Prinzipien der Kriegspropaganda nach Lord Ponsonby

Arthur Ponsonby (1871 – 1946), britischer Lord und Parlamentsmitglied, veröffentlichte im Jahr 1928 ein Buch unter dem Titel „Falsehood in War-Time: Propaganda Lies of the First World War“. Darin erläuterte und analysierte er zehn, von ihm festgelegte, „Prinzipien der Kriegspropaganda“, wie sie seiner Auffassung nach vor und während des ersten Weltkriegs, vor allen Dingen von Britischer Seite, angewandt wurden.

  1. Wir wollen den Krieg nicht
  2. Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung
  3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel
  4. Wir kämpfen für eine gute Sache
  5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen
  6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich
  7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm
  8. Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache
  9. Unsere Mission ist heilig
  10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.

(Quelle: deutschlandfunk.de)

Es ist durchaus verblüffend wie zeitlos diese zehn propagandistischen Grundsätze anmuten. Betrachtet man die hiesige Berichterstattung der letzten Jahre über Russland im allgemeinen und über Putin im speziellen, drängt sich der Verdacht auf, dass dieses Land und sein Präsident absichtlich und planmässig negativ dargestellt werden sollen.

Der Deutschlandfunk veröffentlichte in diesem Zusammenhang am 01. März 2013 ein Feature, in welchem herausgestellt wurde, dass die gängigen deutschen Medien in den letzten zehn Jahren über Russland grundsätzlich negativ berichteten, hingegen die USA, trotz vereinzelter Kritik, am Ende immer positiv abschnitten:

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(Quelle: deutschlandfunk.de, 01.03.2013 – „Zweierlei Maß?“ )

Auszug:

Die Objekte der Bild-Zeitung haben folgende grundsätzliche Haltung: Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Redakteur ist zur Einhaltung dieser Richtlinien verpflichtet.

Im Jahr 2008 verfasste Gorbatschow einen offenen Brief und wandte sich damit an seine „Freunde, die deutschen Journalisten …“:

Es entstehen Fragen und Unverständnis, wenn man sieht, WAS in Deutschland über Russland geschrieben wird und WIE es geschrieben wird.

Beim aufmerksamen Blick auf die Flut von Veröffentlichungen in Deutschland wird man jedoch schwer den Eindruck wieder los, als ob man es mit einer gezielten Kampagne zu tun hat, als ob alle aus einer einzigen Quelle schöpften, die eine Handvoll Thesen enthält (in Russland gebe es keine Demokratie; die Meinungsfreiheit werde unterdrückt; eine arglistige Energiepolitik werde durchgesetzt; die Machthaber drifteten immer weiter in Richtung Diktatur ab – und so weiter und so fort.) Diese Thesen werden in verschiedenen Tonarten wiederholt. Die Zeitungsmacher scheinen auch keinerlei Interessen jenseits dieser Aussagen zu haben.

(Quelle: deutschlandfunk.de, 01.03.2013 – „Zweierlei Maß?“ – Text )

Der Podcast ist auf der Seite des Deutschlanfunks nicht mehr abrufbar aber er ist bei Podcastpedia hinterlegt:

(Link: podcastpedia.org_deutschlandfunk_zweierlei_mass)

 

Nachfolgend ein paar Gedanken zu einzelnen „Prinzipien der Kriegspropaganda“:

2. Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung

Unter diesem Punkt ist gewiss der Spin einzuordnen, den die Massenmedien dem Konflikt um und in der Ukraine geben wollen, in dem sie nur mehr von einer „Krim-Krise“ oder einem „Krim-Konflikt“ sprechen, bzw. schreiben. Die Umstände der Machtergreifung in Kiew, tödliche Schüsse auf Aktivisten und Polizisten, die Rolle von „Swoboda“ und „Rechtem Sektor“, Die Geldflüsse zu umstürzlerischen Kräften seitens der USA und EU, die, gemäß der Ukrainischen Verfassung, ungültige Absetzung Janukowitschs und viele andere Ungereimtheiten werden nicht investigativ hinterfragt. Durch die sprachliche Reduzierung dieser Krise auf die Krim wird zugleich der vermeintlich Hauptschuldige klar ausgemacht: Putin, bzw. Russland.

