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Das „Zentrum für politische Schönheit“ oder die zeitgemäße Form der „Heiligen Inquisition“

Im Vorfeld der Masseneinwanderungswelle vom Spätsommer/Herbst 2015 bereitete eine Gruppe von politischen Aktivisten namens „Zentrum für politische Schönheit“ überaus medienwirksam das Feld vor, um die Deutschen emotional für diese Masseneinwanderung zu gewinnen.

Medienwirksam bedeutet in diesem Fall, die wohlwollende Aufmerksamkeit der etablierten Medien. Denn was wäre die „schönste politische Aktion“ ohne mediales Echo?

So berichtete der Spiegel am 16. Juni 2015 über eine „besondere Trauerfeier“, die in Berlin abgehalten wurde:

2015-06-16 SPIEGEL_Zentrum_für_politische_Schönheit_beerdigt_Flüchtlinge_in_Berlin_SPIEGEL_ONLINE

(Quelle: SPIEGEL-Online; 16.06.2015)

 

Fünf Tage später folgte dann der „Marsch der Entschlossenen“ auf die Wiese vor dem Reichstag in Berlin.

2015-06-21_BZ_Marsch_der_Entschlossenen_Aktivisten_heben_Gräber_vor_Reichstag_aus_B.Z._Be

(Quelle: bz-berlin.de; 21.06.2015)

 

2015-06-21 TAGESSPIEGEL_Protestaktion_Die_Toten_kommen_vor_Bundestag_50_Demonstranten_beim_Marsch_de

(Quelle: TAGESSPIEGEL.de; 21.06.2015)

Auf dem Reichstag ist selbstverständlich die Inschrift : „DEM DEUTSCHEN VOLKE“ zu lesen.

Auf den Kreuzen sind folgende Inschriften angebracht:

GRENZEN TÖTEN

IN TIEFER TRAUER & VOLLER WUT

FRONTEX MÖRDER

FESTUNGEN FALLEN

(Quelle: TAGESSPIEGEL.de; 21.06.2015)

 

Als ein gutes Jahr später im Bundestag – aufgrund von Anträgen, die die Fraktionen der Grünen und der Partei „Die Linke“ eingebracht hatten – darüber abgestimmt werden sollte, ob sogenannte Flüchtlinge auch ohne gültige Visa per Flugzeug in die BRD einreisen können, bereiteten die selben Aktivisten eine weitere medienwirksame Aktion in der Hauptstadt vor.

2016-06-16 JETZT_Protestaktion_mit_Tigern_gegen_Flüchtlingspolitik_Flüchtlinge_jetzt.de_Int

(Quelle: jetzt.de; 16.06.2016)

 

An 1. August 2015 wurde Philipp Ruch, der Gründer dieser als Aktionskünstler camouflierten Aktivisten-Truppe, von der „taz“ interviewt:

2015-08-01 TAZ_PROTEST_In_Deutschland_ist_man_zynisch_und_lethargisch_sagt_Philipp_Ruch_der_G

(Quelle: taz.de; 01.08.2015)

 

Nun im November 2017 hat das „Zentrum für politische Schönheit“ nach eigenem Verständnis die Kammer ordentlich hochgeheizt.

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v

(Quelle: SPIEGEL-Online; 22.11.2017)

 

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 02

(Quelle: SPIEGEL-Online; 22.11.2017)

 

Aufhänger dieser Aktion war folgender Ausspruch des AFD-Politikers anlässlich einer Rede im Januar 2017:

Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.

(Quelle: SPIEGEL-Online; 22.11.2017)

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 00a

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Höcke wurde der Ausdruck „Denkmal der Schande“ vom polit-medialen Establishment dahingehend ausgelegt, dass er gemeint hätte, es wäre grundsätzlich eine Schande solch ein Denkmal zu errichten.

Allerdings ist Höcke keineswegs ein sogenannter Holocaust-Leugner, ihm ging es vielmehr darum, den Standort für dieses Mahnmal zu kritisieren und dies insbesondere vor dem Hintergund der omnipräsenten Schwarzzeichnung der deutschen Geschichte. Im Herzen einer Hauptstadt werden für gemeinhin identitätsstiftende und für das kollektive Bewusstsein einer Nation positiv belegte Denkmäler errichtet.

Führen wir uns doch einmal vor Augen wie Rudolf Augstein, der 2002 verstorbene Gründer und Herausgeber des Magazins DER SPIEGEL, im November 1998 dieses Mahnmal bezeichnete und was er davon hielt:

1998-11-30 SPIEGEL_Wir_sind_alle_verletzbar_DER_SPIEGEL_49_1998

(Quelle: SPIEGEL-Online; 30.11.1998)

 

Die Zeiten haben sich merklich geändert und was noch vor 19 Jahren sagbar war, würde heute die öffentliche Aussätzigkeit nach sich ziehen.

Wenden wir uns wieder dem Spiegel-Artikel vom 22. November 2017 und der Aktion des Mini-Mahnmals vor Höckes Haustür zu.

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 00 1

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Zunächst fällt auf, dass dieses „Mahnmal“, zum Zeitpunkt als der Verfasser obigen Artikels darüber schrieb, noch gar nicht enthüllt war. Woher wusste der SPIEGEL-Journalist also, was sich unter der Verhüllung befand?

Wenn wir nun folgenden Artikel von ZEIT-Online vom 29. November 2017 hinzuziehen, tritt die Erklärung für das allzu frühzeitige Informiertsein mancher Journalisten schnell zutage.

2017_12_01_ZEIT_ONLINE_Nachrichten_Hintergründe_und_Debatten_Internet_Explorer_00

(Quelle: ZEIT-Online; ScreenShot von der Startseite; 29.11.2017)

 

Von journalistischer Distanz und Objektivität kann hier längst keine Rede mehr sein und man gibt sich auch gar nicht mehr groß Mühe diesen Anschein aufrecht zu erhalten, bzw. erachtet diese Kaschierung nicht mehr für notwendig.

Offizielle Politik, Leitmedien und sogenannte NGO’s (Non-Governmental-Organizations / Nicht-Regierungs-Organisationen), bzw. gepamperte Künstlergruppen ziehen an einem Strang und treiben gemeinsam eine Agenda voran. Der Unterschied liegt meist nur noch darin, daß NGO’s und Künstlergruppen schriller auftreten und noch radikalerer Schritte propagieren als es die offizielle Politik ohnehin schon ausführt.

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(Quelle: ZEIT-Online; 29.11.2017)

 

Der nächste auffällige Aspekt ist, dass geradezu beiläufig erwähnt wird, dass Höcke in seinem privaten Anwesen (und damit auch seine Familie über 10 Monate hinweg) oberserviert wurde. Vorangestellt wird diesem Sachverhalt eine Umschreibung seiner Persönlichkeit, die ihn bewußt in einem wenig sympathischen Licht erscheinen lassen, gleichsam um Mitgefühl mit dieser „Unperson“ nach Möglichkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen.

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 00 2

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Es handelt sich hier glasklar um eine Straftat, darüber hinaus um eine Einschüchterungs- und Zersetzungsmaßnahme, wie man es Geheimdiensten totalitärer Regime zutraut.

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 01a

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Der dritte Aspekt, dem ich mich in diesem Blogbeitrag gesondert widmen will, tritt aus folgendem Abschnitt des SPIEGEL-Artikels hervor:

2017_11_22_SPIEGEL_Björn_Höcke_Zentrum_für_politische_Schönheit_stellt_ihm_ein_Holocaust_Mahnmal_v 01b

(Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Die Anmaßung, sich selbst die Rolle eines „Zivilgesellschaftlichen Verfassungsschutzes“ zu verleihen und die ausbleibende journalistische Kritik sollen uns hier nicht weiter interessieren.

Was aus obigem Zitat frappierend deutlich zutage tritt, ist der quasi-religiöse Aspekt, der dem Schuldkult und Schuldstolz inne wohnt.

Wenn Höcke vor dem Denkmal öffentlich auf die Knie geht und um Vergebung bittet, dann werde das „Zentrum für politische Schönheit“ Gnade walten lassen.

Auch die „Heilige Inquisition“ zeigte sich mitunter gnädig, falls der Häretiker/Ketzer noch rechtzeitig seiner Irrlehre abschwor und das ihm hingehaltene Kruzifix küsste.

Wenn er vor dem Denkmal auf die Knie fällt und für die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg um Vergebung bittet, wollen wir der Ernsthaftigkeit seiner Läuterung glauben. Dann lösen wir den Zivilgesellschaftlichen Verfassungsschutz vorerst wieder auf und veröffentlichen keine pikanten Details aus seinem Leben.

(Zitat von Philipp Ruch vom „Zentrum für politische Schönheit“ Quelle: SPIEGEL.de; 22.11.2017)

 

Im nächsten Abschnitt greife ich in diesem Zusammenhang ein Zitat des israelischen Militärhistorikers Martin van Creveld auf.

 

Tatsächlich wurde ich zum ersten Mal auf van Crefeld über einen Beitrag auf Sezession.de aufmerksam. Dieser Beitrag wiederum setzte sich mit einem, in der „Jungen Freiheit“ publizierten, Kommentar dieses Miltärhistorikers auseinander.

2017-05-21 JUNGEFREIHEIT_Vergangenheit die nicht vergehen will_01

(Quelle: JungeFreiheit.de; 21.05.2017)

 

Im Leserkommentarbereich auf Sezession.de schrieb ein Diskursteilnehmer, daß es sich bei Martin van Creveld um einen „Deutschenfreund“ handle.

Na, da wollen wir doch mal sehen, was dieser „Deutschenfreund“ in Bezug auf Deutsche so von sich gibt:

2017-05-21 JUNGEFREIHEIT_Vergangenheit die nicht vergehen will_02

(Quelle: JungeFreiheit.de; 21.05.2017)

 

Nun, wenn schon ein vermeintlicher Freund der Deutschen so etwas von sich gibt, dann möchte man gar nicht wissen, was erst ein „Deutschenfeind“ zu äußern vermag.

Andersrum kann man auch sagen: wer solche Freunde hat, braucht nun wahrlich keine Feinde mehr.

Auch hier tritt das (quasi-) religiöse Element des Schuldkultes nur allzu deutlich an die Oberfläche:

Durch die Verbrechen, die in ihrem Namen von 1933 bis 1945 begangen wurden, haben sich die Deutschen selbst ans Hakenkreuz genagelt, so wie Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Doch wurde Jesus am selben Tage abgenommen, die Deutschen aber werden hängen bleiben, solange die menschliche Erinnerung dauert, ohne die Hoffnung, die Vergangenheit jemals hinter sich lassen zu können.

(Zitat von Martin van Creveld; Quelle: JungeFreiheit.de; 21.05.2017)

 

Der renomierte Historiker Rolf Peter Sieferle wählte im September 2016 den Freitod. Sein posthum veröffentlichter Essayband „Finis Germania“ gelang rasch auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, wurde sodann entfernt und verkaufte sich unverdrossen weiterhin prächtig.

 

2017-07-25_DEUTSCHLANDFUNK_Finis_Germania_von_Bestsellerliste_genommen_Der_Bärendienst_des_Spiegel_In

(deutschlandfunkkultur.de; 25.07.2017)

 

2017-07-25_Finis_Germania_und_die_SPIEGEL_Bestsellerliste_In_eigener_Sache_SPIEGEL_ON

(Quelle: SPIEGEL-Online; 25.07.2017)

 

Über den Autoren:

 

2017-05-12_FAZ_Am_Ende_rechts_F.A.Z._PLUS

(Quelle: FAZ.net; 12.05.2017)

 

Ausgewählte Auszüge aus „FINIS GERMANIA“:

Aus der Kollektivschuld der Deutschen, die auf „Auschwitz“ zurückgeht, folgt ebenfalls der Aufruf zur permanenten Buße, doch fehlt dieser säkularisierten Form der Erbsünde das Element der Gnade und Liebe vollständig. Der Deutsche ähnelt daher nicht dem Menschen, dessen Schuld durch die Liebe Gottes zwar nicht revidiert, aber kompensiert wird, sondern dem Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und der für alle Zeiten in der Finsternis verharren wird.

(Quelle: Rolf Peter Sieferle: „FINIS GERMANIA„; Verlag Antaios; S. 66)

 

Das Drama bleibt daher von alttestamentarischer Härte. Adam Hitler wird durch keinen Jesus aufgehoben; man würde einen solchen Jesus wohl auch schleunigst kreuzigen. Die Schuld bleibt daher total, wird von keiner Gnade kompensiert.

Dieses sündenbeladene Volk, das sich dieser Schuld niemals entledigen kann, „die Vergangenheit nicht entsorgen darf“, fällt nun wie zu erwarten, in die Hände der Priester. Ihre Aufgabe ist es zu mahnen, zu erinnern und den Mythos wachzuhalten.

(Quelle: Rolf Peter Sieferle: „FINIS GERMANIA„; Verlag Antaios; S. 71)

 

Die Deutschen, die ihre gnadenlose Schuld anerkennen, müssen dagegen von der Bildfläche verschwinden, müssen zum immerwährenden Mythos werden, um ihre Schuld zu sühnen. Der ewige Nazi wird als Wiedergänger seiner Verbrechen noch lange die Trivialmythologie einer postreligiösen Welt zieren. Die Erde aber wird von diesem Schandfleck erst dann gereinigt werden, wenn die Deutschen vollständig verschwunden, d.h. zu abstrakten „Menschen“ geworden sind.

(Quelle: Rolf Peter Sieferle: „FINIS GERMANIA„; Verlag Antaios; S. 69)

Inbesondere aufgrund dieser Passagen wurde FINIS GERMANIA in der veröffentlichten Meinung als rechtsradikales Machwerk abgetan. Führt man sich hingegen allein obig aufgeführte Zitate von Philipp Ruch und Martin van Creveld vor Augen, so wird deutlich, daß Sieferle alles andere als falsch lag, sondern – im Gegenteil – geradezu einen entscheidenden Nerv getroffen hatte.

 

Der britisch-jüdische Publizist Paul Eisen äusserte sich im November 2012 folgendermaßen hinsichtlich religiöser Komponenten des Holocaust:

Wir sind mit einer neuen, weltlichen Religion konfrontiert, ein falscher Gott mit erstaunlicher Macht, seine Anbetung zu befehlen. Und wie die Kreuzigung mit dem Kreuz, die Auferstehung usw., hat der Holocaust Schlüsselelemente und heilige Elemente – das Vernichtungsgesetz, die Gaskammern und die sakralen sechs Millionen. Es sind diese Elemente, die den heiligen Holocaust umfassen, den Juden, Zionisten und andere anbeten und den die Revisionisten ablehnen (anzubeten).

(P. Eisen: „How I became a Holocaust denier„)

 

Die 89jährige Ursula Haverbeck wurde Ende November 2017 zu einer vierzehnmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, einfach aus dem Grund, daß sie nicht an (die Richtigkeit der offiziellen Geschichtsschreibung in Bezug auf) den Holocaust glaubt und dies öffentlich bekundet.

2017-11-28_ZEIT_Volksverhetzung_Gefängnisstrafe_für_Holocaustleugnerin_Ursula_Haverbeck_ZEIT_

(Quelle: ZEIT-Online; 28.11.2017)

 

Die NDR-Sendung Panorama führte im März 2015 ein längeres Interview mit Frau Haverbeck. Ein kurzer Auschnitt davon wurde in der Fernsehsendung ausgestrahlt und eine deutlich längere Fassung dieses Interviews war über die Mediathek der ARD abrufbar.

 

 


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Mitte September veröffentlichte ZEIT-Online einen Artikel über das abermals gestiegene Armutsrisiko für Kinder in Deutschland. Diese in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Schadensmeldungen in Bezug auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen in Deutschland werden von den meisten Deutschen nur mehr beiläufig, mithin lethargisch zur Kenntnis genommen.

Auch ich hatte diesen Artikel lediglich sporadisch überflogen. Auf einen neuen Aspekt wurde allerdings gleich im Untertitel verwiesen: der Anstieg des Armutsrisikos sei auch auf den Zuzug von Migranten zurückzuführen.

2017-09-15 ZEIT_Familienreport_Armutsrisiko_für_Kinder_steigt_ZEIT_ONLINE_Internet_Explorer

(Quelle: ZEIT-ONLINE; 15.09.2017)

 

Nun, Katrin Göring-Eckardt – bundesdeutsche Spitzenpolitikern der GRÜNEN – hatte ja frei heraus geäußert, dass Deutschland auch Menschen brauche, die sich in unseren Sozialsystemen heimisch fühlen (s. hier & hier).

Ob Sie dies ernst meinte oder sich bei der Aneinanderreihung plattitüdenhafter Satzbausteine schlicht verhaspelte, soll uns in diesem Zusammenhang egal sein.

Wie gewohnt, wechselte ich nach schnellem Querlesen des Artikels rasch zu den Leserkommentaren.

Und gleich der allererste Leserbeitrag, der bereits unmittelbar nach Veröffentlichung des Artikels gepostet wurde, sowie zwei Antworten darauf von weiteren Lesern, ließen mich hellhörig werden. Schließlich gaben diese Kommentare dem Artikel einen völlig anderen (und wie ich meine: aufschlussreichen) Spin:

Leserkommentar: Ein Grund mehr das Armutsrisiko „Kind“ gar nicht erst einzugehen. Ökologisch haben die eh kaum noch eine Chance ohne Krieg alt zu werden.

Antwort 1:  […] Aus ökonomischer Sicht sollte niemand seinen vorhandenen Kinderwunsch wegdrücken, aber über die Anzahl der Kinder sollte man schon nachdenken. Ob es in Zeiten von Überbevölkerung usw. unbedingt 5 Kinder sein müssen, sollte man sich wirklich überlegen.

Antwort 2: Aus verantwortungsethischer Sicht sollte niemand aufgrund fehlender Ressourcen seinen Kinderwunsch auf Kosten anderer ausleben.

(Quelle: ZEIT-ONLINE; 15.09.2017)

 

Screenshot vom Kommentarbereich von ZEIT-Online:

2017-09-15 ZEIT_Familienreport_Armutsrisiko_für_Kinder_steigt_ZEIT_ONLINE_Internet_Explorer 2

(Quelle: ZEIT-ONLINE; 15.09.2017)

 

Der erste Kommentar spiegelt den bis heute wirkmächtigen, linksgrünen Geist der 1970er und 1980er Jahre wieder: Die Welt sei, aufgrund sich ankündigender Umweltkatastrophen und Kriegsgefahren, so bedrohlich, dass es unverantwortlich sei in diese Welt noch Kinder zu setzen. So weit, so bekannt.

Die zweite Antwort darauf bringt allerdings eine deutliche Verschärfung in diesen Sachverhalt. Aus ethischer Sicht sei es, aufgrund mangelnder Ressourcen, geboten auf Kinder zu verzichten. Täte man dies nicht, so würde man verantwortungslos und egoistisch seinen Kinderwunsch auf Kosten anderer ausleben.

Starker Tobak und es zeigt meines Erachtens die Imprägnierung des gegenwärtigen Narratives, wie er von einflussreichen, mitunter regierungsnahen Kreisen über die Leitmedien kommuniziert wird.

So berichtete der SPIEGEL im September 2016 über die Empfehlung des einflussreichen Think Tanks Club of Rome, Prämien für kinderlose Frauen auszuloben:

2016-09-13-spiegel-de-club-of-rome-01

(Quelle: spiegel.de; 13.09.2016)

 

Zur Illustration dieses Artikels wählte der SPIEGEL übrigens eine Archiv-Aufnahme aus Dresden. Sehr aufschlussreich.

2016-09-13_Club_of_Rome_Bericht_fordert_Belohnung_für_kinderlose_Frauen_SPIEGEL_ONLINE

(Quelle: spiegel.de; 13.09.2016)

 

– […] Da es schwierig sei, den ökologischen Fußabdruck des Einzelnen zu verkleinern, wäre es „hilfreich, wenn die Gesellschaft die Wachstumsrate der Bevölkerung noch mehr drosseln, idealerweise sogar ins Negative kehren würde“. Man sollte Frauen, die maximal ein Kind großgezogen haben, „zu ihrem 50. Geburtstag einen Bonus von 80 000 Dollar zahlen„.

– Damit die Renten trotzdem gesichert sind, schlagen die Forscher eine Anhebung des Renteneintrittsalters vor, etwa auf 70 Jahre. Gleichzeitig plädieren sie für eine Verkürzung der Jahresarbeitszeit.

(Quelle: spiegel.de; 13.09.2016)

 

Nun die meisten Leser, die diesen Artikel mehr oder weniger unbedarft aufnehmen, werden der Kernaussage wohl zustimmen. Schließlich ist unser Planet ja überbevölkert, das liest man ja allenthalben; man denke nur an China, Indien, Südostasien oder auch Afrika.

Allein die Leser dieser Empfehlung des Club of Rome sitzen eher weniger in Jakarta, Nairobi oder Bangkog. Nein, es ist vielmehr ein westliches Publikum, das anvisiert wird.

 

Dies verdeutlicht auch folgende Meldung der Berliner Morgenpost über die Empfehlungen schwedischer Forscher zur Eindämmung des Klimawandels.

2017-07-20_Klima_Studie_Warum_Babys_die_größten_Klima_Killer_sind_Politik_Berliner_Mor

(Quelle: morgenpost.de; 20.07.2017)

 

Eine neue Studie zum Klimaschutz empfiehlt, dass Menschen in 

E u r o p am e r i k a  und  A u s t r a l i e n  ein Kind weniger bekommen sollten.

(Quelle: morgenpost.de; 20.07.2017)

 

2017-07-20_Klima_Studie_Warum_Babys_die_größten_Klima_Killer_sind_Politik_Berliner_Mor 01

(Quelle: morgenpost.de; 20.07.2017)

 

2017-07-20_Klima_Studie_Warum_Babys_die_größten_Klima_Killer_sind_Politik_Berliner_Mor 02

(Quelle: morgenpost.de; 20.07.2017)

 

Babys sind demnach also die größten Klima-Killer [sic!] und durch das Nichtzeugen eines (vorzusweise: europäischen, US-amerikanischen oder australischen) Kindes spare man jährlich sage und schreibe 58,6 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) ein.

Nun muss man wissen, dass Kohlenstoffdioxid unweigerlich mit biologischem Leben verbunden ist. Alle Säugetiere atmen dieses Gas aus, Pflanzen nehmen es auf. Wir kommen später noch einmal darauf zurück.

 

Diese Meldung wurde landesweit in verschiedenen Zeitungen publiziert. So auch in der ebenfalls (wie die Berliner Morgenpost) zur Funke-Gruppe gehörenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung:

2017-07-20_DER_WESTEN_Klimawandel_Klima_Studie_Warum_Babys_die_größten_Klima_Killer_sind_derweste

(Quelle: derwesten.de; 20.07.2017)

 

DIE WELT:

2017-07-12_Verzicht_aufs_Kind_kann_Klimawandel_bremsen_WELT

(Quelle: WELT.de; 12.07.2017)

 

Auch in der Schweiz wurde landesweit über „herzige CO2-Schleudern“ als „schlimmste Klimakiller“ berichtet.

