen, diese immer wieder bei passender oder auch unpassender Gelegenheit zu wiederholen.

Steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein und durch zähes Wiederholen der angeblichen russischen Missetaten wird schon etwas beim Publikum hängenbleiben. So das Kalkül der Meinungsmacher in den hiesigen Massenmedien.

Dass Stalin Georgier und kein Russe war und die Vertreibung der Krimtataren im Kriegsjahr 1944 keinen russisch-völkischen oder nationalistischen Hintergund hatte, wissen wohl die wenigsten Nachrichtenkosumenten von ARD, ZDF, RTL, SPIEGEL, BILD und Konsorten.

Ebenso die historische Tatsache, dass die Krim schon bei der Gründung der Sowjetunion  im Jahr 1917 zur Russischen und nicht zur Ukrainischen Sowjetrepublik gehörte.

Es war schliesslich der in der Ukraine aufgewachsene „Halbukrainer“ Nikita Chruschtschow, der die Krim 1954 per Federstrich von der Russischen in die Ukrainische Sowjetrepublik translozierte. Anlass war das 300-jährige Jubiläum des Vertrags von Perejaslaw von 1654, in dessen Rahmen sich der von Polen bedrängte ukrainische Kosakenstaat dem Schutz des russischen Zaren unterstellt hatte.

(Mehr zur Bedeutung der Krim für Russland und zu den Begehrlichkeiten der USA hatte ich hier beschrieben: Link)

Interessant ist nun, dass das Lied des russischen Teilnehmers bei den per Telefon abgegebenen Stimmen – sprich in der Publikumsgunst –  an erster Stelle lag aber bei der Abstimmung der Jurys der jeweiligen Länder einen abgeschlagenen, hinteren Platz belegte. So kommt selbst der SPIEGEL nicht umhin folgendes Statement abzugeben:

Nur Russlands Sergey Lazarev hatte noch besser bei den Fernsehzuschauern abgeschnitten – aber sein mit viel Animationsaufwand aufgepeppter Simpel-Popsong „You Are the Only One“ war nach den Jurystimmen schon zu weit abgeschlagen, um den Eurovision Song Contest 2016 zu gewinnen.

(Quelle: spiegel.de; 15.05.2016)

 

Betrachten wir nun die Punktevergaben von 19 Ländern für den russischen Beitrag. Nachfolgend eine Gegenüberstellung der Resultate (Punkte) aus dem Telefon-Voting der Zuschauer und der Jury-Entscheidung:

Stimmen für Russland 19 von 26 Länder

Punktevergabe von 19 von insgesamt 26 Ländern an Russland: Telefonwahl versus Jurystimmen (Datenquelle: eurovisionworld.com)

 

Die Zuschauerstimmen dieser 19  Länder ergaben insgesamt 174 Punkte für den russischen Beitrag und damit unangefochten den ersten Platz.

Das Ergebnis der Jury-Entscheidungen derselben 19 Länder zusammen genommen ergab sage und schreibe  3 (in Worten: d r e i ) Punkte und damit einen Platz ganz am Ende des Classements für Russland. Im Endergebnis, welches aus der Summe der Zuschauerabstimmungen per Telefon und den Jury-Entscheidungen gebildet wurde, reichte es für Russland immerhin zum 3. Platz.

Die Zuschauer in Estland, Deutschland und in der Ukraine verliehen dem Beitrag Russlands beispielsweise jeweils 12 Punkte. Die Jurys dieser Länder gaben Russland nicht einen Punkt.

 

 

Auch in Ländern ohne einer russischsprachigen Minderheit vergaben die Zuschauer hohe Punktezahlen, die Jurys hingegen 0 Punkte an den russischen Beitrag.

 

 

Diese Zusammenstellung spricht für sich und verdeutlicht das Ausmass, mit welchem hier politisch motiviert eingeriffen wird.

Interessant und aufschlussreich ist auch die Diskrepanz diesbezüglich in Deutschland.