(Nachtrag, 06. Sep. 2014: Seit diesem Blogbeitrag sind nun beinahe sechs Monate vergangen und mittlerweile spricht man in unseren offiziellen Nachrichten von einem Ukraine-Konflikt, schliesslich haben die – in Zusammenhang mit der von Kiew ausgerufenen Anti-Terror-Operation zur vermeintlichen „Befriedung“ der Ostukraine – Militäroperationen nichts mit der Krim zu tun. Allerdings wird in unseren Medien häufig die Abspaltung der Krim als ursächlich für diesen Konflikt angesehen, was natürlich schlicht unwahr ist.)

3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel

Der Libyenintervention ging eine wochenlange, boulevardhafte Dämonisierung des Staatsführers voraus. Das gleiche Muster dann im Syrienkonflikt, in welchen Assad wahlweise als Schlächter (SPON, BILD, WELT etc.) oder mit Attributen wie brutal und hinterlistig (SPON) belegt wurde. Momentan ist es ruhig an dieser medialen Front, offenbar konzentrieren sich alle „journalistischen“ Kräfte auf Russland.

Bereits im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sotschi war eine Frequenzerhöhung von Schmähartikeln gegenüber Russland und seinen Präsidenten auszumachen. Dabei war unter anderem auffällig die starke Einengung, Reduzierung russischer Politik und Interessen auf die Person Putin, einhergehend mit einer Dämonisierung des russischen Präsidenten.

„Putins Spiele“ (ARD, MERKUR, FAZ, ZDF)
„Putins Reich“ (ARD, WELT)
„Kalt, skrupellos – erfolgreich?“ (DER SPIEGEL, 16.12.2013)

Und ein wenig weiter zurückliegend:
„Herodes im Kreml“ (DER SPIEGEL, 31.12.2012)

In Zusammenhang mit der Krise in und um die Ukraine:
„Hausmeister Putins langer Atem“ (FAZ.net, 07.03.2014)
Auszug: „Wladimir Putin als diabolischer Hausmeister, so kann man ihn sich womöglich vorstellen“

„An Putins kalter Schulter“ (FAZ.net, 02.03.2014)
„Putins wahres Gesicht“ (FAZ.net, 02.03.2014)
„Putins gefährliche Wette“ (FAZ.net, 02.03.2014)

„Putin baut sich seine Welt“(sueddeutsche.de, 04.03.2014)
„Putin in der Krim-Krise – Ansichten eines Großmacht -Nostalgikers“(sueddeutsche.de, 04.03.2014)
„Putin muss beeindruckt werden“(sueddeutsche.de, 05.03.2014)
„Putins Propagandakampf“(sueddeutsche.de, 11.03.2014)

Hierzu passend, eine dem Internet entnommene Beschreibung zur propagandistischen Personifizierung von Gegnerschaften:

a) Personalisiere die Opposition!
b) Beschränke deine Kritik auf eine Person. Denn so hat dein
Gegner ein Gesicht!
c) Dann mache ihn lächerlich!
d) Hefte ihm negative Eigenschaften an!
e) Dämonisiere ihn!
f) Erfinde Geschichten und streue sie! (Unglaublicher Reichtum,
Eitelkeit, rassistische oder homophobe Eigenschaften)
g) Dann wenn ihn keiner mehr leiden kann, hat das Volk einen
Gegner!

10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.

Hierunter sind gewiss die von den etablierten Medien verwendeten Begriffe Putinversteher, Putintrolle und russophile Trolle einzuordnen.