2017-08-10_20_Minuten_Babys_sind_süss_und_die_schlimmsten_Klimakiller_News

(Quelle: 20min.ch; 10.08.2017)

 

2017-08-10_20_Minuten_Babys_sind_süss_und_die_schlimmsten_Klimakiller_News 01

(Quelle: 20min.ch; 10.08.2017)

 

2017-08-10_20_Minuten_Babys_sind_süss_und_die_schlimmsten_Klimakiller_News 02

(Quelle: 20min.ch; 10.08.2017)

 

Besonders perfide ist, daß den Menschen in Europa (allen voran in Deutschland) jahrelang eingebläut wurde, dass es ein demographisches Problem gäbe: Die Menschen in Deutschland werden immer älter und die Geburtenrate sei zu niedrig, daher mangele es an Fachkräften, die sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen ausfüllen und damit das gesetzliche Rentensystem am Laufen halten würden. Folglich wären wir auf (Massen-) Einwanderung angewiesen.

2015-06-15_Bleiberecht_Flüchtlinge_könnten_demografischen_Wandel_abfedern_ZEIT_ONLINE

(Quelle: ZEIT-ONLINE; 15.06.2015)

 

Es wird allerdings überhaupt nicht zur Diskussion gestellt, ob der sich abzeichnende demographische Wandel tatsächlich solch ein Problem darstellt. Schließlich verfügt die Bundesrepublik im globalen Maßstab geradezu über ein lächerlich winziges Territorium, verfügt darüber hinaus weder über eigene Bodenschätze im nennenswerten Maßstab, noch stellt die heimische Landwirtschaft ausreichend Lebensmittel für die eigene Bevölkerung her.

Falls man dennoch der Auffassung wäre, die demographische Entwicklung sei ein Problem, dann kann es nicht angehen, dass nur die eine Lösung der Massenzuwanderung quasi alternativlos durchgedrückt wird. In den 1970er und 1980er gab es in der politischen Diskussion der alten Bundesrepublik noch das Schlagwort der „Geburtenanreize“, die es zu setzen gelte. Was könne man tun, so wurde seinerzeit diskutiert, um die Menschen zu ermuntern wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen?

Als im Jahr 2000 innerhalb des polit-medialen Establishments eine Debatte über einen möglichen Fachkräftemangel im IT-Bereich geführt wurde und der Tenor dahingehend lautete, die Einwanderung von indischen Informatikern zu erleichtern, tätigte Jürgen Rüttgers, Spitzenkandidat der NRW-CDU zur anstehenden Landtagswahl, folgenden Spruch: „Kinder statt Inder!“ Er wurde daraufhin als Rassist gebrandmarkt und ein medialer Furor ergoß sich über ihn.

Joachim Gauck war da schon aus einem anderen, „genehmeren“ Holz geschnitzt:

2014-02-08_Zuwanderung_Gauck_lockt_Inder_Wir_haben_Platz_in_Deutschland_WELT

(Quelle: WELT.de; 08.02.2014)

 

Dies alles ist eingebettet in eine übergeordnete Strategie der EU und der Vereinten Nationen:

2015-12-03 SALZBURGER NACHRICHTEN_EU_Kommissar_Brauchen_über_70_Mio._Migranten_in_20_Jahren_sn.at

(Quelle: Salzburger Nachrichten; 03.12.2015)

 

Zurück zur Studie der schwedischen Forscher und zu den Klima-Killern. Die unter anderem für den WDR tätige Journalistin Anne Preger wurde in diesem Zusammenhang vom Radiosender WDR 5 interviewt.

2017-07-12_Audio_Was_hilft_gegen_Klimawandel_WDR_5_Leonardo_Top_Themen_WDR_5_Audi

(Quelle: WDR.de; 12.07.2017; Podcast)

 

2017-07-12_Audio_Was_hilft_gegen_Klimawandel_WDR_5_Leonardo_Top_Themen_WDR_5_Audi_transkript

(Quelle: wdr.de; 12.07.2017; Podcast)

 

Auf folgenden Bild sieht man Anne Preger wie sie zärtlich-liebevoll ein Papageientaucher-Kücken in der Hand hält. Eine Kompensation für bewusst entsagte Mutterfreuden?

anne_preger_Google_Suche

(Quelle: Google-Bildersuche)

 

Weil so’n Kind setzt in seinem Leben ja auch wieder viele Treibhausgase frei und trägt zur Erderwärmung bei.

Zitat von Anne Preger (12.07.2017)

 

Wenn nun, wie von diesen Think Tanks und Forschern, CO2 als hauptverantwortlich für diesen (vermeintlich von Menschen gemachten) Klimawandel angesehen wird (der Club of Rome schlägt beispielsweise eine CO2-Steuer vor), dann läuft dies in letzter Konsequenz auf eine generelle Schuldbeladung menschlichen Lebens insgesamt hinaus. Jeder Mensch wird dann durch seine bloße Existenz (durch sein Ausatmen von CO2) mitschuldig am Klimawandel sein.

Wir treffen hier auf das in den Buchreligionen tief verankerte Prinzip der Erbsünde. Vor nicht allzu langer Zeit galt in den hiesigen Breiten jeder Mensch noch qua Geburt als schuldig und konnte sich allein durch Taufe und ein gottgefälliges Leben von dieser Schuld erlösen. Wie solch ein gottgefälliges Leben auszusehen habe, wurde wiederum von kirchlichen Hohepriestern festgelegt, die dadurch ungeheure Macht und politischen Einfluß auf sich vereinen konnten.

[Mit einem eingeimpften Schuldkomplex wurden über Jahrunderte hinweg ganze Völker beherrscht und gelenkt.]

2016 erhielt Anne Preger den Umweltmedienpreis der Deutschen Umwelthilfe:

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(Quelle: Google-Bildersuche; vom System gehätschelt)

 

Ein  Kind in Deutschland  ist wegen seines großen Konsums natürlich viel klimaschädlicher als ein Kind, das jetzt in Kenia oder Tansania aufwächst.

Zitat von Anne Preger (12.07.2017)

 

Das US-amerikanische Monatsmagazin „National Geographic“ erschien im Oktober 2016 mit folgendem Titel:

DIE NEUEN EUROPÄER

Wie Wellen von Einwanderern einen Kontinent neugestalten

National Geographic 2016-10-00

(National Geographic; October 2016; Titelbild: „The AlKhader family, Germany“)

 

Darin wurden in einer aufwendigen Foto- und Interviewreihe mehrere (Neu-) Bürger verschiedener EU-Länder mit Migrationsgrund vorgestellt.

 

 

Im Titel dieser Ausgabe wurde also die, sich durch Masseneinwanderung abzeichnende Neu-, bzw. Umgestaltung Europas thematisiert. Nun stellt sich die Frage, ob dieser Prozess natürlich stattfindet, also einfach passiert oder aber von interessierter Seite angeschoben wird?

Der Titel des Leitartikels zu dieser Artikelreihe ist meines Erachtens höchst aufschlussreich:

Deutschland, welches die schlimmste Geschichte an Fremdenfeindlichkeit aufweist, hat nun die meisten Flüchtlinge aller europäischen Länder aufgenommen. Der Einsatz des  E x p e r i m e n t s  ist hoch.

(National Geographic; October 2016)

 

2016_Octobre_How_the_Latest_Great_Migration_Is_Reshaping_Europe_experiment_stakes - Kopie

(National Geographic; October 2016)

 

Einerseits wird die Masseneinwanderung nach Deutschland indirekt mit dem H0L0CAUST in einen Kontext gestellt – (was nach meinem Verständnis ein weiteres Mal verdeutlicht, dass ohne die in der deutschen Gesellschaft tief verankerten Schuld, dieses Phänomen der Masseneinwanderung, in Verbindung mit der Welcome-Refugees-Ekstase nicht möglich gewesen wäre) – und andererseits wird davon gesprochen, dass der Einsatz des Experimentes hoch sei.

Ein Experiment passiert allerdings nicht einfach, es wird gemeinhin nach wissenschaftlichen Maßstäben planmäßig durchgeführt. Im vorliegenden Fall handelt es sich demnach um ein Experiment mit Menschen und ich bin versucht hinzuzufügen: ein Experiment mit Menschen in einem biblischen Maßstab.

 

Three-quarters of a century ago Germans were dispatching trains full of Jews to concentration camps in the east; now, at the Munich train station, they were greeting trains carrying Muslim refugees with food, water, stuffed animals, and smiles. […]

I heard a journalist from Die Zeit tell her listeners it was all right to feel “drunk” with pleasure at that  t r a n s f o r m a t i o n.

Vor einem dreiviertel Jahrhundert schickten die Deutschen Züge voller Juden in die Konzentrationslager im Osten; Jetzt begrüßten sie am Münchner Bahnhof Züge voller muslimischer Flüchtlinge lächelnd mit Essen, Wasser und Stofftieren […]

Ich hörte eine Journalistin von Der ZEIT zu ihren Zuhörern sagen, es sei in Ordnung, sich vor lauter Vergnügen (Freude) so richtig betrunken zu fühlen, angesichts dieser Veränderung  (U m w a n d l u n g).

(National Geographic; October 2016)

 

 

Blicken wir nun nach Schweden. Einem Land vollkommen ohne kolonialer Vergangenheit, dessen Entscheidungsträger vor rund 30 Jahren entschieden, aus Schweden ein Einwanderungsland zu machen und dadurch das Land drastisch veränderten.

Eine Komiker-Truppe des öffentlich-rechtlichen (sprich des staatlichen) Fernsehens Schwedens produzierte im Jahr 2010 ein Hip-Hop-Musikvideo mit dem Titel „Blanda Upp“, was so viel heißt wie; „Vermischt es, vermischt euch“

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(Quelle: YouTube)

 

Im Video sieht man zunächst den Rapper im gewohnt-überspitzten Outfitt und viele afro-schwedische Tänzerinnen.

Plötzlich tauchen Gesicht und Dekolletee einer attraktiven, jungen und blonden Frau auf. Sie beginnt nun Teile der schwedischen Nationalhymne (!) zu singen und sie tut dies mit zunehmend gesteigerter Leidenschaft, bis hin zur Ekstase.

SVT_Grotesco_Blanda_Upp_YouTube 02

(Quelle: YouTube)

 

Die Kameraeinstellung zeigt alsdann einen größeren Ausschnitt der Szenerie und wir erkennen den Anlass für die allzu leidenschaftliche Darbietung der hübschen Sängerin.

Sie sitzt rittlings auf den Lenden eines nackten Afro-Schweden („Süd-Wikingers“?)

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(Quelle: YouTube)

 

Dass in Schweden etwas grundsätzlich aus den Bahnen geraten ist, zeigt auch folgende Meldung:

 

2017-07-28 RP_Streit um verbrannte Pippi-Bücher

(Quelle: RP-Online; 28.07.2017)

 

Fredrik Reinfeldt, liberal-konservativer Politiker und Ministerpräsident Schwedens von 2006 bis 2014 und glühender Verfechter der Masseneinwanderungspolitik, äußerte sich folgendermaßen über das angestammte kulturelle Erbe Schwedens:

Reinfeldt: Das Urschwedische ist bloße Barbarei

„Urschwedisch ist nur barbarisch. Der Rest der Entwicklung ist von außerhalb gekommen.“ Dies war Ministerpräsident Fredrik Reinfeldts lakonischer Schlußsatz, nach einem Besuch des Einwanderer-Viertels Ronna in Södertälje am Mittwoch.

(Quelle: DAGENS NYHETER; 15.11.2006)

 

2006-11-15 dagens_nyheter

(Quelle: DAGENS NYHETER; 15.11.2006)

 

Wenn sich schon ein „konservativer“ Spitzenpolitiker so abfällig in Bezug auf die eigene Kultur äußert, dann wollen dem selbstverständlich die Sozialdemokraten nicht nachstehen.

Von Mona Sahlin, der ehemailigen Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens (SAP) sind folgende Aussprüche dokumentiert:

2017_11_05_13_36_24_TOP_5_QUOTES_BY_MONA_SAHLIN_A_Z_Quotes - Kopie

(Quelle: AZQUOTES.com)

 

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(Quelle: AZQUOTES.com)

 

2017_11_05_13_50_36_Mona_Sahlin_Den_Vita_Majoriteten_Är_Problemet_YouTube

(Bildquelle: YouTube.com; mit engl. Untertiteln: hier)

 

1) Falls sich zwei gleich qualifizierte Personen für einen Job an einem Arbeitsplatz mit wenig Immigranten bewerben, dann soll derjenige der Mohammed heißt den Job bekommen.

2) Die Schweden müssen in das neue Schweden integriert werden. Das alte Schweden wird nicht mehr zurückkommen.

3) Ich denke, das ist es, was viele Schweden so neidisch auf Einwanderergruppen macht. Sie haben eine Kultur, eine Identität, eine Geschichte, etwas, was sie zusammenhält. Was haben wir? Wir haben Mittsommerabend und solch kitschige Sachen

(Zitate von Mona Sahlin; Quellen: AZquotes.com, Wikiquote.org, GatestoneInstitute.org)

 

Das Motiv der blonden Frau mit einem schwarzen Mann ist ein wiederkehrender Klassiker, könnte man fast sagen. Wobei Klassiker wohl die falsche Begrifflichkeit ist, denn dieses Motiv soll ja augenscheinlich nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft weisen.

Wahlplakat der NRW-Grünen aus dem Jahr 2009:

NRW-Kommunalwahl - Wahlplakat Grüne

Ein Plakat zur Kommunalwahl am 30. August 2009 der Grünen; Foto: Horst Ossinger dpa/lnw +++(c) dpa – Bildfunk+++

 

Auf YouTube gibt es ein Video, in dem 43 US-amerikanische Werbespots zusammengetragen wurden. Das wiederkehrende Motiv: männliche Afro-Amerikaner werden stolz, selbstbewusst, kräftig, männlich überlegen und weiße US-Amerikaner als schwächliche Freaks dargestellt.

In einem Spot sehen wir ein einigermassen wohlhabendes und biederes weißes Ehepaar, so um die 40 Jahre alt, welches im Kurzfilm von einer Szenerie in die nächste „gebeamt“ wird.

 

Plötzlich landen sie auf der Yacht eines erfolgreichen Rappers. Sie reckt leicht bekleidet und lasziv ihre Beine über die Schenkel des Schwarzen, während ihr Mann wie ein Häschen auf dem Schoss eines dicklichen weißen Mannes sitzt, der allem Anschein nach homosexuell ist.

Zu beachten sind hierbei unbedingt die beiden im Vordergrund platzierten Giraffenstatuen und die darin ausgedrückte Symbolik.

 

Zu den Bildern aus dem nächsten Werbefilm braucht man gar keine Beschreibung hinzufügen, denn die Bilder sprechen für sich selbst.

 

 

 

Gleiches gilt für den dritten Clip, den ich der YouTube-Zusammenstellung entnommen habe:

 

 

 

Welche Männer werden nun weiße, heranwachsende Mädchen als potentielle Sexualpartner ansprechender finden?

 

Das britische Online-Magazin „aeon“, welches sich mit philososphischen und kulturellen Themen befasst, titelete Anfang Februar 2017 folgendes:

Die Zukunft ist gemischt-rassig

Und so war die Vergangenheit. Migration und Vermischung sind essentiell für den Erfolg der Menschheit in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft

(Quelle: aeon.co; 02.02.2017)

 

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(Quelle: aeon.co; 02.02.2017)

 

‘My mom always used to joke about how all her friends were multiracial couples and she thought that was so cool, and it was like different and cool,’ she said. ‘But now it’s like normal and cool.’

„Meine Mutter hat immer gewitzelt, dass alle ihre Freunde gemischtrassige Paare waren und sie fand das so cool, und es war wie: anders und cool“, sagte sie. „Aber jetzt ist es: normal und cool.“

(Quelle: aeon.co)

 

Bei der nachfolgenden Titelseite einer Ausgabe der National Geographic handelt es sich um einen Fake, dennoch will ich es hier veröffentlichen, da es meiner Auffassung nach, in seiner Überspitzung, wirkungsvoll auf einen wahren Kern weist.

Evolution Europa

Wie Wellen von Einwanderern die Zukunft züchten

National Geographic IMG_2990

(Quelle: National Geographic; May 2017)

 

Einen Kontinent neugestalten  |23

Den Krieg gegen Rassismus gewinnen |39

Mythen kultureller Identität |52

Die Vorteile von zwei-rassigen Kindern |67

(Aus dem Internet entnommene Fake-Titelseite einer vermeintlichen Ausgabe von National Geographic)

 

 

 

2017_10_03_09_01_20_Flüchtlinge_in_Europa_EU_Kommission_will_Zehntausende_Flüchtlinge_legal_einreis

Quelle: SPIEGEL-Online; 27.09.2017)

 

 

2017-08-29 FOCUS_Merkel_will_Wirtschaftsflüchtlingen_aus_Afrika_legale_Wege_nach_Europa_eröffnen_

(Quelle: FOCUS-Online; 29.08.2017)

 

Interessanterweise haben es afrikanisch-arabische Einwanderer leichter Asyl in Deutschland zu bekommen als Osteuropäer:

2016-01-16_NTV_Tausende_Asylanträge_abgelehnt_Ukrainer_sollen_abgeschoben_werden_n_tv.de_I

(Quelle: ntv.de; 19.01.2016; „Europäer raus – Afrikaner rein ?!“)

 

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(Quelle: afrolink.com)

 

2016-03-10_Zanzu_Sexuelle_Aufklärung_im_Internet_für_Migranten_Berliner_Zeitung

(Quelle: berliner-zeitung.de; 10.03.2016)

 

„Flüchtlings“-Männern werden in Deutschland Flirtkurse angeboten, um deutsche Frauen bezirzen zu können:

2016-09-07-wdr-de-flirtkurs-fur-fluchtlinge-01

(Quelle: wdr.de; 07.09.2016)

 

Nicht immer ist die begehrte blonde, europäische Frau allerdings begeistert von den Annäherungsversuchen der Neubürger.

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(Quelle: Internet)

 

Im selben Jahr als obiges Musikvideo produziert wurde, wurde eine junge, blondhaarige schwedische Frau in Göteborg von einem äthiopischen „Flüchtling“ brutal vergewaltigt und ermordet.

2011-06-10_THE LOCAL.se years_for_Gothenburg_woman_s_ruthless_killing_The_Local_Internet_Explor

(Quelle: thelocal.se; 10.06.2011)

 

Im Internet zirkuliert das von der Polizei aufgenommene Foto der Leiche des Opfers. Darauf ist Gott sei Dank das Gesicht nicht zu erkennen aber das Bild ist verstörend genug (es versteht sich von selbst, dass ich es hier nicht abbilde).  Die Beine der erstarrten Leiche sind gespreizt und angewinkelt: der Mörder hatte sein Opfer demnach vergewaltigt als es bereits leblos war. Eine tragische Randnotiz ist, dass Elin Krantz wohl Mitglied der Facebook-Gruppe „We like diversity“ war.

Es gibt auf YouTube mehere Videos, welche die Agressivität afrikanischer „Refugees“ zeigen, wenn ihnen weiße Frauen abweisend gegenüberstehen. Ein Beispiel, welches noch glimpflich ausging ist hier zu sehen, ein anderes hier.

Es geht mir hier mitnichten darum Hass gegen Schwarze oder gegen Orientalen zu schüren, sondern darauf hinzuweisen, dass mit der Masseneinwanderung viele zwielichtige Gestalten nach Europa gelangen.

Aber Zwietracht wird geschürt. Folgendes Video wurde in der Scottish National Portrait Gallery gedreht und mit staatlichen Geldern finanziert.

 

 

 

2017-09-01 TELEGRAPH_L_Oréal_sacks_its_first_transgender_model_for_all_white_people_are_racist_comm

(Quelle: telegraph.co.uk; 01.09.2017)

 

Twitter-Kommentar vom „Transgender-Model“ Munroe Bergdorf über Menschen weißer Hautfarbe:

Weil die meisten von euch nicht einmal erkennen oder ablehnen, anzuerkennen, dass eure Existenz, Privilegien und Erfolge als Rasse auf dem Rücken, dem Blut und dem Tod von Menschen anderer Hautfarbe aufgebaut sind. Eure ganze Existenz ist durchtränkt von Rassismus. Von Mikro-Aggressionen bis hin zu Terrorismus habt ihr die Blaupause für diese Sch…e errichtet. […]

Sobald weiße Menschen zugeben, dass ihre Rasse die gewalttätigste und bedrückendste Kraft der Natur auf der Erde ist, können wir weiterreden.

(Quelle: telegraph.co.uk; 01.09.2017)

 

ZEIT-Online berichtete zum Tag der Deutschen Einheit in einem Artikel über die Kinderbetreuung in der DDR. Zur Illustration dieses Artikels wurde ein Bild ausgewählt, auf dem Ost-Berliner Kinder gemeinsam mit einer Lehrerin/Erzieherin am Palast der Republik – in welchem sich der Berliner Dom spiegelt –  vorbeispazieren. Eine tolle Aufnahme.

 

2017-10-03_Tag_der_Deutschen_Einheit_Die_Mauer_ist_nicht_gefallen_ZEIT_ONLINE_Internet - Kopie

(Quelle: ZEIT-Online, 03.10.2017)

 

Wenn wir nun die Kinder näher betrachten, so fällt auf, dass alle acht blondhaarig sind, wie es gewiss weit verbreitet war im Ost-Berlin der 1970er und 1980er Jahre. Der Anteil ausländischer Kinder, bzw. von Kindern mit Migrationshintergrund, war schließlich recht gering, selbst in der Hauptstadt der DDR.

Wie sieht es diesbzüglich heute aus in den größten deutschen Städten? Die WELT titelte im Mai 2017, dass bald jeder zweite Hamburger einen Migrationshintergund haben werde.

2017-05-22_Hamburg_Bald_hat_jeder_Zweite_einen_Migrationshintergrund_WELT 01

(Quelle: WELT.de; 22.05.2017)

 

Nun handelt es sich hier um einen Durchschnittswert von Menschen mit Migrationshintergrund über ganz Hamburg und über sämtliche Altersklassen verteilt.

Bemerkenswerterweise veröffentlichte die WELT auch die Prozentzahlen in der Altersklasse von 0 bis 18 Jahren in verschiedenen, eher benachteiligten Stadtteilen:

2017-05-22_Hamburg_Bald_hat_jeder_Zweite_einen_Migrationshintergrund_WELT 02

(Quelle: WELT.de; 22.05.2017)

 

Wer soll hier wen integrieren?

 

BILD-München brachte im Juni 2017 eine ähnlich lautende Meldung in Bezug auf die Bayern-Metropole.

2017-06-10 BILD_Mia san bunt

(Quelle: BILD.de; 17.06.2017)

 

München wird also immer bunter, sprich immer toller. Ob es irgendwann bunt genug sein wird?