Stimmenvergabe aus Deutschland

Stimmen_aus_Deutschland_Zuschauer_und_Jury

Stimmen aus Deutschland: Telefonwahl versus Juryententscheidung (Datenquelle: eurovisionworld.com)

 

Der israelische Beitrag von Hovy Star räumte bei der deutschen Jury die volle Punktezahl ab, wurde aber beim deutschen Telefon-Voting mit keinem einzigen Punkt berücksichtigt. Genau anders herum verhielt es sich mit dem russischen Lied. Diese drastische Abweichung ist mehr als auffällig.

israel-2016-hovi-star

Hovi Star (Quelle: www.israel21c.org)

 

Gemäss seines Wikipedia-Eintrages lebt der Israeli Hovi Star offen homosexuell und hatte vor einem Monat ein homophobes Erlebnis am Moskauer Flughafen. Russische Polizeioffiziere hätten seinen Reisepass kontrolliert und sich über ihn aufgrund seines Make-Ups lustig gemacht:

Hovi Star_wikipedia

(Quelle: wikipedia)

 

Als ich auf der offiziellen Seite des ESC die Stimmabgaben nach dem Begriff „Russland“ filtern wollte, erschien folgendes Störungsbild in meinem Browser:

 

Der Kopf mit der herausgestreckten Zunge gehört zum ukrainischen Travestiekünstler Andrej Mychajlowytsch Danylko, der unter dem Pseudonym Verka Serduchka 2007 am ESC teil nahm.

Ukraineeurovision2007_Verka Serduchka

Verka Serduchka, ESC 2007 (Quelle: wikipedia)

 

Verka_wikipedia

(Quelle: wikipedia)

 

Nachfolgend eine Aufnahme, die ein Treffen Verka Serduchkas mit der transsexuellen, israelischen Künstlerin Dana International zeigt.

Dana_International_meets_Verka_Serduchka_in_Belgrade,_2008

Verka Serduchka mit Dana International, 2008 in Belgrad (Quelle: wikipedia)

 

Danat International_wikipedia

(Quelle: wikipedia)

 

Asl vor zwei Jahren Conchita Wurst den ESC gewann, gab es viele Stimmen in unseren etablierten Medien, die hierin einen Sieg des westlichen und vorgeblich toleranten Gesellschaftsmodells gegenüber dem vermeintlich rückständigen Russland sahen.

Freilich um gleich wieder daraus weitere Munition zu schöpfen gegen das Böse im Osten anzuschreiben und daraus rüstungspolitisches und militaristisches Kapital zu schlagen.

 

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(Quelle: spiegel.de; 20.05.2014)

 

Als bemerkenswerten Nebenaspekt gilt es noch festzuhalten, dass Australien die meisten Punkte aus der Vergabe der Juryentscheidungen auf sich vereinte. Wenn schon Australien bei diesem europäischen Liedercontest dabei sein kann, warum nicht auch Neuseeland, Kanada oder gar die USA?

Der US-Popkünstler Justin Timberlake hatte dieses Mal immerhin schon einen Gastauftritt …

Ein zugespitztes Fazit:

Die Stimmenvergaben beim ESC zeigen zunehmend unverblümt die ungenierte politische Einflussnahme und das Durchdrücken von politischen Agenden. Gemäss der aussenpolitischen Agenda werden Länder benachteiligt und journalistisch diffamiert, die sich dem globalen Hegemonialanspruch des Westens entgegenstellen, allen voran natürlich Russland.

Gesellschaftspolitisch wird beim europäischen Sangeswettbewerb das klassische Geschlechterbild zurückgedrängt, wie es dem verquasten Zeitgeist bestimmter Eliten in USA und EU entspricht.