Verwandter Blogbeitrag:

Geopolitische Leitlinien der USA (Teil 1)

 

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About valjean72

Ein Ostbayer in der Westschweiz Als gebürtiger und bekennender Oberpfälzer, der einst in Sachsen studierte, lebe ich nun mehr seit einigen Jahren im französischsprachigen Teil der Schweiz, in der Romandie. Ich hatte mich seinerzeit bewusst für diese Schweizer Region entschieden, da ich meine Französischkenntnisse auch beruflich anwenden und letztlich ausbauen wollte. Der Anlass zu diesem Blog lässt sich unschwer an meinen Beiträgen und auch am Gründungsdatum ablesen. Maßlos enttäuscht über die Berichterstattung in unseren etablierten Medien, Russland und die Ukraine betreffend - eine Berichterstattung, welche sich mir zunehmend als konzertiert propagandistisch darstellte - entschloss ich mich einen Blog anzulegen (dass meine Frau russisch spricht und vor nicht all zu langer Zeit ein Jahr auf der Krim verbrachte, hat sicherlich dazu beigetragen mich speziell für dieses Thema zu sensibilisieren). Der Hauptaspekt liegt für mich darin, alle Informationen und weiterführenden Links, die ich bisher für das Verfassen von Leserkommentaren (zumeist bei ZEIT-Online) im Internet fand, an einem Ort zu bündeln, um schnellen Zugriff darauf zu haben. Daneben ist es mir auch wichtig, dass mir nahestehende Menschen einen Einblick über Dinge bekommen, die mich bewegen und wie im Falle der Ukrainekrise auch von enormer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung auf unserem Kontinent sind.

5 responses to “Prinzipien der Kriegspropaganda nach Lord Ponsonby”

  1. Deco Domingues says :

    Hi, Super Blog – sehr umfassend und übersichtlich – objektiv – man merkt, dass viel Herz und Blut einfliesst! Danke für all deine Arbeit und Informationen – ich möchte mich im Namen aller Humanisten und Menschen bedanken, dass es dich gibt und du dies ohne einen Cent betreibst! Es ist eine brotlose Arbeit – aber nicht minder wichtig – vielleicht wichtiger als du es selber glaubst! DANKE DANKE DANKE nochmals das es dich gibt. Weiter so…. wir müssen weiter gegen die hypnotisierte Masse aufstehen!

    • valjean72 says :

      Danke für Deinen freundlichen Kommentar Deco Domingues. Es ist wichtig, dass wir, die wir gegen diese Machenschaften anschreiben oder ihnen wie auch immer entgegen treten, uns einander zeigen, um uns somit immer wieder zu vergegenwärtigen, dass wir nicht alleine sind.

  2. kontext2017 says :

    Vorsicht! Die zehn Prinzipien stammen nicht von Ponsonby. Er hat Lügen analysiert, die zu Zeiten des ersten Weltkrieges von Deutschland, Österreich, Frankreich und allen Ländern gleich stark in Umlauf gebracht wurden. Er zeigt zahlreiche Beispiele auf. Damit wollte er nur davor warnen worauf die Menschen achten sollen beim nächsten Konflikt. Er formulierte viele Einzelbeispiele. Diese Mechanismen wurden von Anne Morelli aufgegriffen, die daraus die zehn Prinzipien der Kriegspropaganda herausarbeitete. Beides waren großartige Pazifisten. Die zehn Gebote, die dort beschrieben werden sind also die Folge einer wissenschaftlichen Analyse und Strukturierung vieler vieler Beispiele und Kategorien durch Morelli. Ponsonby und Morelli stellten heraus, dass alle Mechanismen von allen Ländern gleichermaßen verwendet werden und dass man damit keinen Schuldigen und Opfer ausmachen könne. Sie waren durch und durch Pazifisten. Die Prinzipien heißen so, weil Ponsonby die Grundlage lieferte. In der Literatur ist es die Ponsonby-Morelli-Methode. Bitte die Literatur dann auch lesen (Ponsonby, 1928) und Morelli (2014). Wer die beiden Werke gelesen hat, weiß wie dumm jeder Einzelne ist. Dass es genau solche Aussagen sind wie „uns einander zeigen, (…) dass wir nicht alleine sind“, nach denen Propaganda funktioniert, sondern viele Faktoren eine Rolle spielen. Morelli beendet ihr Werk indem sie mitteilt, dass die Prinzipien nichts mit Verschwörung zutun haben. Dies zu beweisen sei unmöglich und dieser Hypothese folge sie nicht, da Propaganda eben genauso funktioniere, nämlich nach dem Freund-Feind-Schema.