Aber das sind die Schlagworte: eine freiheitliche Demokratie, zumal ein Hochtechnologieland wie Deutschland müsse offen für Einwanderung im großen Stil sein, sonst wäre der wirtschaftliche Erfolg auch nicht zu halten.

Allerdings wurde diese Erkenntnis (besser: dieses Dogma des Globalismus) den Japanern noch nicht ausreichend verklickert.

2017-05-08 JEWSNEWS__Japanese_PM_tells_the_United_Nations_to_shove_it_will_not_take_in_any_Muslim_r

(Quelle: JEWSNEWS.co.il; 03.05.2017)

 

Es wird Japan wohl niemand in Abrede stellen, dass es sich einerseits um einen sogenannten demokratischen Staat und andererseits um ein Hochtechnologieland par excellence handelt.

Woher rührt also diese Widerspenstigkeit, sich nicht diesem liberalistisch-globalistischem Dogma der vermeintlichen Segnungen kulturfremder Masseneinwanderung zu beugen?

Nun die Japaner hatten sich bereits der versuchten Christianisierung erfolgreich zur Wehr gesetzt.

 

2017-09-17 ZEIT_Bundestagswahl_Wer_sagt_denn_dass_Deutschland_den_Deutschen_gehört_ZEIT_O

(Quelle: ZEIT-Online; 17.09.2017)

 

Auch folgende Meldung wäre in Japan gewiss undenkbar.

2012-01-04 RP_Einbürgerung auch ohne Deutschkenntnisse

(Quelle: RP-Online.de; 04.01.2012)

 

Die WELT berichtete am 3. November 2017 über Vorfälle an der Berliner Polizei-Akademie.

Auf dieser Akademie werden Deutsch-Nachhilfekurse für Polizeianwärter mit Migrationshintergrund angeboten. Das ist schon allein für sich genommen ausreichend befremdlich, da man annehmen sollte, dass es eine Grundvoraussetzung ist fließend deutsch sprechen zu können, um auf einer deutschen Polizei-Akademie aufgenommen zu werden.

Darüber hinaus kam es zu disziplinarischen Vorfällen, zudem wurde der Verdacht ausgesprochen, dass die organisierte Kriminalität Berlins, dominiert von arabischen Großfamilienclans, versucht die Hauptstadtpolizei zu unterwandern.

 

2017-11-03_WELT_Vorgänge_an_der_Polizeiakademie_CDU_und_FDP_in_Berlin_fordern_Sondersitzung_des

(Quelle: WELT.de; 03.11.2017)

 

Arabische Familienclans treiben nicht nur in Berlin ihr Unwesen. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtete ebenfalls am 3. November 2017 über einen verstörenden Vorfall in Essen.

2017-11-03_Schwangere_Frau_aus_Essen_wurde_verschleppt_und_misshandelt_WAZ.de_Essen

(Quelle: WAZ.de; 03.11.2017)

 

und zu guter Letzt:

2017-11-13 HUFFPOST_Mann_missbraucht_Pony_in_einem_Berliner_Park_so_widerlich_schlachtet_die_AfD_d

(Quelle: huffingtonpost.de; 13.11.2017)

 

Dieses Land wird zielgerichtet gegen die Wand gefahren.

 


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Und grün ist die Farbe des Schwachsinns

Der Elefant im Raum

 

 

 

 

Von historischen Zeitungsmeldungen, Gräuelpropaganda und einer magischen Zahl

ERSTER TEIL:

Der Kongress der Vereinigten Staaten verfügt über eine eigene Bibliothek. Auf deren Internetseite sind historische Tageszeitungen aus der Zeit von 1789 bis 1924 einsehbar.

Unter anderem auch die Ausgabe der einstigen New Yorker Zeitung „The Sun“ vom 6. Juni 1915.

 

Bild 49 zeigt die Startseite der fünften Sektion dieser Ausgabe. Beinahe die ganze Seite wird von einem einzigen Artikel mit folgendem Titel eingenommen:

Horrors Worse Than Kishineff Charged Against Russia To-day

Russland wird heute beschuldigt schlimmere Gräuel als Kischinew* zu begehen

*Kischinew ist der alte Name von Chişinău, der Hauptstadt des heutigen Moldawiens. Im April 1903 fand in dieser Stadt ein Pogrom statt, bei dem gemäß Wikipedia 47 – 49 yüdische Bürger den Tod fanden.

 

 

Der Artikel wurde von einem gewissen Herman Bernstein verfasst und er schreibt darin, dass 6 Mio. Yuden (Anm.: das wurde von mir bewußt so codiert geschrieben) im Russischen Zarenreich tödlich bedroht wären.

 

6 Mio. Yuden, die Hälfte des yüdischen Volkes weltweit, werden verfolgt, gejagt, gedemütigt, gefoltert und ausgehungert. Tausende von ihnen wurden abgeschlachtet.

Hunderttausende von Yuden, alte Männer, Frauen und Kinder, werden gnadenlos von Stadt zu Stadt getrieben.

(Herman Bernstein, The Sun, 6. Juni 1915)

 

 

Auf YouTube wurde vor ein paar Jahren ein Video hochgeladen, in welchem ein englischer Muttersprachler – dem Akzent nach zu urteilen, ein Ire oder ein Schotte – zehn historische Zeitungsartikel (aus dem Zeitraum von 1915 bis 1938) abfilmt.

All diesen Artikeln ist gemein, dass die Zahl 6 Mio. in Zusammenhang mit Yudenverfolgung, bis hin zu „Ausrottungsabsichten“ thematisiert wird.

Mittlerweile gibt es von diesem Video mehrere Versionen und ich hab mir eine mit deutschen Untertiteln heruntergeladen. Diese deutsche Übersetzung ist alles andere als perfekt, sie wurde möglicherweise direkt von einem Übersetzungsprogramm erstellt und 1:1 übernommen, aber sie hilft die Kernaussagen, der jeweils vorgestellten Passagen zu verstehen, wenn man des Englischen nicht mächtig ist.

Der erste Zeitungsbericht, der in diesem Video vorgestellt wird, ist der eben Besprochene von „The Sun“ vom 6. Juni 1915.

 

1. The Sun of New York vom 6. Juni 1915

1915-06-05 The sun 01

(YouTube-Video: The Sun of New York; 6. Juni 1915)

 

Die Titelseite der fünften Sektion:

1915-06-05 The sun 02

(YouTube-Video: The Sun of New York; 6. Juni 1915, fifth section)

 

1915-06-05 The sun 03

(YouTube-Video: The Sun of New York; 6. Juni 1915; fifth section)

 

 

1915-06-05 The sun 05

(YouTube-Video: The Sun of New York; 6. Juni 1915; fifth section)

 

 

2.  New York Times vom 18. Oktober 1918

1918-10-18 NYT 01

(YouTube-Video: New York Times; 18. Oktober 1918)

 

1918-10-18 NYT 02

(YouTube-Video: New York Times; 18. Oktober 1918; PDF)

 

1918-10-18 NYT 03

(YouTube-Video: New York Times; 18. Oktober 1918; PDF)

 

1918-10-18 NYT 04

(YouTube-Video: New York Times; 18. Oktober 1918; PDF)

 

Diesen Artikel habe ich von der Internetseite der New York Times als PDF-Datei herunterladen können (wie übrigens alle weiteren Artikel dieser Zeitung, die im Video zitiert werden):

1918-10-18 NYT $1,000,000,000 fund ton rebuild to jewry

(New York Times; 18. Oktober 1918, PDF)

 

Mitglieder dieses Komitees waren neben anderen Personen auch Felix M. Warburg, Nathan Straus, Henry Morgenthau Senior und Rabbi Stephen Samuel Wise. Speziell auf die beiden letzteren werden wir später noch näher eingehen.

 

3.  New York Times vom 8. September 1919

1919-09-08 NYT 01

(YouTube-Video: New York Times; 8. September 1919)

 

1919-09-08 NYT 01b Seite 6

(YouTube-Video: New York Times; 8. September 1919; Seite 6;  PDF)

 

1919-09-08 NYT 02

(YouTube-Video: New York Times; 8. September 1919; Seite 6;  PDF)

 

Diese Tatsache, dass die Bevölkerung von 6.000.000 Seelen in der Ukraine und in Polen mündlich und durch Handlungen (Taten) darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass sie komplett ausgerottet werden wird.

(New York Times; 8. September 1919; PDF)

 

1919-09-08 NYT 04

(YouTube-Video: New York Times; 8. September 1919; Seite 6; PDF)

 

Herman Bernstein, der Verfasser des obigen Artikels von „The Sun“ ist hier ebenfalls mit von der Partie.

1919-09-08_NYT_Ukrainian_Jews_aim_to_stop_pogroms_Herman_Bernstein.pdf_Foxit_R
(New York Times; 8. September 1919, PDF)

 

4.  New York Times vom 12. November 1919

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(YouTube-Video: New York Times; 12. November 1919)

 

Auf Seite 7 dieser Ausgabe wurde ein Artikel des einflussreichen Bankiers Felix M. Warburg veröffentlicht:

1919-11-12 NYT 02 page 7

(YouTube-Video: New York Times; 12. November 1919; Seite 7; PDF)

 

1919-11-12 NYT 03 page 7

(YouTube-Video: New York Times; 12. November 1919; Seite 7; PDF)

 

 

5.  Atlanta Constitution vom 23. Februar 1920

1920-02-23 Atlanta Constitution 01

(YouTube-Video: Atlanta Constitution; 23. Februar 1920)

 

Seite 3:

1920-02-23 Atlanta Constitution 02 seite 3

(YouTube-Video: Atlanta Constitution; 23. Februar 1920; Seite 3)

 

1920-02-23 Atlanta Constitution 03 seite 3

(YouTube-Video: Atlanta Constitution; 23. Februar 1920; Seite 3)

 

… Hunger und Leiden der 6 Mio. Yuden, die in Osteuropa und in Palästina leben.

(Atlanta Constitution; 23. Februar 1920; Seite 3)

 

1920-02-23 Atlanta Constitution 04 seite 3

(YouTube-Video: Atlanta Constitution; 23. Februar 1920; Seite 3)

 

6.  New York Times vom 7. Mai 1920

Autor: Nathan Straus

1920-05-07 NYT 01

(YouTube-Video: New York Times; 7. Mai 1920)

 

1920-05-07 NYT 02

(YouTube-Video: New York Times; 7. Mai 1920; PDF)

 

1920-05-07 NYT 03 - Kopie

(YouTube-Video: New York Times; 7. Mai 1920; PDF)

 

Der Fonds für jüdische Kriegsleidende in Mittel- und Osteuropa, wo sechs Millionen schrecklichen Bedingungen wie Hungersnot, Krankheit und Tod gegenüberstehen, wurde gestern durch einen Beitrag über 100.000 Dollar von Nathan Straus angereichert. Rabbi Stephen S. Wise verkündete diese Gabe anlässlich der Versammlung von Gestern Nachmittag […]

(New York Times; 7. Mai 1920; PDF)

 

1920_05_07_jewish_war_aid_gets_c2a7100000_gift - Kopie

(New York Times; 7. Mai 1920; PDF)

 

 

7.  New York Times vom 20. Juli 1921

1921-07-20 NYT 01

(YouTube-Video: New York Times; 20. Juli 1921)

 

1921-07-20 NYT 02 seite 2

(YouTube-Video: New York Times; 7. Mai 1921; Seite 2; PDF)

 

Russlands 6.000.000 Yuden sehen sich mit der Vernichtung durch Massaker konfrontiert.

(New York Times; 7. Mai 1921; Seite 2; PDF)

 

1921-07-20 NYT 03 seite 2

(YouTube-Video: New York Times; 7. Mai 1921; Seite 2; PDF)

 

8.  The Gazette of Montreal vom 20. September 1931

Autor: Rabbi Stephen Samuel Wise

1931-12-29 The Gazette of Montreal 01

(YouTube-Video: The Gazette of Montreal; 29. Dezember 1931)

 

1931-12-29 The Gazette of Montreal 02 seite 6

(YouTube-Video: The Gazette of Montreal; 29. Dezember 1931; Seite 6)

 

1931-12-29 The Gazette of Montreal 03 seite 6

(YouTube-Video: The Gazette of Montreal; 29. Dezember 1931)

 

1931-12-29 The Gazette of Montreal 04 seite 6

(YouTube-Video: The Gazette of Montreal; 29. Dezember 1931)

 

Wie bereits weiter oben angekündigt, nun ein kleiner Exkurs zu Rabbi Stephen Samuel Wise:

 

 

Zu dieser Deklaration ist folgendes auf Wikipedia festgehalten:

 

Mit „Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen während des Krieges“ ist nichts anderes gemeint als der Kriegseintritt der USA, bei vollem Einsatz ihres militärisch-industriellen Potentials. Eben dieses wurde der Britischen Regierung von den einflussreichen Zionisten in Aussicht gestellt: sie würden dafür sorgen, dass die Vereinigten Staaten voll in den europäischen Krieg eingreifen und diesen dadurch für England und Frankreich gewinnen würden. Im Gegenzug musste sich England verpflichten, ihnen – nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches – Palästina zu überlassen.

Angesichts der zunehmenden Erschöpfung der europäischen Kriegsteilnehmer und dem Wegfall der Ostfront durch die russische Oktoberrevolution, wäre es den verbliebenen Großmächten unter den Alliierten, sprich: Großbritannien und Frankreich, aller Voraussicht nach nicht gelungen das Deutsche Kaiserreich niederzuringen.

Im Gegenteil, die frei gewordenen deutschen Kräfte im Osten wurde Ende 1917 an die Westfront geworfen und veränderten dadurch das Gleichgewicht im Westen zugunsten Deutschlands.

Lord Balfour, seines Zeichens britischer Außenminister, war lediglich der Unterzeichner, ausgearbeitet und angefertigt wurde dieses Schriftstück von mehreren einflussreichen Zionisten. Neben Rabbi Stephen Samuel Wise auch von Chaim Weizmann, Leon Simon und anderen.

 

Nachfolgend eine zeitgenössische Abbildung Lord Balfours, sowie die an Lord Rothschild adressierte „Balfour-Deklaration“:

 

 

Bei den „Friedensverhandlungen“ 1919 in Versailles pochte die anwesende „yüdische“ Delegation schließlich mit diesem Dokument darauf über Palästina verfügen zu dürfen.

Es soll hierbei nicht vergessen werden, dass Deutschland den Alliierten im Dezember 1916 – sprich in der zeitlichen Mitte des Kriegs und zwei Jahre vor dessen Ende – ein Friedensangebot unterbreitete, welches diese letztlich ausschlugen.

1916-12-13 Friedensangebot_der_Mittelmächte.pdf_Foxit_Reader

(Frankfurter Zeitung vom 13. Dezember 1916; PDF)

 

(In meinem letzten Blogbeitrag hatte ich bereits Belege angeführt, dass Deutschland, entgegen der offiziellen Geschichtsschreibung, mitnichten die Hauptverantwortung dafür trägt, dass es zum Ersten Weltkrieg kam, s. hier)

Abschließend in diesem Zusammenhang noch der Auszug eines Gesprächs Balfours mit dem US-Diplomaten Henry White aus dem Jahre 1907:

BALFOUR: „Wir sind wahrscheinlich Narren, dass wir keinen Grund finden, um Deutschland einen Krieg zu erklären, bevor es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.“

WHITE: „Sie sind im Privatleben ein Mann von edler Gesinnung. Wie können Sie etwas so politisch Unmoralisches in Erwägung ziehen, wie einen Krieg gegen eine harmlose Nation zu provozieren, die ein ebenso gutes Recht auf eine Marine hat, wie Sie es haben? Wenn Sie in Wettbewerb mit dem deutschen Handel treten wollen, dann arbeiten Sie härter.“

BALFOUR: „Das würde bedeuten, dass wir unseren Lebensstandard absenken müssen. Vielleicht wäre es einfacher für uns, einen Krieg zu führen.“

WHITE: „Ich bin schockiert, dass es unter allen Männern (Menschen) gerade Sie sein sollten solche Prinzipien auszusprechen.”

BALFOUR: „Ist es eine Frage von richtig oder falsch? Vielleicht ist es einfach eine Frage der Beibehaltung unserer Vorherrschaft.”

(Quelle: Allan Nevins, „Henry White – Thirty Years of American Diplomacy“, New York: Harper Bros., 1930, pp. 257-258)

 

 

9.  New York Times vom 31. Mai 1936

1936-05-31 NYT 01

(YouTube-Video: New York Times; 31. Mai 1936)

 

Seite 14:

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(YouTube-Video: New York Times; 31. Mai 1936; Seite 14; PDF)

 

Und hier, zwei Monate vor den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, taucht zum ersten Mal das „H-Wort“ (H0L0CAUST) auf:

Die Petition, die die Meinung der erleuchteten christlichen Führung in den Vereinigten Staaten zum Ausdruck bringt, favorisiert eine größere yüdische Einwanderung nach Palästina und betont die unerträglichen Leiden der Millionen von Yuden im >Europäischen H0L0CAUST<.

(New York Times; 31. Mai 1936; Seite 14; PDF)

 

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(YouTube-Video: New York Times; 31. Mai 1936; Seite 14; PDF)

 

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(YouTube-Video: New York Times; 31. Mai 1936; Seite 14; PDF)

 

10.  New York Times vom 23. Februar 1938

Diese zehnte Zeitung ist in dem Video mit deutschen Untertiteln nicht enthalten. Aus diesem Grund habe ich eine weitere Version heruntergeladen.

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(YouTube-Video: New York Times; 23. Februar 1938)

 

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(YouTube-Video: New York Times; 23. Februar 1938; Seite 23; PDF)

 

„Yüdische Tragödie“ dargestellt

Ein deprimierendes Bild von 6.000.000 Yuden in Mitteleuropa, von Schutz und wirtschaftlichen Chancen beraubt, langsam sterbend vor Hunger, ohne alle Hoffnung, wurde den Lehrern von Jacob Tarshis dargestellt.

(New York Times; 23. Februar 1938; Seite 23; PDF)

 

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(YouTube-Video: New York Times; 23. Februar 1938; Seite 23; PDF)

 

Die „yüdische Tragödie“ begann, als Hitler 1933 an die Macht kam, wie Herr Tarshis erklärte. Jetzt hat sich der Antisemitismus auf dreizehn europäische Nationen ausgebreitet und bedroht nun die Existenz von Millionen von Yuden, sagte er.

(New York Times; 23. Februar 1938; Seite 23; PDF)

 

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(New York Times; 23. Februar 1938; Seite 23; PDF)

 

Der Internetseite des „Zentralrates der Yuden in Deutschland“ ist zu entnehmen, dass die Zahl der Yuden in Deutschland von 500.000 im Juni 1933 durch „Emigration und Vertreibung“ auf gut 200.000 im Juni 1939 zurückging.

 

 

In einem an Weihnachten 1939 veröffentlichten Artikel der New York Times ist ein weiteres Mal von einem „H0L0CAUST“ die Rede.

 

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(New York Times; 24. Dezember 1939; PDF)

 

…, es muss als ein weiteres Beispiel des Katastrophen-H0L0CAUSTS betrachtet werden, mit welchem Hitler ganze Nationen und Massen von Individuen heimgesucht hat, …

(Rabbi Louis Israel Newman in der New York Times vom 24. Dezember 1939; PDF)

 

Über Rabbi Louis Israel Newman ist der englischsprachigen Wikipedia folgendes interessante Detail zu erfahren.

Im Jahr 1917 wurde Newman Assistent von Rabbi Stephen Wise an der Freien Synagoge in New York City und wurde dann von Stephen Wise und Martin Meyer im Jahre 1918 ordiniert [Anm. d. Verf.: zum Rabbi geweiht].

(Quelle: en.wikipedia.org)

 

Nach dem Mai 1936 nun im Dezember 1939 abermals ein Hinweis auf einen „H0L0CAUST“, zu einem Zeitpunkt also, als Polen besiegt war und der Zweite Weltkrieg in Europa ruhte.

Der Westfeldzug, der mit der Eroberung Frankreichs endete, vollzog sich von Mai bis Juni 1940. Der Angriff auf die Sowjetunion erfolgte im Juni 1941.

Betrachten wir die Begriffsdefinition des Wortes „H0L0CAUST“ nach Oxford Living Dictionaries:

 

 

1)   Die Zerstörung oder Schlachtung im Massenmaßstab, vor allem durch Feuer oder einen Atomkrieg verursacht. „Ein nuklearer H0L0CAUST“

 1.1)  Der Massenmord an Juden unter dem deutschen NS-Regime in der Zeit von   1941 – 1945. Mehr als 6 Millionen europäische Yuden, sowie Mitglieder anderer verfolgter Gruppen wurden in Konzentrationslagern wie Auschwitz ermordet.

2)   Historisch: Eine yüdische Opfergabe, die ganz auf einem Altar verbrannt wurde.

Ursprung:  … aus dem griechischen holokauston, aus holosganz‚ + kaustosverbrannt‚.

(Quelle: en.oxforddictionaries.com)

 

Betrachten wir zunächst die unter 1.1)  festgelegte Erklärung, so fällt auf, dass dieser millionenfache Massenmord an Yuden im Zeitraum von 1941 – 1945 stattfand.

Insofern kann die unter 1)  aufgeführte Definition in den Jahren 1936 und 1939 noch keine Rolle gespielt haben.

Interessant ist nun die unter 2) festgehaltene historische Bedeutung dieses Begriffs als religiöse Opfergabe in Form einer vollständigen Verbrennung.

 

Auf der englischsprachigen Wikipedia ist hinsichtlich dieser ursprünglichen Bedeutung folgendes festgehalten:

 

Ein H0L0CAUST ist ein religiöses Tieropfer, das vollständig von Feuer aufgezehrt wird. Diese Bezeichnung stammt aus dem altgriechischen Holokaustos […], welche nur für eine der Hauptformen von Opfergaben verwendet wird.

(Quelle: en.wikipedia.org)

 

 

Im altertümlichen Israel wurden allerdings nicht nur Tiere geopfert, sondern auch Menschen. Insbesondere Kinder wurden zu Ehren der Gottheit Moloch umgebracht.

 

 

Der Beweis für die Moloch-Anbetung im alten Israel findet sich sowohl in der rechtlichen, als auch in der historischen und prophetischen Literatur der Bibel. Im Pentateuch sprechen die Gesetze des Heiligkeitsgesetzes über das Geben oder Übergeben von Kindern zu Moloch (Lev 18,21, 20: 2-4) und das Gesetz im Deuteronomium spricht davon „den eigenen Sohn oder die eigene Tochter dem Feuer zu übergeben“ (18:10)

(Quelle: jewishvirtuallibrary.org)

 

Ahas, König von Juda (735–715 v. Chr) ließ seinen Sohn für Moloch verbrennen.