Die vorgetragenen Lieder werden beinahe ausnahmslos auf Englisch vorgetragen, allesamt mit geringem künstlerischem Anspruch. Dies ist meines Erachtens bereits eine Blaupause dafür, wie sich besagte Eliten offenbar ein Zusammengehen Europas vorstellen:

Westlich-angelsächsisch globalisiert und zusammengeschweisst auf den kleinsten gemeinsamen kulturellen Nenner. Ein europäisches Wahlvolk als hedonistisches und geschlechtlich vielseitiges Schlager-Pop-Publikum.

 

Burisma Holding – oder westliche Werte in der Ukraine

Die Burisma Holding ist der größte in privaten Händen befindliche Erdgas- und Ölförderbetrieb der Ukraine.

Burisma besitzt ein Portfolio an Explorationslizenzen für Schiefergas- und Ölfelder in allen drei ukrainischen Schlüsselregionen: im westukrainischen karpatischen Becken, im Dnjepr-Donezbecken sowie im ostukrainischen azowschen Becken von Kuban.

(Quelle: wikipedia_burisma)

Sieht man sich nun den Internetauftritt dieser Holding an, gelangt man zu folgender Zusammensetzung der Unternehmensführung:

burisma.com, board of directors
(Quelle: burisma.com, Screenshot von September 2014)

Zunächst fällt auf, dass drei der darin aufgeführten Manager englischsprachige Namen aufweisen und lediglich eine Person einen slawisch klingenden Namen trägt. Zudem sind sämtliche Mitglieder dieses Führungsgremiums erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit in dieser Position.

Betrachtet man nun die Lebensläufe und beruflichen Stationen dieser vier Direktoren ein wenig genauer, treten erstaunliche Verknüpfungen ans Tageslicht.

  • Alan Apter ist ein ehemaliger Investmentbanker von Merrill Lynch und Morgan Stanley. (Mitglied seit Mai 2013)
  • Aleksander Kwaśniewski war von 1993 bis 2005 Präsident Polens, jenem Land also, welches sich im Ukrainekonflikt von Anfang an alles andere als neutral oder mässigend hervor tat. (Mitglied seit Januar 2014)
  • Devon Archer ist einerseits Hunter Bidens Partner bei der Investmentberatungsfirma ROSEMONT SENECA:
    rosemontsenecaadvisors.com, "team"

    rosemontsenecaadvisors.com, „team“

    (Quelle: rosemontsenecaadvisors.com)

    Zudem war er Berater des aktuellen Außenministers der Vereinigten Staaten, John Kerry, in dessen Wahlkampagne zu den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2004.

    Ferner ist er Manager des Familienvermögens-Fonds von Teresa Heinz Kerry, John Kerrys Ehefrau. Zu guter Letzt sitzt Archer auch im Vorstand des Howard J. Heinz Familientrusts. (Mitglied seit April 2014)

Mr. Archer served as an advisor to John Kerry during his 2004 Presidential Campaign and co-chaired the National Finance Committee…
Mr. Archer serves on the boards Rosemont Realty, Prospect Global Resources, Social Passport, Grupo Sala, and is a Trustee of the Heinz Family Office.

(Quelle: rosemontsenecaadvisors.com)

Teresa Heinz Kerry ist quasi die Ketchup-Oligarchin der USA und ihre Ehe mit John Kerry versinnbildlicht die fortgeschrittene Verschmelzung von wirtschaftlicher und politischer Macht in den USA.

Interessanter- und auch pikanterweise ist das US-Außenministerium neben anderen Institutionen als offizieller Partner der Yatsenyuk Foundation aufgeführt, der Stiftung des ukrainischen Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk (englische Trankription: Yatsenyuk):

Official partners of the  Yatsenjuk foundation

Official partners of the Yatsenjuk foundation

(Quelle: openukraine.org, Screenhot von März 2014)

OFFIZIELLE PARTNER:

Chatham House, … , ist ein privater weltweit führender britischer Think Tank mit Sitz in London, 

Einzelne Schlüsselprojekte werden von der Rockefeller-Stiftung, der Bill & Melinda Gates Foundation, der Konrad Adenauer Stiftung, der NATO oder der EU finanziert und gesponsert.