    MfG

    • valjean72 says :

      @kontext2017:

      „Er hat Lügen analysiert, die zu Zeiten des ersten Weltkrieges von Deutschland, Österreich, Frankreich und allen Ländern gleich stark in Umlauf gebracht wurden“

      Das sehe ich entschieden anders. Propaganda hat es gewiss in allen am 1. WK teilnehmenden Ländern gegeben. Die Bedeutung, die die Westallierten, insbesondere die Angelsachsen ihr beimaßen und gerade die von Anfang an bewusst auf Entmenschlichung zielende Gehässigkeit waren in Deutschland & Österreich so nicht vorhanden. Die deutsche Propaganda zielte mehr auf eine Verspottung des Feindes und war daher deutlich harmloser.

      Die von Ponsonby dargelegten (nicht erfundenen!) Prinzipien der Kriegspropaganda können leicht auf eine Vielzahl britischer Pamphlete umgelegt werden.

      Mir fällt beispielsweise keine deutsche Entsprechung für die britische Propaganda ein, dass deutsche Soldaten belgische Frauen schändeten, anschließend ermordeten und belgischen Kindern die Hände abhackten, auf das diese keine Soldaten oder anderweitig produktiv mehr werden konnten.

      Wobei das doppelt perfide ist, da es gerade Belgien als Kolonialmacht anzulasten ist, derlei Gräuel im Kongo begangen zu haben.


        Belgisch Kongo:“Kongogräuel 1888 – 1908″

      Kongogräuel


        Propaganda gegen Deutschland aus der Zeit des Ersten Weltkrieges:

      https://zeitundzeugenarchiv.files.wordpress.com/2017/01/abgeckte-kinderhc3a4nde_5.jpg?w=222&h=353

      „Kaiser Wilhelm hackt höchstpersönlich Kinderhände ab“

      Kaiser Wilhel hackt höchstpersönlich Kinderhände ab

      (vgl.: Prinzip Nr. 3: „Der Führer des Gegners ist ein Teufel“)

      Deutsche wurden als animalische Barbaren (Hunnen) dargestellt, eben: entmenschlicht!

      Beat back the Hun!

      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a6/The_Hun_and_the_Home.jpgThe Hun and the Home

      How to bring up a Hun

      https://i0.wp.com/www.pi-news.net/wp/uploads/2014/07/liars-rape-of-belgium-440×276.jpg?resize=350%2C200

      Und diese angelsächsisch (westliche) Propaganda läuft ja immer weiter, Brutkastenlüge im Irak, Giftgasmörder Assad, allgemein die Verteufelung und Lächerlichmachung Gaddhafis, „Stoppt Putin jetzt!“ …

      Und es war ja gerade die Berichterstattung gegenüber Russland und Wladimir Putin, die mich vor drei Jahren zu diesem Blogbeitrag veranlasste. Eine Berichtserstattung, die sich mir zunehmend konzertiert propagandistisch – und älteren Mustern folgend – darstellte.

      P.S.: Schon länger hatte ich mir vorgenommen einen Blogbeitrag über die antideutsche Propaganda im 1. WK zu erstellen. Vielleicht sollte ich diesen Vorsatz nun bald in die Tat umsetzen …

      • kontext2017 says :

        Hey, danke für deinen Kommentar.

        Ich selbst habe mich hier aus ähnlichen Gründen angemeldet.