 

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„Bible Pictures with brief descriptions“ by Charles Foster, 1897. Original caption: „This is an idol named Molech.“ (fr.wikipedia.org)

 

Im Alten Testament, im 1. Buch Mose (Genesis) stellt Jahwe („Gott“) Abraham auf die Probe, in dem er von ihm verlangt seinen Sohn Isaak zu opfern. Abraham ist schließlich gewillt diese Tat zu vollbringen.

An der Opferstätte hält ein Engel Abraham jedoch im letzten Moment davon ab, seinen Sohn zu töten. Daraufhin wird Abraham für seine Gottesfurcht belohnt, da er bereit war, dieses große Opfer zu bringen

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Die Opferung Isaaks“ Caravaggio – en.wikipedia.org

 

In der Lutherbibel von 1912 spricht Jahwe zu Abraham folgendes:

Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.

(Quelle: bibeltext.com/l12/genesis/22; Lutherbibel 1912)

 

 

In der englischen Douay-Rheims Bibel von 1609 wird noch das ursprüngliche Wort für Brandopfer verwendet.

Take thy only begotten son Isaac, whom thou lovest, and go into the land of vision: and there thou shalt offer him for a H0L0CAUST upon one of the mountains which I will show thee.

(Quelle: biblehub.com/drb/genesis/22; Douay-Rheims BiblePDF)

 

 

Und hier die Stelle aus der gescannten Original-Bibel

1609_Doway_Old_Testament_vv_hlcst.pdf_Foxit_Reader

Douay-Rheims Bible; 1609; Genesis 22; PDF

 

Halten wir also folgendes fest: Die ursprüngliche, jahrtausendealte Bedeutung des Wortes H0L0CAUST (bzw. die althebräische Entsprechung olah) lautet: an eine Gottheit dargebrachte und vollständig verbrannte Opfergabe.

Dieser Opfergaben wurden erbracht, um eine Gottheit (oder einen Dämon) gnädig zu stimmen, d.h. um eine wichtige Gegenleistung zu erbitten, z.B. Regen, Fruchtbarkeit und eine gute Ernte oder Verschonung von erwarteten Gottesstrafen (Naturkatastrophen) oder auch Schlachtenglück vor einem anstehenden Krieg gegen einen mächtigen Gegner.

Je wichtiger eine Sache war, die von der Gottheit erbeten wurde, dementsprechend musste auch das dargebrachte Opfer umso wertvoller sein, bis hin zur Opferung der eigenen Kinder.

Warum also wurde diese Begrifflichkeit bereits 1936 (!) in Zusammenhang eines kommenden Massenmordes an Yuden gewählt und schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg als offizielle Bezeichnung für diesen industriellen Massenmord festgelegt?

Nun, auf Wikipedia wird folgende Erklärung angeführt.

Seit etwa 1600 bezeichnete das englische Wort H0L0CAUST auch Feuertode, seit etwa 1800 auch Massaker, seit 1895 auch ethnische Massaker wie den späteren Völkermord an den Armeniern. Im Dezember 1942 verwendete die britische Tageszeitung News Chronicle noch ohne Kenntnis der NS-Vernichtungsmethoden das Wort erstmals für Adolf Hitlers Vernichtungsplan an den Yuden.

(Quelle: de.wikipedia.org)

 

Dieser Ansatz kann allerdings nicht die gebotenen Zweifel beseitigen. Zum einen können wir im zweiten Satz ganz klar eine Falschmeldung identifizieren, da wir jetzt wissen, dass in der New York Times bereits 1936 diese Bezeichnung in diesem Kontext (eines künftigen, durch Hitler-Deutschland erst noch zu begehenden Massenmordes) verwendet wurde.

Für die Behauptungen, dass dieses Wort im englischen bereits seit 1600, bzw. seit 1800 in einem anderen als dem historischen Kontext gebräuchlich sei, fehlen konkrete Beispiele für derart bezeichnete Ereignisse und auch Namen der Personen, die diese Ereignisse so bezeichnet haben sollen.

Was die Benennung des Völkermords an den Armeniern betrifft, will ich auf folgende Passage aus der Biographie Henry Morgenthaus des Älteren verweisen:

2017_07_22_21_18_17_Henry_Morgenthau_senior_Wikipedia

(Quelle/Link: de.wikipedia.org)

 

2017_06_29_17_10_36_Henry_Morgenthau_Sr._Wikipedia_Internet_Explorer

(Quelle/Link: en.wikipedia.org)

 

Es scheint nun keineswegs abwegig, dass die Verwendung des Begriffs H0L0CAUST für den Genozid an den Armeniern, ihren Ursprung in eben jenem Personenkreis hat, der seit 1915 wiederkehrend die Zahl von 6 Mio. bedrohten Seelen ins Spiel gebracht hat und der letztlich auch diesen Begriff in den 1930er Jahren in Zusammenhang mit einer kommenden, von den deutschen durchgeführten, Massenvernichtung an den Yuden Europas prägte. Diese Kreise wußten um die historische und ursprüngliche Bedeutung dieses Wortes.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Zahl von 6 Millionen ermordeten Yuden in die offizielle Geschichtsschreibung ein. Wobei das Gros davon auf Auschwitz entfiel, bei einer Gesamtopferzahl von 4 Millionen.

In unmenschlicher Weise verfolgten die faschistischen deutschen Imperialisten […] die Yuden. Sie ermordeten in ihren Konzentrationslagern den größten Teil der yüdischen Bevölkerung, etwa 6 Millionen Männer, Frauen und Kinder fanden einen grausamen Tod. Nur eine Minderheit konnte emigrieren.

(Quelle: MEYERS TASCHENLEXIKON; VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1965; S. 479)

 

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MEYERS TASCHENLEXIKON; VEB Bibliograhisches Institut Leipzig 1965; S. 543

 

Alte Gedenktafel in Auschwitz („4 Millionen Opfer“):

 

Diese Gedenktafel wurde allerdings 1990 entfernt und durch eine neue ersetzt.

Der SPIEGEL berichtete in diesem Zusammenhang folgendes

„Ich empfinde Verlegenheit“ - DER SPIEGEL 30_1990

(Quelle: spiegel.de; DER SPIEGEL 30/1990; PDF; 23.07.1990)

 

Statt 4 Millionen nur mehr 1,5 Millionen Gesamtopfer und die Zahl der yüdischen Opfer wurde dann mit 1,35 Millionen beziffert.

Bis dahin wurde die Zahl der yüdischen Opfer in Auschwitz mit 3 Millionen angesetzt. Der ehemalige Kommandant des Konzentrationslagers, Rudolf Höß, bestätigte diese Zahl schließlich nach „intensiver Befragung“.

 

Neue Gedenktafel in Auschwitz („1,5 Millionen Opfer“):

 

Mittlerweile wurden auch diese Zahlen für Ausschwitz weiter nach unten korrigiert.

 

 

Die 2009er Ausgabe des französischen Lexikons „LE PETIT LAROUSSE“:

Camp de concentration allemand ouvert en 1940. À proximité, les Allemands créèrent aussi le plus grand des camps d’extermination (Auschwitz-Birkenau) et en camp de travail (Auschwitz-Monowitz). Entre 1940 et 1945, un million de Juifs y périrent.

Deutsches Konzentrationslager, eröffnet im Jahr 1940. In der Nähe errichteten die Deutschen auch das größte aller Vernichtungslager (Auschwitz-Birkenau), sowie ein Arbeitslager (Auschwitz-Monowitz). Zwischen 1940 und 1945 starben hier eine Million Yuden.

(Quelle: LE PETIT LAROUSSE 2009; S. 1141: „Auschwitz“)

 

Bemerkenswert ist nun der Sachverhalt, dass trotz dieser deutlichen Reduktion der yüdischen Opferzahlen des – wohlgemerkt –  „größten aller Vernichtungslager“, die Gesamtzahl der ums Leben gekommenen Yuden gleichbleibend bei plusminus 6 Millionen angegeben wird.

 

Shoah: hebräisches Wort, Bedeutung:  „Vernichtung“ , Bezeichnung für die Vernichtung von rund sechs Millionen Yuden durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg.

(Quelle: LE PETIT LAROUSSE 2009; S. 1684: „Shoah“)

 

Und damit ist nicht zu „spaßen“, wie folgendes Beispiel zeigt.

Die Berliner Zeitung veröffentlichte im Nachgang zum Attentat auf das französische „Satiremagazin“ Charlie Hebdo im Januar 2015 eine Auswahl verschiedener Titelbilder dieses Magazins.

Die vermittelte Botschaft lautete, dass der Anschlag auf die Macher dieser „Satirezeitung“ ein Angriff auf die westlichen Werte, auf die Meinungsfreiheit und letztlich gar ein Angriff auf die Freiheit selbst war.

Die Veröffentlichung satirischer Zeichnungen auf der Titelseite der eigenen Zeitung war für die Berliner Zeitung sozusagen ein aktiver Beitrag zur Verteidigung westlich-liberaler Werte.

 

Berliner Zeitung cdn.honestlyconcerned.info

(Titelblatt der „Berliner Zeitung“ vom 8. Januar 2015; Quelle: cdn.honestlyconcerned.info)

 

Betrachten wir nun die drei Bilder der unteren Reihe.

www.egaliteetreconciliation.fr shoah_hebdo-2-e3022

Alles Charlie Hebdo?

 

In der Mitte sehen wir eine Karikatur Papst Benedikts des XVI. Der Titel des Bildes lautet: „Ein Maulwurf im Vatikan!“ (Anmerkung: ein Maulwurf ist eine Person, die Geheimnisse einer geschlossenen Gruppe nach außen trägt.) Dem Papst werde folgende Worte in den Mund gelegt:

„Das ist mal was anderes als dauernd diese Chorknaben!“

Auf der rechten Seite erkennen wir einen Muslim, einen religiösen Führer oder Mohamed selbst, denn Charlie Hebdo hatte in der Vergangenheit manche, mitunter überaus schlüpfrige bis geschmacklose Karikaturen Mohameds in diesem Stil veröffentlicht. Im Titel können wir lesen: SCHARIA HEBDO. Der für dieses Magazin geradezu harmlose Ausspruch lautet:

„100 Peitschenschläge, wenn Sie nicht vor Lachen sterben!“

Links sehen wir nun eine Kopie der rechten Karikatur. Anstelle von SCHARIA HEBDO lesen wir SHOAH HEBDO und jetzt ist es ein Rabbi, der den Finger hebt und etwas mitzuteilen hat.

Seine Aussage lautet:

„Einen Nachlass von einer Million auf die 6 (Millionen) und

im Gegensatz bekommen wir ganz Palästina!“

 

Verfasser dieses Plagiats ist ein gewisser Joe Le Corbeau.

Die Berliner Zeitung wurde sodann auf diesen Irrtum aufmerksam gemacht und in größte Verlegenheit gebracht.

2015-01-15 Berliner Zeitung_Erklärung_der_Berliner_Zeitung_Entschuldigung_für_Abdruck_einer_falschen_Karikatur

(Quelle: berliner-zeitung.de; 15. Januar 2015)

 

Möglicherweise obliegt es Menschen mit aufgewecktem Geist und direktem Bezug zum Yudentum, Kritik in diesem Zusammenhang voranzubringen und in die Öffentlichkeit zu tragen.

Nach Lage der Dinge haben sie strafrechtlich weniger zu befürchten. Gleichwohl droht ihnen ebenfalls die öffentliche Ächtung.

Ein herausragendes Beispiel in diesem Kontext ist der Jazzmusiker Gilad Atzmon.

 

2017_06_24_21_43_14_Gilad_Atzmon_Wikipedia

(Quelle: de.wikipedia.org; 24.06.2017)

 

Ein solch kontroverser Auftritt spielte sich im November 2005 in Bochum ab, wie die Ruhrnachrichten zu berichten wussten:

2005-11-29 Ruhrnachrichten.de__alternativ.de_Bewegung_in_Bochum_zugeschnitten

(Quelle: Ruhrnachrichten „Abend voller Dissonanzen“, 29.11.2005; bo-alternativ.de)

 

Auf YouTube wurde die Videoaufnahme eines Gesprächs zwischen ihm und dem britischen Publizisten Paul Eisen hochgeladen.

Ein Screenshot (Schnappschuss) aus diesem Video:

Paul_Eisen_in_conversation_with_Gilad_Atzmon_Part_1_YouTube

(Quelle: YouTube.com)

 

2017_06_25_09_59_56_Eisen_Paul_Metapedia

(Quelle: de.metapedia.org; 25.06.2017)

 

Nachfolgend die deutsche Übersetzung eines kurzen Auszuges eines Artikels von Paul Eisen vom November 2012.

Dass Yuden von 1933-1945 enorm gelitten haben, steht außer Frage, aber der Gedanke einer vorsätzlichen, geplanten und industriellen Vernichtung der europäischen Yuden mit ikonischen Gaskammern und magischen sechs Millionen wird dazu verwendet, den H0L0CAUST nicht nur speziell, sondern auch heilig zu machen.

Wir sind mit einer neuen, weltlichen Religion konfrontiert, ein falscher Gott mit erstaunlicher Macht, seine Anbetung zu befehlen. Und wie die Kreuzigung mit dem Kreuz, die Auferstehung usw., hat der H0L0CAUST Schlüsselelemente und heilige Elemente – das Vernichtungsgesetz, die Gaskammern und die sakralen sechs Millionen. Es sind diese Elemente, die den heiligen H0L0CAUST umfassen, den Yuden, Zionisten und andere anbeten und den die Revisionisten ablehnen (anzubeten).

(P. Eisen: „How I became a H0L0CAUST denier„)

 

Und hier nun ein längerer Auszug des Original-Artikels:

 

Im Juni 2014 besuchte Gilad Atzmon den französischen Literaturwissenschaftler Robert Faurisson in dessen Wohnstätte.

HD1080_Gilad_Atzmon_rencontre_Robert_Faurisson_10_juin_2014_YouTube

(Quelle: youtube.com)

 

Faurisson_Robert_Metapedia

(Quelle: de.metapedia.org; 02.07.2017)

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Nachrichten in Schrift, Ton und Bild von den allierten Besatzungsmächten für die deutsche Bevölkerung produziert.

Eine filmische Wochenschau der Briten und US-Amerikaner war die „Welt im Film“.

 

Im Bundesarchiv, einer sogenannten Bundesoberbehörde der Bundesrepublik Deutschland, sind die Sendungen dieser Wochenschau dokumentiert und abrufbar.

 

 

In der Sendung Nr. 137 vom 8. Januar 1948 wird unter anderem über den Auschwitz-Prozeß in Krakau berichtet.

 

 

Und hier der Video-Ausschnitt dazu (Dauer:  1 Min. 10 Sek.):

 

 

ZWEITER TEIL:

Die englische Tageszeitung Daily Express veröffentlichte am 24. März 1933 auf der Titelseite sowohl der Morgen- als auch der Abendausgabe einen fast gleichlautenden Artikel unter folgender Überschrift:

 

„JUDEA DECLARES WAR ON GERMANY“

 

Auf einer Internetseite mit dem Namen „H0L0CAUST-Referenz – Argumente gegen Auschwitzleugner“ sind diese Artikel gut dokumentiert und einsehbar.

Auf dieser Seite selbst wird argumentiert, dass es sich hierbei keineswegs um eine Kriegserklärung im klassischen Sinne handeln könne, sondern lediglich um einen Handelsboykott. Derart wird also versucht die Brisanz abzuweisen.

 

Die sogenannten „Kriegserklärungen“ sind allerdings mit dem Wort „Legendenbildung“ noch sehr freundlich umschrieben. Der Artikel des Daily Express vom 24.3.1933 drehte sich in Wirklichkeit um einen Handelsboykott.

(Quelle: www.h-ref.de)

 

Wenden wir uns also dem Inhalt der beiden Meldungen des Daily Express vom 24. März 1933 zu.

Zunächst eine Abbildung des Titelblattes der Morgenausgabe vom 24. März 1933:

judea-declares-war-morning

(Quelle: h-ref.de; „Daily Express vom 24. März 1933; Morgenausgabe)

 

Und nun eine Abbildung des Titelblattes der Abendausgabe vom 24. März 1933:

judea-declares-war-evening

(Quelle: h-ref.de; „Daily Express vom 24. März 1933; Abendausgabe)

 

Judea-Declares-War-On-Germany - Kopie

(Quelle: h-ref.de; „Daily Express vom 24. März 1933; Abendausgabe)

 

 

Auf zitierter Internetseite ist der Inhalt der beiden Artikel aufgeführt.

Zunächst nun eine komprimierte Fassung des Textes der Abendausgabe von dieser Seite. (Anmerkung: Fehler wurden übernommen; z.B. müsste es anstelle von „ministry“  heißen: „industry“)

Anschließend folgt eine von mir angefertigte deutsche Übersetzung dieser komprimierten Fassung.

2017_06_25_13_18_43_Holocaust_Referenz_Die_sogenannten_jüdischen_Kriegserklärungen_Daily_Expres Abendausgabe - Kopie

(Quelle/Link: h-ref.de; Bild-Datei;  Daily Express vom 24.03.1933; Abendausgabe)

 

 

Die deutsche Übersetzung:

 

2017_06_25_14_49_20_DAS_JUDENTUM_ERKLÄRT_KRIEG_GEGEN_DEUTSCHLAND_Word_ABENDAUSGABE

(Quelle des Artikels im Original: h-ref.de; Bild-Datei; Daily Express vom 24.03.1933; Abendausgabe; WORD-Datei der deutschen Übersetzung)

 

Nun, es mag jeder für sich selbst den Inhalt dieser Kriegserklärung beurteilen. Es sollte allerdings heutzutage jedem bekannt sein, dass man Länder mit einem konzertiertem Wirtschafts-, Finanz- und Handelsboykott in die Knie zwingen kann und das solch ein umfassender Boykott als Kriegserklärung aufgefasst werden muss.

Bemerkenswert ist nun aber vor allen Dingen der Sachverhalt, dass der berühmte und vielfach thematisierte deutsche Boykott gegen jüdische Händler, Rechtsanwälte und Ärzte erst acht Tage später, am 1. April  1933 stattfand.

2017_06_30_19_43_45_Berliner_Themenjahr_2013_Der_Boykott_am_1._April_1933

(Quelle: berlin.de)

 

 

Die WELT berichte am 1. April 2013 über diesen „ersten NS-Boykott“:

2013-04-01_WELT.de_Der_erste_NS_Boykott_von_Juden_war_ein_Fiasko_1._April_1933_WELT

(Quelle: WELT.de; 01.04.2013)

 

2017-06-26 19_44_34-Der erste NS-Boykott von Juden war ein Fiasko_ 1. April 1933 - WELT Bild 1 - Kopie

(Quelle: WELT.de; 01.04.2013)

 

… die ganze Aktion war rasch, aber dennoch sorgfältig vorbereitet worden.

 

2017-06-26 19_44_34-Der erste NS-Boykott von Juden war ein Fiasko_ 1. April 1933 - WELT Bild 3 - Kopie

(Quelle: WELT.de; 01.04.2013)

 

Joseph Goebbels, der Berliner NSDAP-Chef und erst eine Woche zuvor berufene Propagandaminister, hatte Hitler überzeugt, eine große antisemitische Aktion in ganz Deutschland zu starten.
2017-06-26 19_44_34-Der erste NS-Boykott von Juden war ein Fiasko_ 1. April 1933 - WELT Bild 4 - Kopie

(Quelle: WELT.de; 01.04.2013)

 

2017-06-26 19_44_34-Der erste NS-Boykott von Juden war ein Fiasko_ 1. April 1933 - WELT Bild 6 - Kopie

(Quelle: WELT.de; 01.04.2013)

 

2017-06-26 19_44_34-Der erste NS-Boykott von Juden war ein Fiasko_ 1. April 1933 - WELT Bild 5 - Kopie

(Quelle: WELT.de; 01.04.2013)

 

 

Die Berliner Morgenpost publizierte auf der Titelseite der Ausgabe vom 1. April 1933 eine Erklärung Joseph Goebbels, sowie einen Aufruf Julius Streichers:

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(Berliner Morgenpost vom 1. April 1933; Quelle: pressechronik1933.dpmu.de)

 

Zunächst die Vergrößerung des Aufrufs von J. Streicher. Anschließend folgt eine Transkription (Reinschrift) davon in lateinischer Schrift.

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(Berliner Morgenpost vom 1. April 1933; „Aufruf an die Parteigenossen“ von J. Streicher; Quelle: pressechronik1933.dpmu.de)

 

Transkription in lateinischer Schrift:

Aufruf_an_die_Parteigenossen_BMP_JStreicher_Kopie_Word 2

(Berliner Morgenpost vom 1. April 1933; „Aufruf an die Parteigenossen“ von J. Streicher; Bild-Datei; Quelle: pressechronik1933.dpmu.de)

 

Wenden wir uns nun der Erklärung des Reichsministers Goebbels zu. Zuerst folgt wieder ein vergrößerter Zeitungsausschnitt und anschließend die transkribierte Fassung.

1933-04-01 BMP JGOEB - Kopie

(Berliner Morgenpost vom 1. April 1933; „Heute Boykott dann
Frist bis Mittwoch – eine Erklärung des Reichsministers Goebbels“; Quelle: pressechronik1933.dpmu.de)

 

Transkription in lateinischer Schrift:

BMP_JGoebb_Kopie_Word

(Berliner Morgenpost vom 1. April 1933; „Heute Boykott dann
Frist bis Mittwoch – eine Erklärung des Reichsministers Goebbels“; Bild-Datei; Quelle: pressechronik1933.dpmu.de)

 

Es fällt auf, dass beide Meldungen, sowohl von J. Streicher als auch von J. Goebbels doch sehr gemäßigt verfasst sind und dass die eigenen Leute zu Disziplin und Gewaltlosigkeit aufgerufen werden

 

Der „Lübecker Volksbote“ berichte auf der Titelseite seiner Ausgabe vom 3. April 1933, daß der Boykott „abgeblasen“ wird. Ein Artikel über englische Pressestimmen wurde ebenfalls auf der Titelseite publiziert:

 

1933_04_03_Englands_Meinung_über_Deutschland

(Quelle: Lübecker Volksbote vom 3. April 1933; PDF)

 

Wenden wir uns wieder der Gegenseite zu. Zunächst eine kurze Vorstellung der Person Samuel Untermyers:

 

 

Die Mitschrift der Ansprache Untermyers konnte ich von der Interseite der New York Times herunterladen.

Es ist hierbei wichtig sich die zeitliche Abfolge der Ereignisse dieser Zeit zu vergegenwärtigen:

  • 5. März 1933: die Nationalsozialisten erringen bei den Neuwahlen zusammen mit den Konservativen (DNVP) eine knappe Mehrheit.
  • 24. März 1933: „Kriegserklärung“ im Daily Express; konzertierter Wirtschafts-, Finanz- und Handelsboykott gegen Deutschland
  • 1. April 1933: Boykott in Deutschland
  • Anfang August 1933 auf dem jüdischen Weltkongress in Amsterdam: Ausrufung eines „heiligen Krieges“ gegen Deutschland. Teilnehmer: S. Untermyer.
  • 6. August 1933: Radioansprache von S. Untermyer: „Heiliger Krieg“ gegen Deutschland.
  • 7. August 1933: New York Times veröffentlicht die Mitschrift der Rede Untermyers.
  • 15. September 1935: Die Nürnberger Gesetze („Rassengesetze“) treten in Kraft.
  • 22. Juni 1941: Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion. Nach offizieller Lesart beginnt damit auch die millionenfache Vernichtung der Yuden in Mittel- und Osteuropa.