Neben den Corporate Members, bestehend aus 75 Großkonzernen, Investmentbanken, Energiekonzernen und 263 weiteren Firmen, zählt das Chatham House derzeit 2770 international tätige Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Diplomatie, Wissenschaft, Politik und Medien

(Quelle: wikipedia)

Der US-Aussenminister John Kerry hatte im Februar 2014 ebenso wie Frau Victoria „F**k the EU“ Nuland auf dem Maidan Solidarität mit den Demonstranten bekundet.

Frau Nuland gelangte durch ihr abgehörtes und geleaktes Telefonat zu einiger „Berühmtheit“. Allerdings, neben ihrem medial lang und breit getretenem Vulgärzitat, war in dem Anfang Februar abgehörten Gespräch – mit dem US-Botschafter in Kiew, Geoffrey R. Pyatt – doch vor allen Dingen aufschlussreich, mit welcher ungenierten Selbstverständlichkeit US-Diplomaten berieten, wen sie denn in Schlüsselposition einer neuen Regierung eines unabhängigen Landes zu hieven gedenken (siehe: hier).

Klitschko wurde abgelehnt und stattdessen Yats (Yatsenyuk/Jazenjuk) für geeignet befunden die Sache zu übernehmen und zu managen.

Am 20. Februar haben die Außenminister der drei beauftrageten EU-Staaten noch eine Einigung mit Janukowitsch erzielen können. Tags darauf nahmen die „Demonstrationen“ an Gewalt zu. Es wurden sowohl Demonstranten als auch Polizisten von Scharfschützen erschossen. Dieser Tatbestand ist bis heute nicht aufgeklärt.

Im Anschluss an diesen Umsturz wurde dann tatsächlich Jazenjuk Ministerpräsident der Ukraine. Zufall?

Wurde MH17 von Kampfjets abgeschossen?

Es ist mir durchaus bewusst, dass es sich hier um eine sehr heikle Angelegenheit handelt. Zu frisch ist das Ereignis, als dass die Wunden, die bei den Angehörigen der Opfer hervorgerufen wurden, auch nur annähernd mit dem Heilungsprozess begonnen haben können. Dennoch haben gerade diese Menschen ein besonderes Anrecht darauf, dass der Vorfall gründlich und unvoreingenommen untersucht wird, um den wahren Tatverlauf zu ermitteln.

Bei der These, dass das malaysische Passagierflugzeug möglicherweise von Kampfjets der ukrainischen Armee abgeschossen wurde, führe ich folgende drei Spuren zusammen.

  1. Die Twitter-Meldungen eines „angeblichen“ und spanischsprachigen Fluglotsen am Kiewer Flughafen Borispol am Tage des Ereignisses.
  1. Die Erkenntnisse aus der zivilen Luftraumüberwachung Russlands, die am 21. Juli öffentlich präsentiert wurden und das Ukrainische Regime belasten.
  1. Schlussfolgerungen aus den sichtbaren Beschädigungen eines gefundenen Wrackteils, eines Teils des Cockpits.

1. Twitter-Meldungen eines Fluglotsen

Schon ein paar Minuten nach dem unglücklichen Absturz der MH17 zirkulierten zahlreiche Twitter-Meldungen von ein- und demselben Twitter-Account, allesamt auf Spanisch verfasst und letztlich das Ukrainische Militär belastend. Es hieß diese Meldungen wären auf einen spanischsprachigen Fluglotsen zurückzuführen, der am Kiewer Flughafen tätig war. Der Twitter-Account wurde nach der letzten Meldung gelöscht, wurde allerdings bereits vor einigen Jahren angelegt. Bis heute ist allerdings kein solcher Fluglotse öffentlich aufgetaucht.

Der Umstand, dass der Ukrainische Geheimdienst sämtliche Daten bezüglich der Kommunikation zwischen Flugzeug und Tower beschlagnahmt hat und bisher nicht der Öffentlichkeit freigegen hat, gibt Anlass zu grundsätzlicher Skepsis gegenüber der offiziellen ukrainischen Version.