        Ich wollte nur darauf hinweisen, dass Ponsonby in seinem Buch einleitend erwähnt, dass es ihm nicht darum gehe, Schuldfragen zu klären oder mit dem Finger erneut auf Länder zu zeigen. Vielmehr wolle er darauf hinweisen, dass es Mechanismen gibt, die dazu führen, dass irgendwann alle bei diesem Freund-Feind-Prinzip mitmachen, weil wir uns dahingehend benutzen lassen. Er spricht dabei von einem Volkstrauma von oben, das irgendwann jeden ergreife und letztendlich jeden Einzelnen erfasse. Die Schuld dafür gibt er auch den Medien. Das mit der unterschiedlichen Aggressivität der dargestellten Brutalität der Propaganda ist mir bei den Beispielen von Ponsonby aber auch aufgefallen.

        Meiner Meinung nach liegt das Problem darin, dass die Medien die Bevölkerungen zu Marionetten von Einzelpersonen machen, die bestimmte (meist öknomische) Interessen verfolgen. Dadurch, dass sie immer wieder alles in schwarz oder weiß einteilen, zwingen sie die Menschen, sich für gut oder böse zu entscheiden. Dabei bestimmten sie, was für die Menschen von öffentlichem Informationsinteresse ist und bewegen sich aber in einem Umfeld mit Politikern und Unternehmern, das weit entfernt vom Umfeld der Bürger ist. Gleichzeitig stellen sie sich als eine Gewalt gegen den Staat dar, auf Seiten der Bürger. Was sie täglich auf die Agenda bringen, bestimmen aber sie. Kritik an der Berichterstattung wehren sie dabei aggresiv ab und stellen die Urteilsfähigkeit der Rezipienten in Frage. Dabei schaffen sie jedes mal wieder Feindbilder bzw Zugehörigkeitsgefühle auf der anderen Seite, die sich PR-Leute ausdenken.

        Was mich bei diesem Thema so fasziniert: Die Kommunikationswissenschaft, vor allem die Journalismusforschung, kommt immer wieder zu recht eindeutigen Ergebnissen. Die Studie der schweizer Forscher von 2016 war dabei nur eine von vielen.
        So gibt es zahlreiche kommunikationswissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Objektivität im Journalismus so gut wie nicht gegeben ist. Dabei kritisieren viele Wissenschaftler, und auch manche (wenige) Journalisten, gar nicht die fehlende Objektivität, sondern, dass sich Journalisten diese so hoch auf die Fahnen geschrieben haben, als Retter des Volkes vor der Gewalt des Staates, und bei Kritik aber so aggressiv die Urteilsfähigkeit ihrer Rezipienten in Frage stellen. Dabei verweist auch ein sehr häufig zitiertes Werk für journalistisches Handwerk, dass es da ein Problem gibt mit der Objektivität in der journalistischen Praxis. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass sich Journalisten in nahezu allen internationalen Konflikten, klar auf eine Seite stellen und haben benutzen lassen. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, wie sehr sich Journalisten beeinflussen lassen. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass Journalisten nach jedem Krieg behaupten, dass sie einige Fehler gemacht hätten und dass dieser Konflikt gezeigt habe, wie es im Journalismus nicht laufen solle. Bis zum nächsten Konflikt, wo es wieder genau so passiert. Die deutsche Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt ist wieder ein Trauerspiel. Ein weiteres Paradebeispiel für Propaganda. Und wieder haben alle geglaubt, dass die Russen gegen Freiheit, Frieden, Zukunft, Toleranz (Synonym hier: Europa) sind.

        Ich freue mich schon, deinen Blogbeitrag über Propaganda im Ersten Weltkrieg zu lesen.

        Ich glaube, das hier könnte dir auch gefallen:

        Revel, Jean-Francois (1988) Die Herrschaft der Lüge. Wie Medien und politiker die Öffentlichkeit manipulieren. Wien: Paul Zsolnay Verlag.

        Revel war ein französicher Journalist, Schriftsteller, und Philosph, der sich viele Gedanken über Medien gemacht hat.

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