 

Nachfolgend eine komprimierte Fassung jener Mitschrift, die in der New York Times am 7. August 1933 veröffentlicht wurde. Anschließend folgt eine deutsche Übersetzung davon.

 

1933_08_07_NYT_Text_of_Untermyr_s_address.pdf_Foxit_Reader - Kopie

(Quelle: New York Times; 7. August 1933; Bild-Datei; PDF-NYT)

 

Die deutsche Übersetzung:

1933_08_07_NYT_Text_of_Untermyr_s_address.pdf_Foxit_Reader - Kopie 3

(Quelle: New York Times; 7. August 1933; Bild-Datei; PDF-NYT)

 

 

Die Wortwahl ist harsch und provozierend und mir stellt sich hierbei folgende Frage: Wenn es so sein sollte, daß Untermyer und dessen Hinter- und Nebenmänner zum Zeitpunkt der Rede (!) davon ausgingen, dass sich ihre Glaubensgenossen in Deutschland tatsächlich einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt sehen, sind dann die in der Rede gewählten Worte Untermyers zweckdienlich, d.h. im Interesse der verfolgten Glaubensgenossen in Deutschland?

Oder ist dieser harsche Ton in Verbund mit der Ankündigung eines Wirtschaftskrieges nicht eher mit Risiko für die Yuden in Deutschland verbunden, da eine Gegenreaktion erwartet werden konnte?

Untermyer spricht wiederholt von Ausrottung und einer vermeintlich geplanten Vernichtung der Yuden seitens der deutschen Regierung.

Wenn wir uns nun den Inhalt des sogenannten Ha’avara-Abkommens vor Augen führen …

 

… und uns noch einmal die bereits weiter oben verlinkte Passage eines Artikels auf der Internetseite des Zentralrates der Yuden in Deutschland in Erinnerung rufen …

 

Vorgeschichte_Zentralrat_der_Juden_in_Deutschland_K.d.ö.R._ - Kopie

(Quelle/Link: zentralratdjuden.de; PDF)

 

… dann kann von planmässigen Vernichtungsabsichten, zumindest im Zeitraum von 1933 bis 1939 keine Rede sein.

 

Machen wir nun einen zeitlichen Sprung. Am 30. März 1958 veröffentlichte die New York Times einen Artikel, bei welchem Inhalte aus folgendem Buch ausführlich besprochen wurden.

ROZEK Edward J. – „Allied War Time Diplomacy“; 1958 by John Wiley & Sons, Inc.

Der Artikel selbst ist bis auf folgende Passage  in diesem Zusammenhang weniger interessant.

Ein Großteil dieses umfangreichen Materials wurde aus Dokumenten (Aufzeichnungen) Stanislaw Mikolajczyks, dem ehemaligen Premierminister Polens, und aus seinen mündlichen Kommentaren entnommen. Diese Papiere wurden als „offizielle Regierungsdokumente“ von Polen klassifiziert – bis Mikolajczyks Rücktritt von seinem Amt als Premierminister im November 1944 […]

(New York Times; 30. März 1958, PDF)

 

2017_06_25_09_39_34_1958_03_30_New_York_Times_Satellite_in_the_making_.pdf_Foxit_Reader

(New York Times; 30. März 1958, PDF)

 

Allerdings liegt mir dieses Buch als Originalausgabe vor. Darin ist ein Brief einer leitenden Führungskraft des Britischen Informationsministeriums (Propagandaministeriums) aufgeführt.  Dieses Schreiben vom Februar 1944 war an hochrangige Vertreter der anglikanischen Kirche, sowie an die BBC gerichtet.

Zunächst zwei kurze Ausschnitte aus der deutschen und aus der englischsprachigen Wikipedia zu diesem Informationsministerium.

 

 

Mit anderen Worten, der britische Propagandaapparat für den Zweiten Weltkrieg wurde bereits ab 1935 geplant.

Nun zu besagtem Schreiben:

Hewett_Word

(Quelle: ROZEK Edward J. – Allied War Time Diplomacy; 1958 by John Wiley & Sons, Inc.; Bild-Datei S. 209/2010)

 

Nicht nur die Angelsachsen, auch die Sowjets verstanden sich auf Propaganda.

Weithin bekannt dürfte sein, daß Stalin ehemalige Konkurrenten um den Parteivorsitz aus älteren Fotoaufnahmen wegretuschieren ließ.

Als Lenin (l.) im Mai 1920 in Moskau eine Rede hielt, standen die beiden Revolutionäre Leo Trotzki und Lew Kamenew auf den Stufen des Podestes. Doch Stalin ließ die geschassten Revolutionäre später „verschwinden“.

(Quelle: WELT.de; 02.01.2012)

 

2012-01-02 welt.de stalin

(Quelle: WELT.de; 02.01.2012)

 

Diese sowjetische Kunstfertigkeit fand schließlich auch Eingang bei der Bearbeitung von Fotographien deutscher Soldaten.

Auf YouTube hat ein Slowake ein Video hochgeladen, in welchem mehrere Fotos deutscher Soldaten in jeweils zwei Varianten zu sehen sind: Einmal unbearbeitet und einmal bearbeitet.

 

Ein Beispiel daraus, Foto 1 bearbeitet:

1

 

Foto 1 unbearbeitet:

2

 

 

Dem einflussreichen US-Amerikanischen Journalisten, Schriftsteller und Mitglied des Council on Foreign Relations, Walter Lippmann, wird folgendes Zitat zugeschrieben:

Walter_Lippmann_quote_We_must_remember_that_in_time_of_war_what_is...

(Quelle: azquotes.com)

 

Als zweite Quelle für diess Zitat konnte ich ein Studiendokument der Universität von Texas ausfindig machen:

Search_Results_The_University_of_Texas_at_Austin

(Quelle: utexas.edu)

 

Auf diesem Dokument ist noch eine sehr interessante Aussage Mark Twains aufgeführt.

EDC_370S_Lesson_Plan_Format_propaganda

(Quelle: hrc.utexas.edu; EDC_370S_Lesson_Plan_Format_propaganda)

 

Als nächstes werden die Staatsmänner billige Lügen erfinden, um die Schuld auf die Nation zu laden, die angegriffen wird, und jeder Mensch wird sich über diese, das Gewissen beruhigenden Falschmeldungen freuen und wird sie fleißig studieren und sich weigern, irgendwelche Gegenargumente zu prüfen; und dergestalt wird er sich mehr und mehr davon überzeugen,  daß der Krieg gerecht ist und er wird Gott für den besseren Schlaf danken, den er nach diesem Prozess der grotesken Selbsttäuschung genießt.

Mark Twain, The Mysterious Stranger, 1916, Ch.9
 (Quelle: hrc.utexas.edu; EDC_370S_Lesson_Plan_Format_propaganda)

 

Friedrich Grimm berichtete in seinem im Jahre 1961 posthum veröffentlichten Buch „Mit offenem Visier“ über eine Konversation, die er als Gefangener nach dem Krieg mit einem Mann führte, der sich zunächst als französischer Professor und anschließend als französischer Kommandant präsentierte.

(Anmerkung: Der Politologe, Publizist und „Geschichtsrevisionist“ Udo Walendy vertritt die Auffassung, dass es hier um den britischen Journalisten und Propagandisten Sefton Delmer handelte.)

 

2017_07_01_15_53_51_GRIMM_Friedrich_Mit_offenem_Visier.pdf_Foxit_Reader

(Quelle: Friedrich Grimm – „Mit offenem Visier“; Druffel-Verlag 1961; S. 249)

 

2017-05-03_Ruud_Koopmans_Das_Erbe_des_Holocaust_ist_deutsche_Leitkultur_WELT

(Quelle: WELT.de; 03.05.2017)

 

Zu guter Letzt noch einmal ein Verweis (ich hatte dies bereits in einem anderen Beitrag verlinkt) auf folgende Passage aus Salvador de Madariagas „Porträt Europas“:

MADRIAGA_DE_Salvador_Portr_ñt_Europas.pdf_Foxit_Reader

(Salvador de Madariaga – „Porträt Europas“; Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart, 1952, S.128)

 

 


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Der Erste Weltkrieg, bei dem insgesamt 17 Millionen Menschen ums Leben kamen, wird gemeinhin als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet.

Die nach dem Krieg durch die Siegermächte verhängten, übermäßig harten Sanktionen (Gebietsverluste, Reparationszahlungen, Aushebelung des völkerrechtlichen Selbstbestimmungsrechts … ) gegen das Deutsche Reich, begründet durch die von den Siegermächten festgelegte Alleinverantwortlichkeit (Alleinschuld) Deutschlands, legten den Grundstein für die Verwerfungen, die schließlich zum Zweiten Weltkrieg führten.

Den wenigsten dürfte wohl bekannt sein, dass die Bundesrepublik Deutschland erst im Jahr 2010, also 92 Jahre nach Kriegsende die letzte Tranche der Reparationszahlungen aus dem verlorenen Ersten Weltkrieg an die Siegermächte überwies.

2010-10-01 Reparationen_Deutschland_begleicht_letzte_Schulden_aus_Erstem_Weltkrieg_ZEIT_

(Quelle: zeit.de; 01.10.2010)

 

Ob dieses Datum zufällig bestimmt wurde?

Das offiziell vermittelte Geschichtsbild in Schule, Funk, Fernsehen und Kino in den alliierten Ländern, sowie in der BRD war jahrzehntelang, bis in die heutige Zeit, geprägt von dieser Alleinschuldthese.

Preußischer Militarismus, gepaart mit deutscher Großmannssucht, einem ebenso größenwahnsinnigen wie unfähigen, in sein Militär vernarrter deutscher Kaiser und ein obrigkeitshöriges und überheblich kriegslüsternes deutsches Volk, so lautet – überspitzt formuliert – die komprimierte Zusammenfassung zur Begründung der deutschen Alleinschuld, viel später „abgemildert“ zur Hauptschuld am Ersten Weltkrieg.

Der an der Universität Cambridge lehrende australische Historiker Christopher Clark veröffentlichte im Jahr 2012 sein Buch „The Sleepwalkers: How Europe Went to War in 1914“, welches ein Bestseller wurde.

2013 erschien die deutsche Übersetzung mit dem Titel:

Die Schlafwandler – Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog

Die Schlafwandler von Christopher Clark

(Quelle: randomhouse.de)

 

Darin verwirft er die These der deutschen Haupt- oder gar Alleinschuld und verteilt die Verantwortung am Ausbruch des Krieges mehr oder weniger gleichmäßig auf die Staatsoberhäupter und Spitzenpolitiker aller hauptbeteiligten, kriegführenden Nationen.

Diese wären schlafwandlerisch dem Abgrund entgegen getaumelt.

 

Clark ist hierbei nicht der erste Historiker, der von der Alleinschuldthese (bzw. abgemildert: Hauptschuldthese) abweicht, die die Verantwortung zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges ganz klar und eindeutig bei Deutschland sieht. Allerdings liegt sein Verdienst darin, diese Sichtweise einem breiteren Publikum bekannt gemacht zu haben.

Den Entscheidungsträgern und Russland und Frankreich schreibt Clark gleichwohl einen größeren Anteil an der Gesamtverantwortung zum Ausbruch des Krieges zu.

Auszug aus dem E-Buch (eBook; kindle):

TEIL II EIN GETEILTER KONTINENT Kapitel 3 Die Polariesierung Europas 1887 - 1907 Pos 03645

TEIL II  EIN GETEILTER KONTINENT  –  Kapitel 3 Die Polarisierung Europas 1887 – 1907

 

TEIL II EIN GETEILTER KONTINENT Kapitel 3 Die Polariesierung Europas 1887 - 1907 Pos 03655

TEIL II  EIN GETEILTER KONTINENT  – Kapitel 3 Die Polarisierung Europas 1887 – 1907

 

TEIL III KRISE - Kapitel 12 Die letzten Tage Pos 14565

TEIL III  KRISE  –  Kapitel 12 Die letzten Tage

 

TEIL III KRISE - Kapitel 12 Die letzten Tage Pos 14574

TEIL III  KRISE  –  Kapitel 12 Die letzten Tage

 

Es ist alles andere verwunderlich, dass renommierte bundesdeutsche Historiker, die Karriere gemacht und sich die, mittlerweile auch schon historische, Sichtweise der (west-) alliierten Siegermächte eifrig und geflissentlich zu eigen gemacht und verbreitet haben, vehement der Clark‘schen Abkehr von der Hauptschuldthese entgegenstellen. Die Alleinschuldthese ist allerdings selbst von diesen Hundertprozentigen, von Schuldstolz Durchdrungenen, nicht mehr aufrechtzuerhalten.

«ein tiefsitzendes, jetzt wieder hochgespültes apologetisches Bedürfnis» [der Deutschen], «sich von den Schuldvorwürfen zu befreien»

(Historiker H. U. Wehler (1931 – 2014) über den Verkaufserfolg der „Schlafwandler“ in Deutschland)

(Duden.de: apologetisch = eine Ansicht, Lehre o. Ä. verteidigend, rechtfertigend)

 

Auszug aus einem Interview der Neuen Zürcher Zeitung mit Christopher Clark von September letzten Jahres:

2016-09-16_Christopher_Clark_im_Gespräch_Geschichte_ist_wie_das_Orakel_von_Delphi_NZZ_01

(Quelle: NZZ.ch/feuilleton; 30.09.2016)

 

2016-09-16_Christopher_Clark_im_Gespräch_Geschichte_ist_wie_das_Orakel_von_Delphi_NZZ_02

(Quelle: NZZ.ch/feuilleton; 30.09.2016)

 

Der 1943 geborene Historiker und Publizist Volker Ulrich äußerte sich in der ZEIT folgendermaßen zu Christopher Clarks Buch:

2013-09-12_Politisches_Buch_Erster_Weltkrieg_Zündschnur_und_Pulverfass_01

(Quelle: ZEIT-Online; Volker Ulrich; 13.09.2013)

 

2013-09-12_Politisches_Buch_Erster_Weltkrieg_Zündschnur_und_Pulverfass_02

(Quelle: ZEIT-Online; Volker Ulrich; 13.09.2013)

 

Heinrich August Winkler, vielfach ausgezeichneter bundesdeutscher Historiker  (er erhielt u.a. das Offizierskreuz des polnischen Verdienstordens und das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse) bezog ebenfalls in der ZEIT zu den Schlafwandlern Stellung.

2014-07-31 ZEIT_Erster_Weltkrieg_Und_erlöse_uns_von_der_Kriegsschuld_ZEIT_ONLINE kurz 01c

(Quelle: ZEIT-Online; H. A. Winkler; 31.07.2014)

 

2014-07-31 ZEIT_Erster_Weltkrieg_Und_erlöse_uns_von_der_Kriegsschuld_ZEIT_ONLINE kurz 02

(Quelle: ZEIT-Online; H. A. Winkler; 31.07.2014)

 

Nach Lesart etablierter BRD-Historiker ist es offensichtlich ein Unding, der Politik der deutschen Entscheidungsträger vor dem Ersten Weltkrieg mit Verständnis zu begegnen oder gar den handelnden Personen Sympathie entgegen zu bringen.

Wobei letzteres für den Verfasser des Artikels wohl schon allein darin begründet liegen mag, dass die führenden Personen und deren Handlungen auf deutscher Seite nicht von vorneherein negativ beurteilt werden.

2014-07-31 ZEIT_Erster_Weltkrieg_Und_erlöse_uns_von_der_Kriegsschuld_ZEIT_ONLINE kurz 03

(Quelle: ZEIT-Online; H. A. Winkler; 31.07.2014)

 

Heinrich A. Winkler kanzelt sodann Clark und andere „Abweichler“ pauschal als Revisionisten ab und dies im negativ konnotierten Sinne. Denn an sich ist es für Geschichtswissenschaftler die ursprünglichste Aufgabe, historische Ereignisse aufgrund neuer Informationen zu re-visieren, d.h. im Lichte gewonnener Erkenntnisse neu einzuordnen.

Allein für Leute seines Schlages scheint die Geschichtsschreibung für bestimmte historische Ereignisse festgeschrieben und in Stein gemeißelt zu sein, insbesondere in Zusammenhang mit deutscher Schuld und daran darf – bis auf kosmetische Korrekturen – nicht gerüttelt werden.

Und schließlich der Sermon der angeblich universalistischen Moral der westlichen Demokratien mit weltumspannenden Anspruch.

Das Britische Empire hat diesen weltumspannenden Anspruch tatsächlich machtpolitisch in die Tat umgesetzt. Die ach so hehren westlichen Moralprinzipien wurden unter anderem von Kanonen verkündet.

BLOWING FROM A GUN

Vereshchagin-Blowing_from_Guns_in_British_India

„Suppression of the Indian Revolt by the English“ (Quelle: wikipedia)

 

Blicken wir nach Frankreich. Während des Terrors der französischen Revolution wurden gemäß offizieller Zahlen, insgesamt 500.000 Menschen verhaftet und 100.000 hingerichtet, bzw. massakriert. (Alternative Quellen kommen zu deutlich höheren Opferzahlen)

 

Bei den Ertränkungen von Nantes wurden mindestens 4.000 Menschen (manche Quellen sprechen von 16.000 Menschen) in der Loire ertränkt: Mönche, Nonnen, Frauen, Kinder und Greise. Der für diesen Terror verantwortliche Jean Baptiste Carrier bezeichnete die Loire dabei zynisch als „Nationale Badewanne“.

 

 

In den Napoleonischen Kriegen von 1803 bis 1815, die die vermeintlich universellen Ideale der französischen Revolution in die letzten Winkel Europas tragen sollten, starben insgesamt je nach Schätzung zwischen 3,5 bis 7 Millionen Menschen (wikipedia).

Allein von den 36.000 bayerischen Soldaten, die mit der Grande Armee 1812 nach Moskau marschieren mussten, um angeblich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auch nach Russland zu bringen, kamen lediglich gut 2.000 zurück.

Folgender Satz Winklers: „Deutsche Kriegsideologen stellten … ein Denken entgegen, das aus den Tiefen der Deutschen Kultur schöpfte.“

… ist eindeutig eine geringschätzige Anspielung darauf, dass deutsche Intellektuelle im 19. Jahrhundert, im Gegensatz zur ihren anglo-französischen Widerparts, den Begriffen „Kultur“ und „Zivilisation“ unterschiedliche Bedeutungen beimaßen.

Kultur, der deutsche Inbegriff für geistige Tätigkeit und ihren Ertrag im weltlichen Felde, ist ein schwer zu übersetzendes Wort. Es deckt sich nicht mit Zivilisation, mit Kultiviertheit und Bildung oder gar Arbeit. Alle diese Begriffe sind zu nüchtern oder zu flach, zu formal, bzw. ›westlich‹ oder an eine andere Sphäre gebunden. Ihnen fehlt das Schwere, die trächtige Fülle, das seelenhafte Pathos, das sich im deutschen Bewußtsein des 19. und 20. Jahrhunderts mit diesem Wort verbindet und seine oft empathische Verwendung verständlich macht.“

(Quelle: Wikipedia; Helmuth Plessner – „Die Verspätete Nation“. In: Gesammelte Schriften. Band 6, Frankfurt, S. 84.)

 

Eine französische Quelle zu diesem Sachverhalt:

In Deutschland wird die kulturelle Debatte geprägt durch die Neuromantiker, die eine ziemlich klare Trennung zwischen einer spirituellen Vision von Kultur und einer materialistischen Sicht der Zivilisation zieht.

Kultur wird zusammengeführt mit ethischen, ästhetischen und politischen Werten, mit einem persönlichen Lebensstil, mit einem geistigen Universum, welches „innerlich“, „natürlich“, „organisch“, somit typisch deutsch ist.

Zivilisation wird wiederum gleichgesetzt mit dem materiellen Fortschritt, der technisch-wirtschaftlich, „äußerlich“, „mechanisch“, „künstlich“ und somit anglo-französischer Herkunft ist.

(Quelle: https://crdp.ac-amiens.fr/historial)

 

crdp.ac-amiens.fr_L_idée_de_nation_la_Kultur_contre_la_Civilisation

(Quelle: crdp.ac-amiens.fr/historial; L’IDÉE DE NATION : LA KULTUR CONTRE LA CIVILISATION; Académie d’Amiens, septembre 2004)

 

Auf folgendem US-Amerikanischen Propaganda-Plakat aus dem Jahre 1917 hält die deutsche Pickelhaubenbestie eine Keule in der Hand, auf der das deutsche Wort Kultur zu lesen ist:

Harry_R._Hopps,_Destroy_this_mad_brute_Enlist_-_U.S._Army,_03216u_edit

Harry R. Hopps – Destroy this mad brute Enlist – U.S. Army

 

Dieses Plakat ist nur ein Beispiel von vielen, die verdeutlichen auf welch niederträchtige Weise die von Winkler verehrten Länder Propaganda gegenüber Deutschland und den Deutschen betrieben haben.

Für ihn sind diese Länder, bzw. deren politische Systeme, erstrebenswerte Vorbilder für das kaiserliche Deutschland und daher begrüßt er die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg, weil erst infolge dieser die Demokratie in Deutschland Einzug erhalten habe.

2014-07-31 ZEIT_Erster_Weltkrieg_Und_erlöse_uns_von_der_Kriegsschuld_ZEIT_ONLINE kurz 04

(Quelle: ZEIT-Online; H. A. Winkler; 31.07.2014)

 

Winkler, dessen Hauptwerk nicht ohne Grund „Der lange Weg nach Westen“ heisst, ist in seiner verklärenden Auffassung der französischen und britischen Gesellschaftern vor dem Ersten Weltkrieg, befangen in seiner Urteilsfähigkeit die Ursachen, die zu diesem Großen Krieg führten, neu einzuordnen.

Dass er von der Idee einer universalistischen Moral des Westens mit weltumspannenden Anspruch vollkommen durchdrungen ist, dies lässt sich ebenso aus seiner Rede ableiten, die er anlässlich des 70. Jahrestages zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 2015 im Bundestag hielt.

2015-05-08_Deutscher_Bundestag_Rede_von_Prof._Dr._Heinrich_August_Winkler_zum_70._Jahrest

(Quelle: bundestag.de; H.A. Winkler; 08.05.2015)

 

Im Grunde genommen handelt es sich bei all diesen Floskeln: freedom, democracy, humanity, oder eben responsiblility to protect  um gewissensberuhigende Feigenblätter, um unter dem Tarnmantel des Humanismus interessengeleitete (imperiale) Geopolitik durchzusetzen.