Hier ein Auszug der Twitter Meldungen vom 13. Juli 2014. Originaltext und englische Übersetzung sind von der Quellenseite übernommen, die deutsche Entsprechung wurde von mir hinzugefügt:

10:31 Kiev, tiene lo que buscaba, lo dije en los primeros tw, kiev es responsable

“Kiev have what they wanted, I said in the first tw [Tweets], Kiev is responsible”

“Kiew hat, was sie wollten, Ich sagte es bereits in den ersten Tweets, Kiew ist verantwortlich“

11:48 El avión B 777 voló escoltado por 2 cazas de ukraine hasta minutos antes, de desaparecer de los radares,

“The B777 plane flew escorted by Ukraine jet fighter until 2 minutes before disappearing from the radar,”

“Das B777 Flugzeug flog eskortiert von zwei Ukrainischen Kampfjets bis 2 Minuten vor dem Verschwinden auf den Radar,”

13:29 El ministro del interior si conocía que, hacían los cazas en la zona, el ministro de defensa no, .

“Interior Minister knew what the fighters were doing in the area, the defense minister didn’t.”

“Der Innenminister wusste was die Kampfjets in dieser Gegend machten, der Verteidigungsminister wusste es nicht.”

13:31 Militares confirman que fue ukraine, pero se sigue sin saber de donde vino la orden

“Military confirm It was Ukraine, but still does not know where the order came from”

“das Militär bestätigt Es war die Ukraine, aber es weiß immer noch nicht woher die Befehle kamen”

15:38 Para el que no lo sepa, digamos así, hay militares a las órdenes del ministro de defensa y militares a las órdenes del ministro del interior

“For those who do not know, Let’s say, there are military under the orders of the defense minister and military under the orders of Interior Minister”

“Für die, die es nicht wissen, lass es uns so sagen, es gibt Militär unter dem Kommando des Verteidigungsministers und Miltär unter dem Kommando des Innenministers”

(Quelle: slavyangrad.org, 18.07.2014)

2. Erkenntnisse aus Russlands ziviler Luftraumüberwachung

Bei der vom russischen Verteidigungsministerium anberaumten Pressekonferenz am 21. Juli 2014, wurden die Erkenntnisse aus der zivilen russischen Radarüberwachung offengelegt. Diese auf YouTube veröffentlichte Präsentation wurde von einem hochrangigen Militär auf Russisch durchgeführt und immer wieder nach ein paar Sätzen von einer Dolmetscherin auf Englisch übersetzt:

“A Ukraine Air Force military jet was detected gaining height, its distance from the Malaysian Boeing was 3 to 5km,”

“[We] would like to get an explanation as to why the military jet was flying along a civil aviation corridor at almost the same time and at the same level as a passenger plane,”

“The SU-25 fighter jet can gain an altitude of 10km, according to its specification,”

“It’s equipped with air-to-air R-60 missiles that can hit a target at a distance up to 12km, up to 5km for sure.”

(Quelle: sott.net und themalaymailonline.com)

Gemäß den Aufzeichnungen aus der zivilen russischen Luftraumüberwachung befand sich also ein Ukrainischer Kampfjet Su-25 in unmittelbarer Nähe des Passagierflugzeuges. Hier ist ganz wichtig zu beachten, dass neben der zivilen auch eine kontinuierliche militärische Überwachung des Luftraumes stattfindet, die noch einmal deutlich präziser aufklären kann als die Zivile. Es ist auch verständlich, dass Russland den genauen Stand seiner militärischen Überwachungstechnik nicht so ohne weiteres preisgeben will und daher diese Bilder zurückhält.