2011-04-11 GUARDIAN_r2p

(Quelle: theguardian.com; 11.04.2011)

 

Wer Menschheit sagt, will betrügen.

Carl Schmitt (1888-1985)

 

Des Pudels Kern ist allerdings folgende Aussage Winkers:

 

2014-07-31 ZEIT_Erster_Weltkrieg_Und_erlöse_uns_von_der_Kriegsschuld_ZEIT_ONLINE kurz 05

(Quelle: ZEIT-Online; H. A. Winkler; 31.07.2014)

 

Wenn nämlich Deutschland nicht die Hauptschuld am Ersten Weltkrieg trägt, schlimmer noch: eventuell sogar einen geringeren Anteil als die anderen einstigen europäischen Großmächte daran hat, wie könnten die Predigten noch aufrechterhalten werden, dass die Deutschen nicht allein unter Hitler, nein schon vorher und grundsätzlich irregeleitet waren, kontinuierlich Elend über die Menschheit gebracht haben und daher eingehegt werden müssen?

Denn für Winkler und seinesgleichen war das nationalsozialistische Deutschland und was man gemeinhin an Schrecklichem damit verbindet, keine Ausnahme sondern lediglich eine besonders drastische Ausprägung des Deutschen Sonderweges, letztlich des Deutschen Wesens.

Eine Gruppe von vier jüngeren deutschen Historikern – von H A. Winkler in obigen Artikel als „junge Revisionisten“ bezeichnet“ – veröffentlichte im Januar 2014 in Der WELT einen Beitrag, in welchem sie Clarks Schlafwandler positiv besprachen und zudem eine besondere Verantwortung Englands heraus strichen.

 

2014-01-04 WELT_Erster_Weltkrieg_Warum_Deutschland_nicht_allein_schuld_ist_WELT

(Quelle: WELT.de; 04.01.2014)

 

2014-01-04 WELT_Erster_Weltkrieg_Warum_Deutschland_nicht_allein_schuld_ist_WELT 02 k

(Quelle: WELT.de; 04.01.2014)

 

Zur letzten Aussage dieses Abschnittes ein Zitat des franzöischen Sozialisten und Spitzenpolitikers Jean-Luc Mélenchon:

Bereits zum dritten Mal in der Geschichte Europas, ist die Starrsinnigkeit einer deutschen Regierung dabei Europa zu zerstören.

Jean-Luc Mélenchon, franz. Sozialist (Quelle: www.lci.fr; 12.07.2015)

Joschka Fischer bließ bereits 2012 in dieses Horn:

Deutschland zerstörte sich und die europäische Ordnung zweimal im 20. Jahrhundert, …

Es wäre sowohl tragisch als auch ironisch, wenn ein wiedervereinigtes Deutschland mit friedlichen Mitteln und mit den besten Absichten den Ruin der europäischen Ordnung zum dritten Mal herbeiführte.

Joschka Fischer, 30.05.2012

 

2012-05-30 AUSTRALIAN_Germany_at_risk_of_ruining_Europe_again

(Quelle: theaustralian.com.au; 30.05.2012)

 

Die sogenannte Euro-Rettungspolitik, inkl. vermeintlicher Griechenlandrettung ist ein Thema für sich, daher sei hier nur kurz erwähnt, dass es sich hier meiner Einschätzung nach um Betrug in gigantischem Ausmaß handelt. Nutznießer sind zuvorderst internationale Kapitalanleger und Großbanken. Die Bundesregierung, allen voran Angela Merkel und Wolfgang Schäuble, entblödete sich allerdings nicht dieser Politik ein Gesicht zu verleihen und somit den Unmut und den Zorn der Erniedrigten und Beleidigten in Europas Süden auf Deutschland zu ziehen.

Diese Aussagen zeigen allerdings auch, wie wichtig es ist mit der Alleinschuldthese Deutschlands am Ersten Weltkrieg aufzuräumen und dies im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Weiter im Text der jungen Historikergruppe:

2014-01-04 WELT_Erster_Weltkrieg_Warum_Deutschland_nicht_allein_schuld_ist_WELT 03

(Quelle: WELT.de; 04.01.2014)

 

2014-01-04 WELT_Erster_Weltkrieg_Warum_Deutschland_nicht_allein_schuld_ist_WELT 04

(Quelle: WELT.de; 04.01.2014)

 

Die auf Entmenschlichung zielende, propagandistische Herabwürdigung des Gegners zur blutrünstigen Bestie war ein Merkmal der Westalliierten. Zu diesem Thema werde ich noch einen separaten Blogbeitrag erstellen.

Im letzten Auszug des Weltartikels wird auf die real- bzw. machtpolitischen Ziele der, gegen Deutschland und dessen Verbündete zu Felde ziehenden, europäischen Großmächte verwiesen.

2014-01-04 WELT_Erster_Weltkrieg_Warum_Deutschland_nicht_allein_schuld_ist_WELT 05

(Quelle: WELT.de; 04.01.2014)

 

Wenn wir uns in diesem Kontext noch einmal die Aussage Christopher Clarks in Erinnerung rufen, dass es das zaristische Russland war, welches als erstes Land die Generalmobilmachung verkündete und dies zu einem Zeitpunkt als das Deutsche Reich noch nicht einmal den Status einer drohenden Kriegsgefahr ausgerufen hatte, dann ist die Behauptung einer deutschen Hauptschuld am Ausbruch nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Zieht man zudem noch in Betracht, dass Russland die Rückendeckung Frankreichs und auch Englands zu dieser folgenschweren Entscheidung gehabt hat, dann löst sich die angebliche deutsche Hauptverantwortung in Luft auf.

Was allerdings Christopher Clark nicht thematisiert, ist die These, dass britische Eliten auf einen zerstörerischen Krieg gegen das Deutsche Reich hingearbeitet haben.

Das 1871 gegründete Deutsche Kaiserreich erlebte in den Jahrzehnten bis 1914 einen ungeheuren, nie dagewesenen, industriellen Aufschwung. Das von den Briten initiierte Label „Made in Germany“, das ursprünglich vermeintlich minderwertige deutsche Produkte von britischen unterscheidbar machen sollte, entwickelte sich rasch zum attraktiven Qualitätssiegel auf den Weltmärkten.

Der britische Journalist und Mitglied der Fabian Society (hier und hierErnest Edwin Williams beschäftigte sich in seinem 1897 veröffentlichteten Buch, „Made in Germany“, mit der Bedrohung der britischen Industrie durch die deutsche Konkurrenz.

Tatsächlich sind viele deutsche Erzeugnisse unbestreitbar denjenigen, […]  die von britischen „Häusern“ produziert werden, überlegen.

Ernest Edwin Williams – „Made in Germany“; 1896 (pdf_020)

 

Deutschland steckt industriell noch in seinen Kinderschuhen…

Deutschland hat unseren Handel [trotzdem] bereits in einen schlechten Zustand versetzt.

Ernest Edwin Williams – „Made in Germany“; 1896 (pdf_036)

 

Es ist allzu zu klar, dass Englands industrielle Vorherrschaft (Vormachtstellung) seinem Sturz entgegenschwankt und dass dies weitestgehend das Ergebnis deutscher Arbeit ist.

Ernest Edwin Williams – „Made in Germany“; 1896 (pdf_062)

 

Es wird berichtet, dass es Deutschland bereits gelungen ist die Japaner für eine Anzahl von Panzerschiffen einzufangen, die für unsere eigenen Werften als sicher galten. Es ist ebenso bestätigt, dass ein Teil der zehn Millionen Pfund Sterling, die China – entschlossen eine Seemacht zu werden –  bereit war, in Tyneside [Anmerkung: eine englische Werft] auszugeben, nun nach Danzig und Stettin gehen werden. Und jetzt hat die norwegische Regierung ein paar Panzerschiffe vom selben verbissen entschlossenen Rivalen bestellt.

Ernest Edwin Williams – „Made in Germany“; 1896 (pdf_068)

 

Der deutsche Industriestaat ist eine Tatsache und es gibt keine menschliche Wahrscheinlichkeit, dass er zerschmettert wird.

Ernest Edwin Williams – „Made in Germany“; 1896 (pdf_182)

 

Gegenwärtig verlieren wir selbst unseren Griff auf unsere eigenen Kolonien und abhängigen Staaten, die zunehmend in die Hände der Deutschen fallen.

Ernest Edwin Williams – „Made in Germany“; 1896 (pdf_184

 

Und hier ist die entscheidende Aussage:

Und ganz sicher muss Großbritannien Deutschland diskriminieren (benachteiligen). Denn Deutschland ist absichtlich in eine tödliche Rivalität mit Großbritannien eingetreten und kämpft nun mit aller Macht für die Auslöschung der britischen Vormachtstellung.

Ernest Edwin Williams – „Made in Germany“; 1896 (pdf_026)

 

Vom selben Ungeist zeugt auch folgendes Zitat des britischen Spitzenpolitikers und Chefdiplomaten Arthur Balfour (1902 – 1905 Britischer Premierminister, 1915 – 1916 Erster Lord der Admiralität, 1916 – 1919 Britischer Außenminister) aus dem Jahr 1907.

We are probably fools not to find a reason for declaring war on Germany before she builds too many ships and takes away our trade.

Wir sind wahrscheinlich Narren, dass wir keinen Grund finden, um Deutschland einen Krieg zu erklären, bevor es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.

Arthur Balfour, 1907.

 

1979-00-00_The_Anglo_German_Trade_Rivalry_1887_1913_A_Counterfactual_Outcome_and_Its_Impl

(Quelle: jstor.org; „The Anglo-German Trade Rivalry, 1887-1913: A Counterfactual Outcome and Its Implications“ –  1979 by Hugh Neuburger and Houston H. Stokes; page 187 of 201)

 

The_Anglo_German_Trade_Rivalry_1887_1913_A_Counterfactual_Outcome_and_its_Impl

(Quelle: cambridge.org; „The Anglo-German Trade Rivalry, 1887-1913: A Counterfactual Outcome and its Implications“)

 

Dieser Ausspruch Balfours entstammt einer Unterhaltung mit dem US-Amerikanischen Diplomaten Henry White. Nachfolgend ein etwas längerer Auszug dieses Gesprächs aus der Originalquelle, der noch mehr die bellizistische Vorkriegsmentalität von Teilen der Britischen Elite, gewachsen aus der Sorge die globale Vormachtstellung hinsichtlich Handel und Industrie an Deutschland zu verlieren, verdeutlicht.

BALFOUR: „We are probably fools not to find a reason for declaring war on Germany before she builds too many ships and takes away our trade.”

WHITE: “You are a very high-minded man in private life. How can you possibly contemplate anything so politically immoral as provoking a war against a harmless nation which has as good a right to a navy as you have? If you wish to compete with German trade, work harder.”

BALFOUR: “That would mean lowering our standard of living. Perhaps it would be simpler for us to have a war.”

WHITE: “I’m shocked that you of all men should enunciate such principles.”

BALFOUR: “Is it a question of right or wrong? Maybe it is just a question of keeping our supremacy.”

(Quelle: Allan Nevins, „Henry White – Thirty Years of American Diplomacy„, New York: Harper Bros., 1930, pp. 257-258)

Die deutsche Version (frei übersetzt):

BALFOUR: „Wir sind wahrscheinlich Narren, dass wir keinen Grund finden, um Deutschland einen Krieg zu erklären, bevor es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.“

WHITE: „Sie sind im Privatleben ein Mann von edler Gesinnung. Wie können Sie etwas so politisch Unmoralisches in Erwägung ziehen, wie einen Krieg gegen eine harmlose Nation zu provozieren, die ein ebenso gutes Recht auf eine Marine hat, wie Sie es haben? Wenn Sie in Wettbewerb mit dem deutschen Handel treten wollen, dann arbeiten Sie härter.“

BALFOUR: „Das würde bedeuten, dass wir unseren Lebensstandard absenken müssen. Vielleicht wäre es einfacher für uns, einen Krieg zu führen.“

WHITE: „Ich bin schockiert, dass es unter allen Männern (Menschen) gerade Sie sein sollten solche Prinzipien auszusprechen.”

BALFOUR: „Ist es eine Frage von richtig oder falsch? Vielleicht ist es einfach eine Frage der Beibehaltung unserer Vorherrschaft.”

(Quelle: Allan Nevins, „Henry White – Thirty Years of American Diplomacy„, New York: Harper Bros., 1930, pp. 257-258)

 

Von Bertolt Brecht ist folgende Aussage aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg dokumentiert:

Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden.

(Quelle: gutzitiert.de, Offener Brief an die deutschen Künstler und Schriftsteller, 1951)

 

Dies war als eine Allegorie an die – nach gängiger und bis heute gültiger Nachkriegsauffassung – von Deutschland entfachten zwei Weltkriege gedacht und quasi eine Warnung an künftige deutsche Generationen, keinen weiteren Weltkrieg vom Zaun zu brechen, da sonst neben allem anderen Unheil, von Deutschland, wie vom historischen Karthago, nichts mehr übrig bleiben würde.

Aber welche Wahl hatte das Deutsche Kaiserreich und welche das antike Karthago?

264 v. Chr. brach Rom das Abkommen und marschierte unter einem fadenscheinigen Vorwand in Sizilien ein, der Erste Punische Krieg, so die römische Bezeichnung, war zielgerichtet vom Zaun gebrochen.

(Quelle: tagesspiegel.de; „Karthago: Eine Großmacht wird vernichtet“; 20.05.2010)

 

Der römische Staatsmann Cato der Ältere schloss in der Zeit vor dem dritten und letzten römisch-karthagischen Krieg alle seine Reden im römischen Senat mit dem Satz:

 

„Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss“

 

 

Karthago wurde schließlich im Dritten Punischen Krieg vernichtend geschlagen und dem Erdboden gleichgemacht. Was wir heute über Karthago wissen, wissen wir beinahe ausschließlich über römische Quellen.

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(Quelle: tagesspiegel.de; „Karthago: Eine Großmacht wird vernichtet“; 20.05.2010)

 

Die in London von 1855 bis 1938 wöchentlich erscheinende Zeitung Saturday Review begann in den 1890er Jahren gegen Deutschland gerichtete Artikel zu veröffentlichen, die wiederholt mit dem Spruch endeten:

 

„Germania est delendam / Germaniam essem delendam“

(Deutschland muss zerstört werden)

 

 

 

 

03

(Saturday Review 11. November 1897)

 

I piani alleati per l_annientamento del popolo tedesco. A cura di Claus Nordbruc 2

(Quelle: cieliparalleli.com; Saturday Review 11. November 1897)

 

Der US-Amerikaner Pat Buchanan war Berater (senior advisor) dreier republikanischer US-Präsidenten: Richard Nixon, Gerald Ford und Ronald Reagan.

Dass er anschließend weder von George Bush dem Älteren noch von George W. Bush als Berater nominiert wurde, überrascht nicht, wenn man weiß, dass Buchanan sowohl der NATO-Osterweiterung als auch dem Irakkrieg von 2003 ablehnend gegenüberstand, wie überhaupt einer konfrontativen US-Außenpolitik in Nahost und gegenüber Russland.

 

Im Mai 2008 veröffentlichte er sein Buch:

Churchill, Hitler and the Unnecessary War: How Britain Lost Its Empire and the West Lost the World

 

Die Bezeichnung „unnecessary war“ (unnötiger Krieg) für den Zweiten Weltkrieg ist auf eine gleichlautende Äußerung Churchills zurückzuführen, wie Buchanan gleich in der Einleitung seines Buches herausstellt.

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INTRODUCTION

0170 chapter 0 introduction unnecessary war sources

 

Buchanan beschreibt die Situation der europäischen Großmächte vor dem Ersten Weltkrieg dergestalt, dass Deutschland als gesättigte Macht wenig von einem kommenden Krieg zu gewinnen hatte. Im Gegensatz hierzu waren sowohl Frankreich als auch Russland expansionistisch, d.h. auf innereuropäischen Macht- und Gebietszuwachs ausgelegt.

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CHAPTER 1

 

Der Deutsche Kaiser wollte nichts weiter als gute Beziehungen zu Großbritannien, scheiterte hierbei aber aufgrund der zunehmenden Deutschfeindlichkeit der Britischen Staatsmänner.

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CHAPTER 1

 

Edward Grey, britischer Außenminister von 1905 bis 1916, war bis ins Mark deutschfeindlich und er überzeugte seine französischen Gesprächspartner bereits kurz nach seinem Amtsantritt als Außenminister, dass Großbritannien bereit ist mit Frankreich gegen Deutschland in den Krieg zu ziehen, um Frankreich in der Folge in seinem konfrontativen Kurs gegenüber Deutschland zu bestärken.

0562 chapter 1 Edward Grey

CHAPTER 1

 

Dieser Krieg war in seinem konzeptionellen Beginn ein wirtschaftlicher und ein industrieller Krieg

Die deutschen Bankiers, die deutschen Kaufleute und die deutschen Industriellen wollten diesen Krieg nicht. Sie waren dabei die Welt ohne Krieg zu erobern, und sie wussten, dass solch ein Krieg ihre Pläne verderben würde.

US-Präsident Woodrow Wilson im Spätsommer 1919

 

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CHAPTER 2

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Schließlich räumt Buchanan das Klischee des angeblich militaristisch ausgerichteten Deutschen Reiches beiseite.

Im Zeitraum von 1815 bis 1914 führte Deutschland (bzw. Preussen) weniger Kriege als Frankreich und Russland und deutlich weniger als England.

In der Periode von der Reichsgründung im Jahre 1871 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges führte das Deutsche Reich keinen einzigen Krieg!

Dies hindere allerdings britische Historiker bis zum heutigen Tage nicht daran Deutschland als den butcher-bird (die Würgekrähe) Europas zu bezeichnen.

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CHAPTER 2

 

Winston Churchill war bereits zum Ausbruch dieses Krieges eine Schlüsselfigur.

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CHAPTER 2

1259 chapter 2 sources

 

Ein bemerkenswerter Aspekt an Buchanans Buch ist die Darlegung der verbitterten Enttäuschung der (mehr oder weniger) einfachen US-Amerikaner, als sie nach dem Krieg erkennen mussten der britischen Gräuelpropaganda auf dem Leim gegangen zu sein und die US-Amerikanischen Soldaten letztlich nur für die geopolitischen Interessen des Britischen Imperiums missbraucht wurden.

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CHAPTER 3

 

Bei der von den angelsächsischen Entscheidungsträgern planmäßig herbeigeführten Versenkung des Königlich Britischen Postschiffes und Passagierdampfers Lusitania durch die deutsche Marine, hatte Winston Churchill ebenfalls seine Finger im Spiel.

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(Quelle: Der SPIEGEL; „LUSITANIA-AFFÄRE“ Schmutziges Geschäft; 30.10.1972)

 

 

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Warnung der Deutschen Botschaft in den USA

 

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CHAPTER 6

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PHOTO INSERT

 

Am 7. Mai [Anm.: 1919] werden die von den 27 Siegern festgelegten Bedingungen erstmals der deutschen Delegation eröffnet. Der Franzose Clemenceau überreicht sie mit den Worten: „Die Stunde der Abrechnung ist da“. „Abrechnung“ statt „gerechter und fairer Verträge“, wie Wilson das exakt fünf Monate zuvor verkündet hatte, um das Deutsche Reich zu einem Waffenstillstand zu bewegen. Die Bitte der deutschen Delegierten, den „Vertrag“, den sie nun unterschreiben sollen, vorher zu verhandeln, wird abgelehnt.

(Quelle: Gerd Schultze-Rhonhof: „1939: Der Krieg der viele Väter hatte“; S.62/63)

 

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(Quelle: SPIEGEL.de; 30.03.2004)

 

Eine Denkschrift des Reichsgesundheitsamts vom 16. Dezember 1918 bezeichnete die britische Seeblockade als völkerrechtswidrig. Sie schrieb ihr den Tod von 763.000 Menschen der Zivilbevölkerung […] zu.

(Quelle: de.wikipedia.org/Seeblockade)

 

Die englische Seeblockade zur Aushungerung der Deutschen wurde über den Waffenstillstand vom 11. November 1918 hinaus, bis zur Unterzeichnung des Versailler „Vertrages“ aufrechterhalten. Dies hatte den Tod von weiteren hunderttausenden Deutschen zur Folge.

 

Öffentliche Stellungnahme von Reichsaußenminister Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau nach der Überreichung des Vertragswerkes in Versailles am 7. Mai 1919:

… wir kennen die Wucht des Hasses, die uns hier entgegentritt, und wir haben die leidenschaftliche Forderung gehört, daß die Sieger uns zugleich als Überwundene zahlen lassen und als Schuldige bestrafen sollen.

Es wird von uns verlangt, daß wir uns als die allein Schuldigen bekennen; ein solches Bekenntnis wäre in meinem Munde eine Lüge. Wir sind fern davon, jede Verantwortung dafür, daß es zu diesem Weltkriege kam, und daß er so geführt wurde, von Deutschland abzuwälzen …

…, aber wir bestreiten nachdrücklich, daß Deutschland, … , allein mit der Schuld belastet ist.

Die Hunderttausende von Nichtkämpfern, die seit dem 11. November [Anmerkung: 11. Nov. 1918; Datum des Waffenstillstandes] an der Blockade zugrunde gingen, wurden mit kalter Überlegung getötet, nachdem für unsere Gegner der Sieg errungen und verbürgt war. Daran denken Sie, wenn Sie von Schuld und Sühne sprechen.

(Quelle: planet-wissen.de; „Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau, Dokumente. Charlottenburg 1920“ ; 19.01.2017)

 

1507 chapter 3 “A Poisonous Spirit of Revenge”

CHAPTER 3 – “A Poisonous Spirit of Revenge” (P. Buchanan: „Hitler, Churchill and The Unnecessary War“)

 

Auszug aus einer Rede des Reichskanzlers Theobald von Bethmann Hollweg zu den Kriegszielen des Deutschen Kaiserreichs aus dem Mai 1917, eineinhalb Jahre vor dem Ende des Ersten Weltkrieges:

Was ich im Laufe des Krieges über unsere Kriegsziele ohne Schaden sagen zu können glaubte, habe ich hier im Reichstage wiederholt gesagt, und an diesen Grundlagen habe ich festgehalten und halte fest bis heute, und diese Grundlagen sind auch in unserem Friedensangebot vom 12. Dezember zum Ausdruck gekommen …

Die alleinige Richtschnur unserer Politik ist die baldige glückliche Beendigung des Krieges. Jetzt gebietet die gesamte Lage zu schweigen, und davon lasse ich mich auch nicht abbringen. Bei unseren westlichen Gegnern ist von Friedensbereitschaft noch nichts zu merken, noch keine Spur einer Preisgabe ihrer ausschweifenden Eroberungs- und Vernichtungsabsichten

Soll ich andererseits ein Eroberungsprogramm aufstellen? Auch das lehne ich ab. Wir sind nicht aus Eroberungssucht ausgezogen, sondern um das Dasein und die Zukunft unseres Volkes fest zu sichern.

Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg im Reichstag im Mai 1917 (Quelle: Frankfurter Zeitung vom 15. Mai 1917)

 

 

Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann (SPD) im Mai 1919 zu den Bedingungen des „Versailler Vertrages“:

Lassen Sie mich ganz ohne taktisches Erwägen reden: was unseren Beratungen zugrunde liegt, dieses dicke Buch (auf die Friedensbedingungen weisend), in dem hundert Absätze beginnen: „Deutschland verzichtet – verzichtet – verzichtet“, dieser schauerliche und mörderische Hexenhammer, mit dem einem großen Volk das Bekenntnis der eigenen Unwürdigkeit, die Zustimmung zur erbarmungslosen Zerstückelung, das Einverständnis mit Versklavung und Helotentum abgepreßt und erpreßt werden soll …

Ich will Ihnen nicht alle die großen und kleinen Schlingen nachweisen, in deren Gesamtheit sich ein großes Volk zu Tode verstricken soll, getreu dem Worte der „Times“:

Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden.“

(Auszug aus der Rede von Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann (SPD) in der Nationalversammlung vom 12. Mai 1919)

 

Der Vertrag von Versailles sollte gar keinen Friedenszustand begründen, sondern die Machtverhältnisse derart regeln, daß das Ziel jederzeit mit neuen Forderungen und Maßnahmen gesichert werden konnte. Daher die Auslieferung der Kolonien, der Handelsflotte, die Beschlagnahme der Bankguthaben, Besitzungen, Patente in allen Ländern, die Abtrennung von Industriegebieten wie Oberschlesien und das Saarland, die Einführung der Republik von der man mit Recht eine Untergrabung der Industrie durch die allmächtig gewordenen Gewerkschaften erwartete, und endlich die Reparationen, die wenigstens im Sinne Englands keine Kriegsentschädigung sein sollten, sondern eine dauernde Belastung der deutschen Wirtschaft bis zu deren Erliegen.“

(Quelle: Oswald Spengler: Jahre der Entscheidung; 1933; PDF_S. 37)

 

Noch niemals ist ein ernstlicher und dauerhafter Friede auf die Ausplünderung, die Quälerei und den Ruin eines Besiegten, geschweige denn auf den eines besiegten großen Volkes gegründet worden. Und dies und nichts anderes ist der Vertrag von Versailles!

Zitat von Francesco Nitti aus dem Jahr 1924, Ministerpräsident Italiens 1919-1920; (Quelle: Gerd Schultze-Rhonhof: „1939: Der Krieg der viele Väter hatte“; S.69)

 


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Die Machtstrukturen zeigen die Daumenschrauben

Im Mittelalter begann das Ritual der hochnothpeinlichen Befragung immer mit der Präsentation der Folterwerkzeuge. Die abschreckende Wirkung, die vom bloßen Anblick der Schreckensinstrumente ausging, war in den meisten Fällen bereits ausreichend, dass die Delinquenten alles aussagten, was von ihnen gewollt worden war.

Es ist ein ausgewiesenes Merkmal totalitärer Gesellschaftssysteme, dass für Abweichler viele Berufskarrieren von vorneherein verschlossen bleiben oder falls systemkritische Auffassungen erst später erkennbar werden, diesen Dissidenten gekündigt wird.

So haben beispielsweise die Entscheidungsträger der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt öffentlich verkündet, dass AFD-Mitglieder grundsätzlich nicht aufgenommen, bzw. einmal (versehentlich) aufgenommen, nicht bleiben dürfen.

2017-03-04-faz-net_afd_mitglieder_durfen_nicht_bei_awo_arbeiten

(Quelle: faz.net; 04.03.2016)

 

Insbesondere Lehrer sehen sich im Scheinwerferlicht peniblester, argwöhnischer Beobachtung.

2016-11-05-huffpost_er_ist_mitglied_der_afd_schule_entlasst_lehrer_nach_teilnahme_an_rechten_demos

(Quelle: huffingtonpost.de; 05.11.2016)

 

Der Hamburger Verfassungsschutz warnt auf seiner Internetseite junge Mitbürger unverblümt davor, sich der „Identitären Bewegung“ anzuschließen und zwar explizit mit dem Verweis, sich doch bitte nicht die berufliche Zukunft zu verbauen:

 

Selbst Teile der vermeintlichen politischen Elite werden mitunter öffentlich diszipliniert und abgestraft, um an ihnen ein abschreckendes Exempel zu statuieren.

2016-10-22-zeit-de_mecklenburg_vorpommern_ein_facebook_like_fur_die_afd_kostet_den_ministerjob_z

(Quelle: zeit.de; 22.10.2016)

 

Um Subjet einer solchen Sonderbehandlung zu werden, braucht es gar nicht die Nähe zu systemkritischen Gruppen. Es genügt bisweilen zur falschen Zeit die falschen Fragen zu stellen oder unpassende Vorgänge zu entdecken und dann anzusprechen.

2017-01-22-ndr-de_wollte_aufnahmebehorde_sozialbetrug_vertuschen_ndr-de_nachrichten_nieders

(Quelle: ndr.de; 22.01.2017)

 

Die Mitarbeiterin der Aufnahmebehörde in Braunschweig wurde schliesslich entlassen.

2017-01-25-krone-at_beamtin_deckt_massenhaften_asyl_sozialbetrug_auf_als_dank_gefeuert_welt_

(Quelle: krone.at; 25.01.2017)

 

In Sachsen wurde die Anstellung des Pastoren Thomas Wawerka aufgrund von Leserkommentaren, die er im Internet mit seinem Klarnamen verfasste, nicht verlängert (siehe auch sein Interview auf sezession.de: hier).

2016-12-08-zeit_evangelische_kirche_kein_erbarmen_zeit_online

(Quelle: zeit.de; 08.12.2016)

 

Ein weiteres Merkmal repressiver Gesellschaften ist die Bestrafung kritischer Künstler, Schriftsteller, Journalisten und Blogger. Hier sei auch an die mediale Hetzkampagne gegen Xavier Naidoo erinnert, nachdem er es gewagt hatte kurz auf einer Demonstration aufzutreten, die Fragen zur Souveränität Deutschlands thematisierte.

Der Satiriker Uwe Ostertag wurde unlängst zu 22 Monaten Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt.

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(Quelle: mainpost.de; 15.02.2017)

 

Ostertag bekam im August letzten Jahres Besuch von Polizeibeamten, da er eine Geldstrafe wegen Volksverhetzung nicht bezahlt hatte.

Der Satiriker hatte sich dann offenbar der Verhaftung widersetzt und zwei Messer gezückt, eines auf sich und eines auf die Polizeibeamten gerichtet.

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(Quelle: mimikama.at; 16.02.2017)

 

Mir ist nicht bekannt worin die Begründung der ursprünglich verhängten Geldstrafe wegen Volksverhetzung lag.

Ostertag kreiert sogenannte Memes, d.h. er kombiniert Portraitaufnahmen von Politikern und verbindet diese mit vermeintlichen Zitaten, die er ihnen in den Mund legt. Diese Bilder sind allesamt mit dem Zusatz „In Satira by Uwe Ostertag“ versehen und somit deutlich als Satire gekennzeichnet

Nachfolgend ein paar seiner satirischen Bildbotschaften, die im Netz zu finden sind:

Bundesjustizminister Heiko Maas:

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Renate Künast von den Grünen:

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Angela Merkel:

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Anton Hofreiter von den Grünen:

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Claudia Roth:

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Auf die SPD gemünzt:

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Ich kann hier nichts erkennen, was eine Bestrafung/Verurteilung wegen Volksverhetzung auch nur im Ansatz rechtfertigt.

Auffälig ist der hingegen geradezu fürsorgliche Umgang der Systemstrukturen mit genehmen Künstlern, Journalisten und Satirikern. Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel hetzte in einem Artikel aus dem Jahr 2011 beispielos gegen deutsche Menschen:

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(Quelle: taz.de; 04.08.2011)

 

Sechs Wochen nach diesem Pamphlet wurde ihm der mit 3000 Euro dotierte Kurt-Tucholsky-Preis verliehen.

Seit dem 27. Februar 2017 befindet sich Herr Yücelin nun in einem türkischen Gefängnis in Untersuchungshaft. Bundesjustizminister Heiko Maas und Bundeskanzlerin Angela Merkel engagieren sich öffentlich und in scharfem Tonfall gegenüber der türkischen Regierung für seine Freilassung. So unterschiedlich kann der Umgang mit Satirikern sein.

Ein entscheidender Aspekt in diktatorisch-totalitären Systemen ist die Kindererziehung und der Zugriff der staatlichen und staatsnahen Strukturen darauf.

Die monatlich erscheinende Zeitschrift „Baby und Familie“liegt in allen deutschen Apotheken aus.

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(Quelle: wortundbild-media.de; 05.03.2017)

 

Im Februar 2016 setzte sich dieses Magazin mit einer ganz besonderen Gefahr auseinander …

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(Quelle: „Baby und Familie„, Februar 2016)

 

… und zwar mit der Gefahr von rechts:

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(Quelle: „Baby und Familie – Gefahr von rechts„, Februar 2016)

 

 

Wenig überraschend: die unsägliche Amadeu-Anonio-Stiftung hat wieder ihre Finger im Spiel:

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(Quelle: „Baby und Familie – Gefahr von rechts„, Februar 2016)

 

Hier nochmal jenes berühmt-berüchtigte Zitat der Vorsitzenden der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane über die größte Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende:

„Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind…

Es sei „die größte Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende“ gewesen, dass sie zugelassen habe, „dass ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb

(Quelle: tagesspiegel.de zitiert Anetta Kahane; 15.07.2015)

 

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(Quelle: „Baby und Familie – Gefahr von rechts„; Februar 2016)

 

Feindbild blondes Mädchen mit akkurat geflochtenen Zöpfen:

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(Quelle: „Baby und Familie – Gefahr von rechts„, Februar 2016)

 

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(Quelle: „Baby und Familie – Gefahr von rechts„, Februar 2016)

 

Die politische oder religiöse Gesinnung sollte in vermeintlich freiheitlichen Gesellschaften eigentlich Privatsache sein, möchte man meinen. Aber Staaten, die von einer Ideologie durchdrungen sind, jedes Individuum einzugliedern, können abweichende Gesinnungen dauerhaft nicht dulden.

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(Quelle: „Baby und Familie – Gefahr von rechts„, Februar 2016)

 

So, so: solch eine Haltung birgt also Gefahren für das Kind. Welche denn?

Vielleicht hilft ein Blick auf folgende Veröffentlichung der Deutschen Anwaltauskunft.

2015-09-2015-anwaltauskunft-de-01

(Quelle: anwaltauskunft.de; 24.09.2015)

 

2015-09-2015-anwaltauskunft-de-02

(Quelle: anwaltauskunft.de; 24.09.2015)

 

Wer sich öffentlich besorgt äussert oder gar demonstriert, dass er mit der Migrationspolitik der Bundesregierung nicht einverstanden ist, der kann schon mal seinen Job verlieren.

Schlimmstenfalls riskieren geschiedene Mütter oder Väter sogar den Entzug des Umgangs- oder Sorgerechtes für ihre Kinder.

2015-09-2015-anwaltauskunft-de-03

(Quelle: anwaltauskunft.de; 24.09.2015)

 

Selbstverständlich steht das Wohl der Kinder im Vordergrund. Wer sein Kind allerdings zu PEGIDA oder ähnlichen Veranstaltungen mitnimmt, der soll sich dann nicht wundern, wenn staatliche Stellen zum Wohle der Kinder einschreiten.

Schöne neue Welt.

Aber sie werden scheitern!


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Kramer gegen Kramer Deutschland

Der Fall Deniz Yücel

Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel ist seit 2015 Türkeikorrespondent der zu Axel Springer gehörenden WeltN24 GmbH (Welt, Welt am Sonntag, N24).

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(Quelle: de.wikipedia.org; 04.03.2017)

 

Von den türkischen Sicherheitsbehörden wurde er seither dreimal verhaftet. Das erste Mal im Juni 2015 und danach im Dezember 2016. Die dritte Verhaftung vom 17. Februar 2017 kam demnach alles andere als überraschend.

Seit dem 27. Februar 2017 befindet er sich nun in einem türkischen Gefängnis in Untersuchungshaft. Der Vorwurf lautet: „Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung“ (welt.de)

Bemerkenswert ist nun, dass noch am selben Tag an dem der türkische Staatsanwaltschaft die Untersuchungshaft für Yücel verkündete, bereits eine öffentliche und kritische Stellungnahme Angela Merkels in Richtung der Türkei folgte:

2017-02-27-zeit-de

(Quelle: zeit.de; 27.02.2017)

 

Zudem schaltete sich auch Bundesjustizminister Heiko Mass medienwirksam ein, wie es den (wie so oft) gleichlautenden Berichten der etablierten Medien zu entnehmen war.

2017-03-03-zeit-de

(Quelle: zeit.de; 03.03.2017)

 

2017-03-03-faz-net

(Quelle: faz.net; 03.03.2017)

 

2017-03-03-focus-de

(Quelle: focus.de; 03.03.2017)

 

2017-03-03-spiegel-de

(Quelle: spiegel.de; 03.03.2017)

 

Schliesslich wollten die Kollegen der BILD nicht nachstehen und übernahmen diese griffige Formulierung:

2017-03-04-bild-de

(Quelle: bild.de; 04.03.2017)

 

Diese alle diplomatischen Gepflogenheiten missachtende öffentliche und über die Medien publizierte Parteinahme für einen Journalisten ist auf jeden Fall ungewöhnlich und bemerkenswert.

Sie ist meiner Einschätzung nach auch kontraproduktiv, wenn es der Bundeskanzlerin und dem Bundesjustizminister tatsächlich zuvorderst um die Freilassung Yücels geht.

Die Affäre nimmt nun offenbar eine weitere Dimension an, da Erdogan öffentlich äussert, dass Yücel ein (bundes-) deutscher Agent sei.

2017-03-03-faz-net-yucel-deutscher-agent

(Quelle: faz.net; 03.03.2017)

 

Wes Geistes Kind Deniz Yücel ist, lässt folgender Artikel aus seiner Feder erahnen, der im August 2011 auf der Online-Seite der „taz“ veröffentlicht wurde:

2011-08-04-taz-de-deutschland-schafft-sich-ab-01

(Quelle: taz.de; 04.08.2011)

 

2011-08-04-taz-de-deutschland-schafft-sich-ab-02

(Quelle: taz.de; 04.08.2011)

 

2011-08-04-taz-de-deutschland-schafft-sich-ab-03

(Quelle: taz.de; 04.08.2011)

 

Die Passage, dass Deutschland zwischen Polen und Frankreich aufzuteilen sei, erinnert an Sieglinde Frieß, von 1984 bis 1991 Sprecherin der Grünen „Gewerkschafter_Innen“.

In einer Rede vor dem Bundestag gab sie als gewählte Volksvertreterin folgenden Satz von sich:

Das Beste wäre für Europa, wenn Frankreich bis an die Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt.

(Quelle: DER SPIEGEL; 19.02.1990)

 

Interessant wäre es nun von Herrn Yücel zu erfahren, ob der Ort an dem er sich gegenwärtig befindet, „allemal besser als Deutschland“ ist?

Einen guten Monat nach Erscheinen dieses Schmähartikels erhielt Deniz Yücel den Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik:

2011-08-04-taz-de-deutschland-schafft-sich-ab-04

(Quelle: taz.de; 04.08.2011)

 

Auszug aus der Begründung der Jury:

2011-09-15-tucholsky-gesellschaft-de

(Quelle: tucholsky-gesellschaft.de; 15.09.2011)

 

Kurt Tucholsky war ein wortgewandter Schriftsteller und Satiriker, der die Zustände in der Weimarer Republik mit spitzer Feder und scharfer Ironie kritisierte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh er aus Deutschland und wählte schließlich 1935 im Exil in Schweden den Freitod.

Aber meiner Einschätzung nach war er mitnichten ein Antideutscher. In einer Pariser Reiserzählung von ihm, die ich vor etlichen Jahren las, beschreibt er einen Theaterbesuch in der französischen Hauptstadt und wie unwohl es ihm wurde, als die Komiker auf der Bühne sich über die deutsche Sprache und die Deutschen lustig machten.

 

Heiko Maas hatte im Sommer 2016 per Twittermeldung bereits die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ gelobt:

(Quelle: bild.de; 24.08.2016)

 

In dem Liedchen „Gefällt mir“ singt diese Band: „Deutschland ist Scheiße – Deutschland ist Dreck!“:

(Quelle: songtexte)

 

In diesem Kontext erscheint Heiko Maas‘ Einsatz für Deniz Yücel folgerichtig und nur konsequent, da die selbe deutschfeindliche Ideologie verfolgt wird, wie sie offenbar auch seitens der Bundesregierung protegiert wird.

 


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Die Entfremdung der Deutschen von ihrem kulturellen Erbe

Der Fernsehsender 3sat strahlte in seiner Sendung „kulturzeit“ im Januar 2012 ein Interview mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurov aus.

Sokurov erhielt für seine im Jahr 2011 fertiggestellte Faustverfilmung den Goldenen Löwen der 68. Internationalen Filmfestspiele von Venedig.

Obwohl Sokurov selbst nicht, bzw. nur rudimentär deutsch spricht, ließ er den Film in deutscher Sprache drehen.

Im Gespräch mit 3Sat gibt der Regisseur sowohl erstaunliches als auch beachtenswertes von sich.

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(Quelle: www.3sat.de/kulturzeit; 12.01.2012)

 

2012-01-12-3sat_kulturzeit_vision_und_traumbild_alexander_sokurows_faust_film-2

(Quelle: www.3sat.de/kulturzeit; 12.01.2012)

 

Auszug aus dem Interview:

(04:22) Die deutsche Sprache ist eine Errungenschaft der Zivilisation, sie ist ein Schatz, der der ganzen Menschheit gehört. Es ist so unglaublich viel Bedeutendes in deutscher Sprache gedacht und formuliert worden.

Leider ist die deutsche Geschichte tragisch verlaufen, deshalb ist Deutschland nach dem Krieg gedemütigt und die deutsche Sprache aus dem Bewusstsein der Welt getilgt worden.

Aber für mich ist deutsch mehr als eine Sprache. Es ist Charakter, Atmosphäre, Emotion. Deutsche Schauspieler können Emotionen ausdrücken wie nirgendwo sonst auf der Welt. Sie artikulieren anders, weil die Sprache eine andere Seele hat. Sie ist ein Stück Zivilisation

(05:36) Ich liebe Deutschland, und komme gerne hierher. Aber die Deutschen müssen endlich damit aufhören, ihre nationale Kultur mit Füßen zu treten. Wenn die Deutschen das nicht schaffen, ist meine letzte Hoffnung für Europa dahin.

Ich glaube, die Deutschen haben einfach noch nicht verstanden, welche ungeheure Bedeutung das deutsche Kulturerbe für sie selbst, und für die ganze Welt hat. Ich kann mir diese Missachtung nur so erklären: Deutschland hat es noch nicht vollständig kapiert, wie wichtig seine Kultur für die gesamte zivilisierte Welt ist.

Ich habe das Gefühl, dass die Deutschen sich davor fürchten, über ihre nationale Kultur zu reden. Aber was ist Deutschland ohne seine Kultur, seine Kunst, seine Sprache? Was bleibt dann? Was ist das für ein Volk, das seiner eigenen Kultur den Rücken kehrt?

Jede Region in Deutschland hat ihre eigene Auffassung von Kultur. Das ist gefährlich. Ich sehe weder im Fernsehen, noch im Museum, noch im Theater, die Liebe zur nationalen deutschen Kultur, so als hätten die Deutschen Angst davor. Aber  wovor haben sie denn Angst?

(Alexander Sokurov im Interview mit 3sat, 12.01.2012)

 

 

2013 lief eine erfolgreiche deutsche Filmkomödie mit dem Titel „Fack Ju Göhte“ in den deutschsprachigen Kinos. Es handelt sich hierbei wohl nur um einen kleinen Schabernack, dessen Macher wohl keineswegs böse Absichten hegten. Aber es zeigt meines Erachtens dennoch wie tief wir als Deutsche bereits auf den Hund gekommen sind.

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(Quelle: de.web.img.jpg)

 

Wie heisst es im Header des 3sat-Artikels?

Ausgerechnet ein Russe [sic!] habe die Bibel der Deutschen verfilmt und lese ihnen nun die Leviten. Blicken wir also nach Russland.

Die olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi wurden mit einer eindrucksvollen künstlerischen Darbietung eröffnet.

Nachfolgend bette ich ein YouTube-Video dieser Eröffnungsfeier ein (Dauer: 3 Stunden und 4 Minuten), um anschliessend ein paar Standbilder daraus zu zeigen.

Das YouTube-Video:

 

Ab 01:30:00 wird ein Film eingespielt, der die Geschichte der russischen Nation darstellt. Vom griechisch-oströmisch-byzantischen Erbe, über die ersten slawischen Siedler, die das Land urbar machten, hin zu schwedischen Wikingern (Warägern), die im 10. Jahrhundert den Grundstein legten zum Kiewer Rus, dem gemeínsamen Vorläuferstaat von Russland, Weissrussland und der Ukraine.

Schliesslich über Ivan den „Schrecklichen“  und Peter den Großen hin zum modernen Russland.

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Die Waräger:

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Iwan „der Schreckliche“

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(Quelle: wikipedia.de)

 

Peter der Große:

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Russland im ausgehenden 19. Jahrhundert, (die Zeit Tolstois, Dostojewskis, Tschaikowskis …)

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Die Sowjetunion in den 1930er Jahren:

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Die Sowjetunion um 1960:

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Das Russland von heute:

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Anschliessend wurde dem Publikum im Eissstadion und an den Fernsehbildschirmen eine spektakuläre Live-Show dargeboten, bei der unter anderem verschiedene Szenerien auf die Eisfläche und Lichtskulpturen in den Raum projeziert wurden.

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Ein blondes Mädchen steigt auf Artistenhänden empor:

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Hier wieder Peter der Große, der die russische Flotte ausbauen und St. Petersburg gründen liess.

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Der historische Stadtplan von Sankt Petersburg wurde – wie alle anderen Szenenbilder auch – plastisch auf der Eisfläche dargestellt.

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Das international renommierte Bolschoi-Theater führte sodann Szenen aus Tolstois weltberühmten Epos „Krieg und Frieden“ auf. Untermalt wurden diese Darstellungen mit Musik von Tschaikowski.

(Es wurden vorher bereits die grossen russischen Literaten Puschkin und Dostojewski gezeigt)

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Das moderne Russland hat sich mit dieser prächtigen und farbenfroh inszenierten Eröffnungsfeier der zusehenden Weltöffentlichkeit – und auch den zusehenden Russen! – als Kulturnation von Weltrang präsentiert, man könnte auch sagen in Erinnerung gerufen.