Ebenso ist davon auszugehen, dass die USA mit Hilfe ihrer Kriegsschiffe im Schwarzen Meer und den AWACS-Flugzeugen, den Luftraum über diesem Gebiet: Ostukraine/Schwarzes Meer/Südwestrussland kontinuierlich und hochauflösend überwachen. Sprich, es ist hochwahrscheinlich, dass auch die USA darüber Bescheid wissen, was wirklich passiert ist aber offenbar liefert ihr Material nicht die gewünschten Täter.

Auf jeden Fall haben die USA bis jetzt keine Beweise vorgelegt, die ihre frühzeitig formulierten Anschuldigungen objektiv belegen können. Dass sie auch keine gefaketen Aufnahmen vorlegen, nicht mal eine  Powell-Point-Präsentation, mag damit zusammenhängen, dass sie annehmen müssen, dass die Russen aussagekräftiges Material in der Hinterhand haben, welches diese ggf. der Weltöffentlichkeit noch präsentieren können.

3. Schlussfolgerungen aus sichtbaren Beschädigungen eines Cockpit-Wrackteils

Auf der Seite AufderweltOnline.com äußert sich ein Mann namens Peter Haisenko – auf der Seite als Fachmann für Luftfahrt bezeichnet – zu den Schäden, die anhand des Bildes eines Wrackteils erkennbar sind und den daraus resultierenden Schadensursachen.

cockpit part MH017

cockpit part MH017

Peter Haisenko zieht folgende Schlüsse:

… Das Cockpit zeigt Spuren von Beschuss. Man kann Ein- und Austrittslöcher sehen. Der Rand eines Teils der Löcher ist nach ! innen ! gebogen. Das sind die kleineren Löcher, rund und sauber, etwa Kaliber 30 Millimeter. Der Rand der anderen, der größeren und etwas ausgefransten Austrittslöcher ist nach ! außen ! gebogen… Weiterhin sind kleinere Schnitte zu erkennen, alle nach außen gebogen, die darauf hinweisen, dass Splitter die Außenhaut vom Inneren des Cockpits her durchschlagen haben. Die offenen Nieten sind nach außen aufgebogen…

Was kann also passiert sein? Russland hat Radaraufzeichnungen veröffentlicht, die mindestens eine ukrainische SU 25 in der nächsten Nähe der MH 017 zeigen. Das korrespondiert mit der Aussage des verschollenen spanischen Controllers, der zwei ukrainische Kampfflugzeuge in der direkten Nähe der MH 017 gesehen hat. Betrachten wir dazu die Bewaffnung der SU 25: Sie ist ausgerüstet mit einer zweiläufigen 30-mm-Kanone, Typ GSch-302 /AO-17A, Kampfsatz: 250 Schuss Panzerbrand- bzw. Splitter-Spreng-Geschosse, … Das Cockpit der MH 017 ist von zwei Seiten beschossen worden: Ein- und Austrittslöcher auf derselben Seite…

Diese Schlussfolgerungen lieferten auch eine Erklärung, weshalb das Militär des Kiewer Regimes den Absturzort mit Artillerie tagelang unter Beschuss nahm. Derart wären Einschusslöcher an Wrackteilen des Flugzeuges „erklärbar“.

Folgt man den Stimmen aus Washington, die von einem „möglicherweise tragischen Irrtum/Unfall“ sprechen, bleibt nur noch die Frage, welcher „Irrtum“ hier begangen worden sein könnte…

Die MH 017 ist in ihrer Lackierung verwechselbar mit der des russischen Präsidenten. Beide tragen die Farben der russischen Trikolore. Die Maschine mit Putin an Bord befand sich zur selben Zeit in der Nähe der MH 017, wenn man „Nähe“ mit Fliegeraugen betrachtet: etwa 200 bis 300 Kilometer.

(Quelle: anderweltonline.com, 26.07.2014)

Dieser Beitrag wurde von mir mehr oder weniger auf die Schnelle zusammengefügt aber es handelt sich hierbei auch um ein hochaktuell interessantes Thema. Viele Dinge sind noch unklar, zum einen die Existenz des spanischen Fluglotsen und auch der Beweis, dass Putins Flugzeug tatsächlich zum Tatzeitpunkt in der Nähe war.