Die historischen Wurzeln des europäischen Russlands wurden selbstbewusst und dennoch charmant dargestellt. Zudem wurden stolz die Beträge russischer Künstler gezeigt, die zu den Glanzpunkten europäisch abendländischer Kultur zu zählen sind: Tolstoi, Tschaikowski, Dostojewski etc.

Schwer vorstellbar, dass das offizielle Deutschland eine ähnliche Feier hätte zelebrieren können (oder wollen), bei der die 1000jährige Geschichte Deutschlands, sowie bedeutende Werke deutscher Dichter, Denker und Komponisten positiv und mit Freude präsentiert worden wären.

Zum Zeitpunkt dieser Darbietung, Anfang Februar 2014 war die Krise in der Ukraine schon seit ein paar Monaten am Köcheln, freilich ohne bereits explodiert zu sein. Für mich waren diese Feierlichkeiten auch als Zeichen an die Menschen der Länder der EU (nicht zuletzt Deutschland) gerichtet. Seht her: wir bewohnen nicht nur die selbe Landmasse, sondern unsere Länder haben über die letzten Jahrhunderte hinweg gemeinsame kulturelle Pfade beschritten. Es gibt weitaus mehr verbindendes als trennendes zwischen unseren Ländern.

Die Eröffnungsfeier wurde live im ZDF übertragen und gemeinsam von Wolf-Dieter Poschmann und Anne Gellinek moderiert. Wobei was heißt hier „moderiert“? Die Darbietungen schienen das Moderatorengespann nicht sonderlich zu interessieren, stattdessen wurde keine Gelegenheit ausgelassen gegen das Gastgeberland und dessen Präsidenten Stimmung zu machen (Stichwort: „Putins Spiele“).

Da wurde beispielsweise lieber über „Pussy Riot“ schwadroniert, als sich um das eigentlich zu kommentierende Geschehnis groß zu kümmern und den deutschen Zusehern näherzubringen. Es war schmachvoll und für mich als deutschen Patrioten und überzeugten Europäer (nicht zu verwechseln mit Anhänger der EU) schlichtweg eine Schande mit welch verbalem Dreck diese feierliche Zeremonie überzogen wurde.

Als ob das Moderatorengespann einen Auftrag erhalten hätte, Russland so negativ wie nur irgend möglich erscheinen zu lassen.

Frau Gellinek war von 2008 bis 2014 Leiterin des ZDF-Studios in Moskau, seit Januar 2015 führt sie nun das Brüsseler ZDF-Studio. Wie alle ARD/ZDF-Journalisten, die für eine leitende Position nach Moskau geschickt werden, wurde sie vorher transatlantisch gebrieft. In diesem Zusammenhang ist auch einzuordnen, dass Anne Gellinek im Jahr 1994 ein Stipendium des „Arthur F. Burns Fellowship“-Programms erhielt.

Das Programm wurde 1988 gegründet, um das Verständnis deutscher Journalisten von den USA und den transatlantischen Beziehungen zu stärken. Seit 1990 ist es ein Austauschprogramm zwischen beiden Staaten. Absicht des Trägers IJP (Anm.: International Journalist Programme) ist es, vielversprechende Journalisten zu fördern.

(Quelle: wikipedia.de/Arthur_F._Burns_Fellowship)

 

Ausgewählte Stipendiaten:

1988: Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer und Präsident des  Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger.

1993: Nikolaus H. Blome, stellvertretender Chefredakteur der Bild-Zeitung und verantwortlich für das Politik- und Wirtschaftsressort. Zuvor war er von 2013 bis 2015 als Leiter des Hauptstadtbüros Mitglied der Chefredaktion des Nachrichtenmagazins Der Spiegel.

(Quelle: wikipedia.de/Arthur_F._Burns_Fellowship)

 

In diesem Sinne wäre die Ablehnung Russlands von transatlantisch imprägnierten bundesdeutschen Journalisten rein als ein geopolitischer Akt zu betrachten. Gezielt geförderte und auf einflussreiche Positionen gehobene Journalisten propagieren – zum Teil bewusst, zum Teil unbewusst – in ihren Medien die Interessen ihrer Förderkreise. Derart wird mitgeholfen ein Axiom der imperialen US-Aussenpolitik umzusetzen.

(Wobei die allermeisten Journalisten die Westbindung der BRD in einem solchen Maß verinnerlicht haben dürften, dass sie sich gar nicht groß verstellen müssen. Berufskollegen hingegen, bei denen diese innere Bindung weniger stark ausgeprägt ist, machen in der Regel keine große Karriere.)

George Friedman, der Gründer des privaten Nachrichtendienstes STRATFOR, auch bekannt unter dem Namen Schatten-CIA, äußerte sich anlässlich eines Gastvortrages beim Chicago Council on Global Affairs  am 4. Februar 2015 folgendermaßen zu diesem Grundpfeiler US-Amerikanischer Außenpolitik:

(01:38) … the primordial interest of the Unites States over which we for centuries have fought wars, the first second and cold war has been the relationship between Germany and Russia. Because united they are the only force that could threaten us and to make sure that that doesn’t happen…

(10:24)  For the United States, the primordial fear is… German technology and German capital, Russian natural resources and Russian manpower… the only combination that has for centuries scared the hell out of the United States.

(Quelle: George Friedman, 04.02.2015)

 

Allerdings meine ich, dass die Ursachen für die übel gehässigen Kommentare des deutschen Moderatorenduos, sowie dem Gros der Mainstreamjournalisten, tiefer liegen als allein in der vordergründig rational politischen Ebene.

Russische Fernsehkommentatoren hätten sich bei umgekehrten Vorzeichen wohl niemals zu solch unhöflich boshaften Äußerungen hinreißen lassen. Allein schon aus Gründen des Respektes, der Höflichkeit und letztlich des Anstandes. Zudem ist im intellektuellen Russland die Wertschätzung gegenüber den Kulturleistungen, die Deutsche hervorgebracht haben ausgeprägt und aufrichtig.

Der wichtigste Punkt aber weshalb russische Fernsehmenschen deutlich würdevoller eine vergleichbare deutsche Eröffnungsfeier begleitet hätten, liegt darin begründet, dass Russen positiv auf ihre Geschichte und ihre Kultur blicken. Dieser positive Blick auf Geschichte und Kultur wird durchaus auch anderen Ländern zugebilligt, mehr noch: im Besonderen Falle Deutschlands äußern Russen mitunter vollständige Unverständnis, wenn sie erfahren, wie gering die Deutschen von heute selbst auf Ihre Geschichte und auf die kulturellen Errungenschaften ihrer Vorfahren blicken.

Das bundesdeutsche Establishment in den etablierten Medien hat allerdings alles andere als ein ungetrübt positives Verhältnis zur deutschen Kultur. Allein die gemeinsame Verwendung der Begriffe deutsch und Kultur wird tunlichst vermieden.

Nach deren Lesart gibt es zumeist einen direkten Strang der, angefangen von Martin Luther als Schöpfer der deutschen Schriftsprache über die deutsche Romantik direkt zu Adolf Hitler führt.

Jedes Reden über deutsche Kultur müsse somit immer Auschwitz mit einbeziehen.

Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch!

Theodor W. Adorno, Hauptvertreter und Vordenker der Frankfurter Schule

 

Adorno und die Frankfurter Schule übten auf die 68er Studentenbewegung einen enormen Einfluß aus. In diesem Zusammenhang ist dann folgender Slogan der 68er auch nicht weiter verwunderlich.

Schlagt die Germanistik tot – färbt die blaue Blume rot!

Slogan der 68er Studentenbewegung

 

Die Blaue Blume war ein zentrales Symbol der Deutschen Romantik und symbolisiert darin Sehnsucht, Liebe und das Streben nach dem Unendlichen. Die Blaue Blume ist gewissermassen ein Sinnbild deutscher Kultur in seiner Hochphase.

„Was ihn aber mit voller Macht anzog, war eine hohe lichtblaue Blume, die […] ihn mit ihren breiten, glänzenden Blättern berührte. Rund um sie her standen unzählige Blumen von allen Farben, und der köstliche Geruch erfüllte die Luft. Er sah nichts als die blaue Blume, und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit. Endlich wollte er sich ihr nähern, als sie auf einmal sich zu bewegen und zu verändern anfing; die Blätter wurden glänzender und schmiegten sich an den wachsenden Stängel, die Blume neigte sich nach ihm zu, und die Blütenblätter zeigten einen blauen ausgebreiteten Kragen, in welchem ein zartes Gesicht schwebte. Sein süßes Staunen wuchs mit der sonderbaren Verwandlung, als ihn plötzlich die Stimme seiner Mutter weckte […]“

(Quelle: Novalis im Romanfragment Heinrich von Ofterdingen)

 

In Wikipedia heisst es zu den Wurzeln der Frankfurter Schule recht harmlos:

Vor dem historischen Hintergrund des Scheiterns der Revolutionen der Arbeiterbewegung nach dem Ersten Weltkrieg und des Aufstiegs des Nationalsozialismus in einer zivilisierten Nation begannen Horkheimer und Adorno die Marx’schen Gedanken daraufhin zu untersuchen, inwiefern sie zur Analyse von sozialen Verhältnissen geeignet seien, wie sie zu Marx’ Lebzeiten noch nicht bestanden hatten.

(Quelle: wikipedia.de/Frankfurter Schule)

 

Offenbar waren diese „linken“ Vordenker enttäuscht darüber, dass im ersten Weltkrieg, bzw. nach dessen Ende die Weltrevolution ausblieb.

Mehr noch, diese marxistischen Intellektuellen waren insbesonders enttäuscht vom west- und mitteleuropäischen Proletarier, dem einst von Marx als Träger der Weltrevolution ausgemachten Subjekt. Denn die Arbeiter in den westlichen Industriestaaten hatten sich im ersten Weltkrieg und danach mit ihren Nationen, ihren Völkern, kurz mit ihrer Heimat identifiziert und nicht mit ihren internationalen Klassengenossen. Die erhoffte Weltrevolution blieb also aus.

Diese Bande galt es also zu überwinden, sprich das kulturelle Gerüst einer jeden Gesellschaft: Sprache, Religion, das Bild der Familie, Geschlechterrolle, Kindererziehung, etc. aufzulösen.

Darüber hinaus wurde der Proletarier als Träger (Auslöser und Umsetzer) der Weltrevolution durch Anhänger von ethnischen, religiösen und sexuellen Minderheiten ersetzt.

Daher ging der Fokus vermeintlich linker Bewegungen folgerichtig weg von den Sorgen und Nöten der Industriearbeiter hin zu den Belangen oben genannter Minderheiten. Deren Wohlergehen steht seither über allem anderen.

Und das erklärt auch die hasserfüllten Kommentare westlicher Lohnschreiber in Richtung Russland.

Das Russland von heute versucht selbstbewusst seinen eigenen Weg zu gehen, sich nicht komplett globalisieren, sprich amerikanisieren zu lassen.

Das traditionelle Familienbild und das orthodoxe Christentum werden hochgehalten, wie auch die russische Kultur und die russische Sprache. Masseneinwanderung aus Nordafrika und dem Nahen Osten wird hingegen abgelehnt.

Es ist kaum vorstellbar, dass ein linker Spitzenpolitiker in der BRD heutzutage ähnliches von sich geben würde wie einst Ernst Thälmann:

Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk; und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation. Eine ritterliche, stolze und harte Nation. […]

Ich bin Blut vom Blute und Fleisch vom Fleische der deutschen Arbeiter und bin deshalb als ihr revolutionäres Kind später ihr revolutionärer Führer geworden.

(Quelle: wikiquote; Ernst Thälmann: Antwort auf Briefe eines Kerkergenossen, Berlin 1961, S. 73; Vorsitzender der KPD von 1925 bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1933)

 

Auf YouTube gibt es ein interessantes Video zum Thema:

„Zerfall der Gesellschaft | Die Geschichte der „Political Correctness“ | Frankfurter Schule“

 

Der spanische Diplomat und Schriftsteller Salvador de Madariaga (1886 – 1978) war ein Kenner Europas.

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(Quelle: wikipedia.de)

 

  • 1927: Professor in Oxford
  • 1931: Botschafter in Washington
  • 1932: Botschafter in Paris
  • 1949: Co-Gründer des Europa-Kollegs in Brügge

 

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(Quelle: wikipedia.de)

 

Salvador de Madariaga gab 1953 folgende ertaunliche Einschätzung zu Deutschlands Bedeutung für Europa ab:

Deutschland bildet das Herzstück Europas, ist im Mittelpunkt seines Körpers, am Gipfel seines Geistes, in den innersten Räumen seines bewussten und unbewussten Wesens: die Quelle seiner erhabensten Musik, Philosophie, Naturwissenschaft, Geschichte, Technik – sie alle sind undenkbar ohne Deutschland. Wenn Deutschland fällt, so fällt Europa. Wenn Deutschland verrückt wird, so wird auch Europa verrückt. Die moralische Gesundheit des deutschen Volkes ist eine der Hauptbedingungen für die moralische Gesundheit Euro­pas, ja für seine Existenz selbst.

(Quelle: Salvador de Madariaga: Porträt Europas; Stuttgart 1953, S. 128; Hervorhebungen von mir)

 


Verwandte Artikel:

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Der Elefant im Raum

Der Deutschlandfunk strahlte am 1. März 2013 folgende Sendung aus:

„Zweierlei Maß? Die Berichterstattung über Russland und die USA“

Darin wurde ein Auszug aus dem Arbeitsvertrag für Mitarbeiter der BILD-Zeitung zitiert:

Die Objekte der Bild-Zeitung haben folgende grundsätzliche Haltung: Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Redakteur ist zur Einhaltung dieser Richtlinien verpflichtet.

 

Die BILD ist eine Publikation der Axel Springer SE (SE = Societas Europaea), vormals Axel Springer AG, eines der größten Verlagshäuser Europas. Neben der BILD werden auch Die Welt und die polnische BILD-Schwester Fakt herausgegeben.

Der Verlag hält zudem unzählige Beteilungen an Radio- und Fernsehsendern und digitalen Medien (N24, Antenne Bayern, finanzen.net, wallstreet.online, etc.)

Im Mai 2014 meldete die deutschsprachige israelische Online-Zeitung „Israel-Nachrichten“, daß der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, eine hohe jüdische Auszeichnung erhalten werde:

2014-05-06_dr-_mathias_dopfner_erhalt_hohe_judische_auszeichnung_israel_nachrichten_jud

(Quelle: www.israel-nachrichten.org; PDF; 06.05.2014)

 

Bemerkenswert an dieser Meldung ist, daß B’nai B’rith (die Institution, welche die Ehrung verleiht) vollkommen korrekt bezeichnet wird als:

  •  „weltweit größter jüdischer Orden“ und
  •  „die international bedeutende Vereinigung jüdischer Logen“

Dergleichen ist in deutschen offiziellen Medien nicht zu lesen.

Nachtrag (17.05.2017): Obiger Artikel der Israel Nachrichten wurde zwischenzeitlich von deren Homepage entfernt. Aus diesem Grund verlinke ich nun noch zwei Artikel von anderen Zeitungen.

Jüdische_Allgemeine

(Quelle: juedische-allgemeine.de; PDF; 11.06.2014)

 

Auf dem Bild ist der Preisträger mit folgenden Personen abgebildet:

  • Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) und ehemals Vizepräsident bei Goldman Sachs
  • Wolfgang Schäuble, Bundesfinanzminister
  • Michel Friedmann
  • Ralph Hofmann, Präsident von B’nai B’rith Europe

 

2017_05_17_19_51_36_Hohe_jüdische_Auszeichnung_für_Mathias_Döpfner_Frankfurter_Neue_Presse

(Quelle: fnp.de; PDF;  07.05.2014)

 

Ende des Nachtrags (17.05.2017).

 

Im Nachgang an die im Juni 2014 erfolgte Preisverleihung veröffentlichte Mathias Döpfner einen Kommentar in der WELT, der unter einer extra für diesen Zweck geschaffenen Sonderrubrik mit dem Titel Bekenntnis erschien. Ein Begriff der – neben seiner rechtlich kriminalistischen Bedeutung (Geständnis) – vor allen Dingen dem Bereich Religion/Weltanschauung zuzuordnen ist, wie auch folgende von duden.de übernommene Zusammenstellung zeigt:

2016-11-04-10_42_09-duden-_-be%c2%adkennt%c2%adnis-_-rechtschreibung-bedeutung-definition-synonyme-herkunf

(Quelle: duden.de; Screenshot vom 04.11.2016)

 

Hier nun besagtes „Bekennerschreiben“:

2014-06-12-ich-bin-ein-nichtjudischer-zionist_-bekenntnis-welt-1

(Quelle: welt.de; 12.06.2014)

 

Bei den Worten Israel und deutsche Staatsräson muss man unweigerlich an Angela Merkel denken, die diesen Zusammenhang im Jahr 2008 zum ersten Mal öffentlich hergestellt hatte.

Interessanterweise wurde die Bundeskanzlerin am 11. März 2008 mit dem gleichen Preis von B’nai B’rith ausgezeichnet.

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(Quelle: bundesregierung.de; 11.03.2008)

 

Und nur eine Woche später hielt sie ihre vielbeachtete Rede im israelischen Parlament, bei der sie von der Sicherheit Israels als deutscher Staatsräson sprach:

2008-03-18_bundesregierung_bulletin_rede_von_bundeskanzlerin_dr-_angela_merkel_vor_der_01

(Quelle: bundesregierung.de; 18.03.2008)

 

2008-03-18_bundesregierung_bulletin_rede_von_bundeskanzlerin_dr-_angela_merkel_vor_der_02

(Quelle: bundesregierung.de; 18.03.2008)

 

Bei solchen Ehrungen ist grundsätzlich zu beachten, daß sie keineswegs nur in der Vergangenheit erbrachte Leistungen und Gefälligkeiten honorieren, sondern auch als Wegweiser (Leitfaden) für zukünftiges Handeln dienen sollen und mit Erwartungen seitens der auszeichnenden Institution verknüpft sind.

Mit Staatsräson wird der Grundsatz bezeichnet, der die Verwirklichung und Bewahrung des Staatswohls zur wichtigsten Leitlinie des staatlichen Handels macht.

(Quelle: lexexakt.de)

 

Die Bundesrepublik ist gewiß der einzige Staat auf der Welt, welcher sich explizit das Wohl eines anderen Landes als Ziel setzt.

Martin Schulz (SPD), Präsident des Europäischen Parlaments, geht hier noch einen Schritt weiter.

For me, the new Germany exists only in order to ensure the existence of the State of Israel and the Jewish people.

Für mich existiert das neue Deutschland allein aus dem Grund, um die Existenz des Staates Israel und des jüdischen Volkes sicherzustellen.

(Zitat von Martin Schulz laut haaretz.com/iphone-article; 14.02.2014)

 

Hier der Screenshot des Artikels der Onlineausgabe der israelischen Tageszeitung HAARETZ mit obiger Passage:

2014-02-14-haaretz-com-02

(Quelle: haaretz.com/iphone-article; 14.02.2014)

 

Im Januar 2014 wurde Martin Schulz vom Internationalen Auschwitz Komitee mit der Gabe der Erinnerung ausgezeichnet.

 

Diese Auszeichnung haben auch einige andere deutsche Spitzenpolitiker und interessanterweise mehrere Topmanager von VOLKSWAGEN erhalten:

2016_10_16_10_46_24_die_empfanger_des_b_internationales_auschwitz_komitee_erinnern_an_gestern_

(Quelle: auschwitz.info; Gabe der Erinnerung, bearbeiteter Screenshot vom 16.10.2016)

 

Im Juli 2015 berichtete RT Deutsch, daß es nach der geleakten Aussage der Sprecherin der israelischen Botschaft in Deutschland im Interesse Israels liege, die deutschen Holocaust-Schuldgefühle aufrecht zu erhalten.

2015-07-01-rtdeutsch_israelische_diplomatin_in_berlin_aufrechterhaltung_der_deutschen_schuldgefuhle_

(Quelle: deutsch.rt.com; 01.07.2015)

 

RT Deutsch bezieht sich hierbei auf einen gleichlautenden Artikel der israelischen Tageszeitung HAARETZ:

2015-06-25-haaretz_israeli_diplomat_in_berlin_maintaining_german_guilt_about_holocaust_helps_israe

(Quelle: www.haaretz.com; 25.06.2015)

 

Weiter aus der Meldung von RT Deutsch:

2015-07-01-rtdeutsch_israelische_diplomatin_in_berlin_aufrechterhaltung_der_deutschen_schuldgefuhle_02

(Quelle: deutsch.rt.com; 01.07.2015)

 

Dass diese Meldung geleakt und von HAARETZ veröffentlicht wurde, zeigt daß es Menschen in Israel gibt, die mit dieser ewigen Schuldfixierung Deutschlands nicht einverstanden sind.

Die New York Times schrieb im November 2012 folgendes:

Deutschlands Nachkriegs-Reparationsprogramm ist inzwischen zu solch einer
Gewohnheit geworden, dass vielen Deutschen gar nicht bewusst ist, dass ihr Land –
obwohl es in den vergangenen sechs Jahrzehnten 89 Mrd. US-Dollar an Entschädigungen überwiegend an jüdische Opfer der Naziverbrechen gezahlt hat – noch immer regelmäßig Treffen abhält, um die Richtlinien für die Voraussetzungen auszudehnen oder anzupassen.

Ziel ist, möglichst viele von den zehntausenden von Überlebenden zu erreichen, die nie irgendeine Art von Unterstützung erhalten haben.

(Quelle: nytimes.com; 17.11.2012)

 

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(Quelle: nytimes.com; 17.11.2012)

 

Wobei meines Erachtens die umfangreichen Militärhilfen wie die Sendungen von U-Booten noch gar nicht eingepreist sind.

Aber letztlich geht es um mehr als nur Geld und Reparationszahlungen. Schuld und Schuldgefühle waren seit jeher ein geeignetes Mittel um Gesellschaften zu lenken, zu beherrschen und zu knechten.

Das Prinzip der Erbsünde machte auch aus Neugeborenen Sündern, die nur durch ein gottgefälliges Leben ihre ererbte Schuld abtragen konnten. Wie solch ein gottgefälliges Leben auszusehen habe, dass legten wiederum die kirchlichen Hohepriester fest.

Ohne die im deutschen Volk tief verankerten Schuldgefühle in Bezug auf den 2. Weltkrieg und den Holocaust wäre meines Erachtens das Phänomen der Willkommenskultur in Zusammenhang mit einer massenhaften Einwanderung niemals möglich gewesen.

Der 2013 verstorbene Ovadia Yosef (Josef), sephardischer Großrabbiner Israels und spirituelles Oberhaupt der Schas-Bewegung, äußerte sich in einer Predigt im Jahr 2010 folgendermaßen über Nichtjuden (Gojim/Goyim):

Gojim (Nichtjuden) wurden nur geboren, um uns zu dienen.

Ohne diesen Zweck haben sie keinen Platz auf der Welt –

nur dem Volke Israels zu dienen.

(Quelle: haaretz.com, 20.10.2016)