Dennoch sind dies wichtige Spuren, denen auch nachgegangen werden müsste, wenn man denn der Sache wirklich (öffentlich) auf den Grund gehen möchte.

 

Nachtrag, 10. September 2014:

hintergrund.de, 09.09.2014

hintergrund.de, 09.09.2014

Auszug:

Wir wissen nicht, wer Flug MH17 abgeschossen hat. Aber die US-Geheimdienste wissen es, die russischen auch, und ich wage sogar zu sagen, dass Kiew es auch weiß. Es sei erinnert an die Situation vor einem Jahr, als nach dem Giftgaseinsatz bei Damaskus US-Außenminister John Kerry auf einer Pressekonferenz am 30. August 2013 gebetsmühlenartig erklärte, „wir wissen, dass es Bashar Al-Assad und seine Leute waren“. Doch damals wusste man überhaupt nichts. Und kurz darauf haben wir herausgefunden, dass es die Rebellen selbst waren, die eine rudimentäre, selbst produzierte Form des Nervengases Sarin eingesetzt hatten.

Ich will damit nur sagen, dass John Kerry über eine unglaubliche Historie der Glaubwürdigkeit verfügt. Drei Tage nach dem Absturz der MH17 saß Kerry dann in diversen Talkshows und erklärte dem Publikum, man „wisse“, dass dafür die „prorussischen Separatisten“ beziehungsweise Russland verantwortlich seien. Fragt man einen US-Amerikaner danach, wer das Flugzeug abgeschossen hat, lautet die Antwort: „Die Russen“. Denn das ist es, was die Medien berichten. Doch Leute aus den US-Geheimdiensten haben von Anfang an gesagt, dass es dafür „null“ Beweise gibt. Seit drei Wochen sagen das plötzlich auch die politischen Entscheidungsträger in den USA, in Großbritannien und in den Niederlanden. Beweismittel wie die Aufzeichnungen des Flugfunkverkehrs unterliegen Verschwiegenheitsverpflichtungen. (3) Warum ist das so? Die Russen waren dagegen offener und haben einiges Material veröffentlicht.

Ich übe mich jetzt in Spekulation: Aufgrund meiner Quellen habe ich Grund zu der Annahme, dass die ukrainischen Kräfte für den Absturz verantwortlich sind, aber Präsident Poroschenko davon nichts wusste. Dass also womöglich andere Oligarchen, die ja selbst auch Teile der bewaffneten Kräfte kommandieren, dahinter stecken. Auch wenn für diese darin ein gewisser Anreiz bestanden haben mag, glaube ich allerdings immer noch, dass der Abschuss wahrscheinlich ein Versehen war. Und ich glaube, dass Russland

über eindeutige Beweise verfügt, dass die ukrainischen Kräfte verantwortlich waren. Und das bringt mich zum Grübeln: „Wenn sie die Beweise haben, warum präsentieren sie sie dann nicht?“. Ich denke, ich weiß warum. Die Russen verfügen damit über ein Druckmittel gegenüber Poroschenko, das sie ausspielen können, wenn es ihnen beliebt. Poroschenko muss somit jederzeit befürchten, dass die Russen belegen können, dass der ukrainische Präsident nicht die Kontrolle über sein Land und seine Armee hat, nicht einmal über seine Flugabwehreinheiten oder seine SU-25 Kampfjets. Ich weiß nicht, wer das Flugzeug abgeschossen hat. Aber ich denke, es waren die Ukrainer, und die Russen spielen ihre Trumpfkarte clever aus und sagen: „Schau, wir brauchen wirklich eine Waffenruhe, wir brauchen jetzt wirklich politische Verhandlungen. Und wenn Du Dich dem verweigerst, dann haben wir hier Beweise, die Dich ganz schön in Bedrängnis bringen, wenn wir sie veröffentlichen.“

(Quelle: hintergrund.de, 09.09.2014)